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Florian Wilmsmann verpasst mit Pech das Podest

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Deutsches Duell: Florian Wilmsmann (l.) und Daniel Bohnacker (r.) im Großen Finale.
Deutsches Duell: Florian Wilmsmann (l.) und Daniel Bohnacker (r.) im Großen Finale. © Patrick Steiner/Imago images/GEPA pictures

Knapp verpasst Skicrosser Florian Wilmsmann in Kanada das Podest. Dennoch springt der Hartpenninger in der Weltcup-Gesamtwertung auf Platz vier.

Nakiska – Der größte Erfolg der deutschen Skicross-Nationalmannschaft war zum Greifen nahe. Mit Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning und Daniel Bohnacker (SC Gersthofen) standen am Samstagabend gleich zwei deutsche Athleten im Großen Finale des Weltcups im kanadischen Nakiska. Das gab’s bei den deutschen Skicross-Herren noch nie. Doch dann kam ein wenig Pech hinzu: Es gewannen die Kanadier, Reece Howden vor Kevin Drury. Bohnacker wurde Dritter und Wilmsmann Vierter.

Florian Wilmsmann mit verpatzter Quali

Zwar ärgerte sich Wilmsmann ein wenig über die verpasste Chance, aufs Podest zu fahren, aber letztlich hat der 23-Jährige mit Platz vier seine beste Saisonleistung in Finalheats eingefahren. Sein zweiter Platz im Südtiroler Innichen Ende Dezember war ja ein gewertetes Quali-Resultat, da das damals geplant Rennen wegen heftigen Schneefalls hatte abgesagt werden müssen.

Seine schlechteste Fahrt in Nakiska absolvierte Wilmsmann in der Qualifikation am Freitag, als er sich mit Platz 23 begnügen musste. Da aber der Kurs mit einer ellenlangen Startgerade begann, war da die Wahl des Startgates für den weiteren Verlauf der einzelnen Heats wenig ausschlaggebend. Dies machte der 23-Jährige bereits im Achtelfinale deutlich, als er hinter dem Schweden Daniel Mobaerg als Zweiter in die erste Kurve kam und diesen Platz auch bis ins Ziel souverän hielt. Noch stärker dann sein Auftritt im Viertelfinale. Vor dem Schweizer Ryan Regez, erneut Mobaerg und dem Franzosen Morgan Guipponi legte der Hartpenninger einen klaren Start-/Zielsieg hin.

Florian Wilmsmann fährt souverän ins Finale

Im Halbfinale folgte das erste Aufeinandertreffen der beiden Deutschen. Gemeinsam, Wilmsmann auf eins, Bohnacker auf zwei, erreichten sie das Große Finale. Da hatten die Schweizer Marc Bischofsberger und Regez klar das Nachsehen. Und ausgerechnet im Endlauf legte Wilmsmann seinen bislang schlechtesten Start hin und kam als Letzter in die erste Kurve. Dann hatte er keine Probleme, Bohnacker zu überholen und heftete sich an die Fersen des Kanadiers Kevin Drury. Er hatte es sogar fast geschafft, aus dem Windschatten heraus seinen Kontrahenten zu überholen, als ihm in der zweiten Negativ-Kurve ein Fahrfehler unterlief. Dadurch verlor Wilmsmann so viel Geschwindigkeit, dass er sich kurz vor dem Ziel sogar noch von seinem Mannschaftskameraden überholen lassen musste.

Florian Wilmsmann im Gesamt-Weltcup Vierter

Dennoch, ein Top-Resultat insgesamt für Wilmsmann, das ihm weiter 50 Weltcup-Punkte einbrachte. In der Weltrang-Liste rangiert der Hartpenninger nun mit 270 Zählern auf Rang vier hinter den beiden Kanadiern Drury (476) und Kristofor Mahler (320) sowie dem Schweizer Regez (279).

esc

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