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Wilmsmann verpasst Stockerl in Val Thorens knapp

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Florian Wilmsmann freut sich auf den Weltcup.
Florian Wilmsmann ist prinzipiell zufrieden. © DSV

Mit den Plätzen neun und vier ist Florian Wilmsmann der Auftakt in die neue Saison im Skicross-Weltcup gelungen.

Großhartpenning – Wenn jetzt auch noch ein Podestplatz herausgesprungen wäre, dann wäre der Saisonstart für den Skicrosser Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) voll geglückt. Aber auch so kann sich seine Bilanz der beiden ersten Weltcup-Rennen des Winters 2022/23 durchaus sehen lassen. Mit Platz neun nur knapp am kleinen Finale vorbeigeschrammt, machte der 26-Jährige schon am Donnerstag auf sich aufmerksam. Und am Freitag legte das deutsche Skicross-Ass noch einen drauf. In vier zum Teil spannenden Heats kämpfte er sich bis ins große Finale der schnellsten vier Rennläufer vor. Letzteren Platz belegte er schließlich auch in der Endabrechnung.

Insgesamt also genau andersherum als noch der Auftakt 2021, als der Weltcup-Zirkus ebenfalls im Trainingszentrum der französischen Skicrosser gastierte. Da war Wilmsmann mit Platz drei am ersten Wettkampftag aufs Stockerl gerast, beim zweiten Weltcup sprang Rang 24 heraus. Dass es heuer im großen Finale nicht zu einer besseren Platzierung gereicht hat, war dem Missgeschick geschuldet, dass Wilmsmann an einem Tor vorbeigefahren war.

Relativ souverän hatte der Holzkirchner am Donnerstag seinen Achtelfinal-Heat bestritten, wo er sich hinter dem Schweizer Ryan Regez als Zweiter für die nächste Runde qualifizierte. Erneut mit Regez sowie dem Franzosen Bastien Midol und seinem Teamkameraden Tobias Müller bekam es der 26-Jährige im Viertelfinale zu tun. Es war ausgerechnet Müller, der Wilmsmann dann eine lange Nase zeigte und ihn auf Platz drei verwies. Insgesamt wurde Müller in dem Rennen Zweiter und fuhr so das bislang beste Resultat seiner noch jungen Karriere ein. „Der Tobi war an dem Tag einfach der bessere Fahrer“, gab der Holzkirchner dann auch neidlos zu.

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Am Freitag läuft es besser

Dass sich Wilmsmann am Freitag dafür revanchieren wollte, zeigte er von Beginn an. Mit einem Start-Ziel-Sieg holte er sich souverän sein Achtelfinale. Auch im Viertelfinale kam er souverän eine Runde weiter, auch wenn er hier dem Schweden Erik Mobaerg den Vortritt lassen musste. Damit war das Halbfinale erreicht und damit die Teilnahme an einem der beiden Final-Heats. Im Halbfinale ließ Wilmsmann weder seinem Teamkameraden Niklas Bachsleitner noch Mobaerg oder dem Franzosen Youri Duplessis eine Chance.

Freilich, wenn man das große Finale erreicht, dann will man auch aufs Stockerl. Doch beim letzten Heat hat nichts so recht funktioniert. „Der Start war nicht gut, ich habe eigentlich das ganze Rennen keinen so richtigen Zugriff bekommen. Und als mich dann auch noch der Schweizer Marc Bischofsberger an einem Tor vorbei geschoben hat, war’s endgültig vorbei“, fasst Wilmsmann das Finale zusammen.

Freilich war der Holzkirchner im ersten Augenblick nach der Zieldurchfahrt schon „ein wenig enttäuscht“, dass kein Podium für ihn herausgesprungen war. Doch insgesamt ist er mit Val Thorens nicht ganz unzufrieden: „Mit den Plätzen neun und vier war das eigentlich schon ein guter Einstieg in die neue Saison.“

Nächster Halt: Arosa

Bereits an diesem Wochenende geht es für die Skicrosser vom französischen Val Thorens weiter ins Schweizer Arosa zum traditionellen Nachtevent: ein Sprint-Weltcup unter Flutlicht. Dort steht am Sonntagabend der Qualifikationslauf auf dem Programm und die Final-Heats sind für Montagabend angesetzt.

In den Vorjahren stand Wilmsmann mit der Schweizer Strecke, bei der sich das ganze Rennen in einer großen Kurve vor der Zielgerade entscheidet, eher auf Kriegsfuß. So musste er sich 2020 dort mit den Plätzen 33 und 36 begnügen. Rang 27 vergangenen Dezember war dann auch nicht viel besser. Dennoch fährt der 26-Jährige auch heuer gut motiviert nach Arosa. „Man muss es einfach immer wieder probieren. Dann klappt es bei mir auch mit dem Sprint-Weltcup. Vielleicht schon heuer“, gibt sich der Holzkirchner durchaus optimistisch. esc

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