Sein Leistungsvermögen abrufen will der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann (r.) bei der Weltcup-Premiere in Bakuriani, nachdem er zuletzt auch etwas Pech hatte.
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Sein Leistungsvermögen abrufen will der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann (r.) bei der Weltcup-Premiere in Bakuriani, nachdem er zuletzt auch etwas Pech hatte.

Skicross-Weltcup in Bakuriani

Wilmsmann freut sich auf Premiere in Georgien

  • vonEwald Scheitterer
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Premiere in Georgien: Erstmals ist der Skicross-Weltcup im Gebiet Bakuriani zu Gast. Der Holzkirchner Crosser Florian Wilmsmann freut sich auf eine interessante und anspruchsvolle Strecke.

Holzkirchen/Bakuriani – Kaum jemand wird hierzulande schon einmal etwas von dem Wintersport-Gebiet Bakuriani gehört haben. Auch der Skicrosser Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) nicht, der aber bereits jetzt in der „Wintersport-Hauptstadt“ Georgiens weilt. Hier finden am Wochenende, nach der Qualifikation am heutigen Freitag, zwei Weltcup-Rennen statt: der Einzel-Bewerb am Samstag und am Sonntag noch ein Mixed-Team-Event. Die Verantwortlichen in Bakuriani bezeichnen ihre Premiere als Skicross-Weltcup-Ort als „Testevent“, da die Weltmeisterschaft 2023 vom internationalen Skiverband FIS dorthin vergeben wurde.

Die deutsche Cross-Nationalmannschaft befindet sich bereits seit drei Tagen in Bakuriani, das vom Trialeti-Gebirgszug umgeben ist, der wiederum zum Kleinen Kaukasus zählt. Nach der Landung in Georgiens Hauptstadt Tiflis ging’s für den internationalen Skicross-Zirkus mit dem Auto noch knappe drei Stunden in Richtung Westen, ehe das gut ausgebaute Skigebiet erreicht wurde.

Mittlerweile konnten die Athleten den dort neugebauten Kurs ausgiebig in Augenschein nehmen. „Der Kurs selbst ist zwar relativ flach, aber gut gebaut“, erklärt Heli Herdt, der Sportliche Leiter der Crosser im Deutschen Skiverband. Insgesamt weist die Strecke mit rund 1,3 Kilometern eine normale Weltcup-Länge auf. Der Start ist auf 2055 Metern Höhe, das Ziel auf 1890 Metern. Auch Wilmsmann bestätigt: „Bislang macht alles hier einen recht guten Eindruck. Der Cross-Kurs selbst verspricht mit seinen 45 Elementen durchaus interessant zu befahren zu sein.“

Strecke sollte Wilmsmann liegen

Das beschreibt Herdt so: „Hier wurden einige Module eingebaut, die man heute nicht mehr so häufig sieht. Da gibt es etwa zwei interessante Corner Jumps. Auch machen die vielen Tempowechsel das Ganze spannend. Jedenfalls hat unsere Truppe hier einen Heidenspaß.“ Da dürfte an einigen Stellen ein Überholvorgang gut möglich sein.

„Die vielen unterschiedlichen Elemente machen einen recht vielseitigen Eindruck“, bestätigt dann auch der 24-jährige Holzkirchner, dem insgesamt technisch anspruchsvolle Strecken besser liegen. Freilich ist die Strecke zum einen wegen des geringen Gefälles und auch wegen der vielen Schneefälle der vergangenen Tage bei winterlichen Temperaturen etwas langsam. „Ich bin gespannt, wie sich das mit dem Tempo bis zum Rennen am Samstag noch entwickelt.“

Schon bei Wilmsmanns jüngstem Weltcup-Auftritt auf der Reiteralm nahe Schladming war bei ihm eine deutliche Leistungssteigerung zu beobachten. „Da habe ich wirklich noch mal einen Schritt nach vorne machen und mich technisch verbessern können“, bestätigt das heimische Skicross-Ass trotz des unglücklichen wie frühen Ausscheidens (wir berichteten). Er freut sich auf das Rennen, bei dem „ich zeigen will, dass ich schnell unterwegs sein kann“.

Pech hat das deutsche Nationalteam allerdings mit dem Mixed-Team-Bewerb, der am Sonntag in Bakuriani angesetzt ist. Mangels fitter weiblicher Athleten kann man daran nicht teilnehmen.

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