Auch Heli Herdt (l.), der Sportliche Leiter der deutschen Skicrosser, hofft, dass jetzt bei der Weltmeisterschaft der „Idre-Knoten“ von Florian Wilmsmann endlich aufgeht.
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Auch Heli Herdt (l.), der Sportliche Leiter der deutschen Skicrosser, hofft, dass jetzt bei der Weltmeisterschaft der „Idre-Knoten“ von Florian Wilmsmann endlich aufgeht.

Holzkirchner wartet noch auf erste Medaille

Wilmsmann will bei WM endlich den Kurs in Idre bändigen

  • vonEwald Scheitterer
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Zum dritten Mal ist Florian Wilmsmann aus Holzkirchen bei den Skicross-Weltmeisterschaften dabei. Gefahren wird in Idre, nicht gerade sein Lieblingskurs.

Holzkirchen/Idre Fjäll – Auf ein Neues: Mit frischem Mut vollgetankt will das Holzkirchner Skicross-Ass Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) diesmal den ungeliebten Kurs im schwedischen Idre Fjäll bewältigen. Diesmal geht es um die Cross-Weltmeisterschaft 2021. Die Schweden sind kurzfristig eingesprungen, nachdem der ursprüngliche chinesische WM-Ort Zhangjiakou wegen der Corona-Pandemie abgesagt hatte. Die WM-Quali steht am heutigen Mittwoch auf dem Programm, die Finalheats sind für Samstag, 13. Februar, terminiert.

„Ich bin voll fit, fühle mich supergut und habe diesmal fest vor, die Strecke zu bezwingen“, zeigt sich der 24-Jährige überaus motiviert. Zur Erinnerung: Nicht nur in den Vorjahren hatte der aktuell nominell beste deutsche Skicrosser seine Probleme mit dem sehr speziellen Kurs im hohen Norden Europas. Erst vor zwei Wochen wurde er dort bei zwei Weltcups von der Strecke frühzeitig abgeworfen (wir berichteten).

Sportler des Jahres 2020 im Kreis Miesbach: Florian Wilmsmann ein Kandidat.

Mit relativ wenigen Kurven ausgestattet, besticht der Crosskurs in Idre Fjäll durch seine rund 800 Meter lange Zielgerade, die mit etlichen Sprüngen und Wellen gespickt ist. Allerdings wurden die Sprünge etwas entschärft, da auch die Boardercrosser dort ihre WM austragen (siehe Artikel rechts). „Da lass’ ich mich überraschen, was dort umgebaut wurde“, sagt der Holzkirchner. „Zwar kommen mir technisch anspruchsvollere Strecken – wie etwa die in Innichen oder Val Thorens – weitaus besser entgegen, aber es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn ich nicht auch Idre in den Griff bekommen sollte.“

Dazu hatte er ein intensives Video-Studium seiner letzten Fahrten betrieben und gibt zu: „Ich bin da wirklich nicht gut gefahren, war oftmals viel zu aufrecht. Das ist gar nicht gut, bei dem langen Windschatten-Fahren dort. Außerdem muss ich einfach versuchen, die Wellen noch besser zu treffen.“ Eingedenk seiner Probleme mit dem Kurs in Idre Fjäll gibt er sich auch relativ zurückhaltend mit seinem angestrebten WM-Ziel: „Die Quali sollte insgesamt kein Problem werden. Auch bietet hier die jeweilige Startposition bei den späteren Viererheats keine entscheidenden Vor- oder Nachteile. Der Knackpunkt ist immer die lange Zielgerade. Deshalb ist es für mich bei den Finalheats einfach wichtig, die erste Runde zu überstehen. Dann ist nach vorne alles möglich.“ Vielleicht ja die erste WM-Medaille.

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