Über Siege jubeln will Florian Wilmsmann auch in der neuen Saison. Im vergangenen Winter stand der Holzkirchner zweimal ganz oben auf dem Stockerl.
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Über Siege jubeln will Florian Wilmsmann auch in der neuen Saison. Im vergangenen Winter stand der Holzkirchner zweimal ganz oben auf dem Stockerl.

Florian Wilmsmann startet in Skicross-Saison

Wilmsmanns verspätete Premiere auf „geilem Kurs“

  • VonEwald Scheitterer
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Im olympischen Winter will der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann weitere Erfolge feiern.

Holzkirchen – Mit einem Dreivierteljahr Verspätung konnten die deutschen Skicrosser erstmals den Kurs für die Olympischen Winterspiele 2022 im chinesischen Secret Garden unter die Bretter nehmen. Coronabedingt war nämlich der vorolympische Test-Weltcup, der ursprünglich für Februar dieses Jahres geplant war, verschoben worden. Schon im Vorfeld war der Holzkirchner Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) beim Videostudium der olympischen Strecke zu dem Schluss gekommen: „Das ist ein absolut geiler Kurs.“

Und gestern konnte er die Piste erstmals unter Wettkampf-Bedingungen austesten, als der Qualifikationslauf für den ersten Weltcup der Saison 2021/22, der in der Nacht auf Sonntag stattfindet, auf dem Programm stand. Ganz ordentlich bewältigte er die Strecke auf Rang 14 der insgesamt knapp 60 Teilnehmer. Dabei war der Oberbayer 1,29 Sekunden langsamer als der Schweizer Ryan Regez, der in der Quali auf Platz eins landete.

Wilmsmann hatte gute Trainingsmöglichkeiten

„Ich konnte über den Sommer gut trainieren und blieb glücklicherweise auch verletzungsfrei“, bestätigte Wilmsmann noch vor dem Abflug nach China, dass er sich „absolut top vorbereitet“ auf die neue Cross-Saison fühlt. Mittlerweile ist er nach Siegsdorf umgezogen und konnte sich einer Trainingsgruppe im Bundesleistungs-Zentrum (BLZ) in Ruhpolding anschließen. Unter Trainer Felix Klapproth fand er dort zusammen mit einigen Europacup-Fahrern ein nahezu ideales Umfeld für das Sommertraining zur Vorbereitung auf die neue Wettkampf-Saison.

Auch das Schneetraining funktionierte ganz gut, wo Wilmsmann bereits wieder einige Tage auf Skiern zugebracht hat. Los ging’s in der Skihalle in Neuss, dem sich ein Gletscher-Lehrgang im Schweizer Saas Fee schloss. Zuletzt absolvierte die Cross-Nationalmannschaft noch einen längeren Lehrgang bei guten Wetter- und Schneeverhältnissen auf dem Gletscher im Tiroler Pitztal. Auch wenn sich die Skicrosser derzeit meist in einer sogenannten Blase aufhalten, heißt es aktuell testen, testen und immer wieder testen, um sich ja kein Coronavirus einzufangen.

Weltcup-Kalender fast wie im Vorjahr

Abgesehen von dem eingeschobenen Kurztrip nach China wird der Weltcup-Zirkus auch heuer an den üblichen Orten der vergangenen Jahre Halt machen. Bereits am zweiten Dezember-Wochenende geht’s am Trainingszentrum der französischen Skicrosser in Val Thorens mit einem Doppel-Weltcup weiter. Dann folgt der nächtliche Sprint-Bewerb im Schweizer Arosa, der heuer noch durch einen zusätzlichen Team-Bewerb aufgepeppt wird. Letztlich steht noch kurz vor Weihnachten ein weiterer Doppelevent im Südtiroler Innichen (Pustertal) auf dem Wettkampf-Kalender.

Auch wenn der Aufwand relativ groß ist, für ein einziges Rennen die weite Reise bis nach China anzutreten, sagt Wilmsmann: „Generell betrachtet stimmt das schon. Letztlich ist aber auch nicht viel anderes, als in einem ,normalen’ Winter für ein Rennen ins kanadische Nakiska zu fliegen.“

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