Gut und präzise springen ist auch für Florian Wilmsmann das A und O in Indre Fjälls. Auf der rund einen halben Kilometer langen Geraden kann das Timing den Unterschied zwischen guten und weniger guten Resultaten ausmachen.
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Gut und präzise springen ist auch für Florian Wilmsmann das A und O in Indre Fjälls. Auf der rund einen halben Kilometer langen Geraden kann das Timing den Unterschied zwischen guten und weniger guten Resultaten ausmachen.

Florian Wilmsmann will in Idre Fjälls endlich sein Potenzial abrufen

Wilmsmann will in Idre vergangene Jahre vergessen machen

  • vonEwald Scheitterer
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Der erste Weltcup des neuen Jahres wartet auf Skicrosser Florian Wilmsmann in Idre Fjälls. In Schweden will der Holzkirchner die vergangenen Jahre vergessen machen.

Holzkirchen/Idre Fjälls – Überaus positiv sind die Erfahrungen, die der deutsche Top-Skicrosser Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning bislang im schwedischen Idre Fjälls gemacht hat, nicht gerade. In den Vorjahren flog er dort in der Regel schon in der ersten Runde raus. Dementsprechend mager waren auch seine Platzierungen – genauso wie die dort spärlich eingefahrenen Weltcup-Punkte. Diesmal stehen für die internationale Cross-Elite in den nächsten Tagen gleich drei Weltcup-Rennen auf dem Programm.

Der Crosskurs in Idre zeichnet sich vor allem mit einer sehr langen Zielgeraden aus, die mit zahlreichen Wellen und ziemlich hohen Sprüngen gespickt ist. Auf dieser über einen halben Kilometer langen Gerade wird am heutigen Mittwoch ein Sprintrennen ausgetragen. Der Qualifikationslauf ab 11.30 Uhr, die Finalheats dann ab 13 Uhr. „Das wird sicher ein von Taktik geprägtes Rennen“, erwartet Wilmsmann. Denn die Athleten, die die Vorteile des Windschatten-Fahrens am besten nutzen können, werden am Ende auch die Nase vorne haben.

Die skifahrerischen Anforderungen sind da eher gering, wenn es nur geradeaus geht. „Freilich kommt es da aber auch auf das richtige Timing an. Dass man die Sprünge so bemisst, dass man gerade bei den Landungen möglichst wenig Speed verliert“, erklärt der Holzkirchner die Problematik.

Crosser bereiteten sich im Europacup vor

Jetzt freut sich der 24-Jährige vor allem darauf, dass es nach der ausgedehnten Weihnachtspause „endlich wieder mit den Rennen losgeht“. Nach der Ruhe über die Feiertage hatte die deutsche Cross-Nationalmannschaft eine Trainingswoche auf der Reiteralm nahe dem österreichischen Skiort Schladming eingelegt. Zudem absolvierten die Athleten dort zum Abschluss auch noch zwei Cross-Europacup-Rennen.

Auch Nationalcoach Peter Stemmer (r.) ist überzeugt, dass bei Wilmsmann heuer der „Idre-Knoten“ aufgeht.

Überschaubar waren dabei die von Wilmsmann eingefahrenen Resultate, der sich mit den Plätzen 25 und sechs zufriedengeben musste. Doch dieses Intermezzo hat er bereits wieder abgehakt, denn jetzt stehen die drei Weltcups in Idre Fjälls in seinem Fokus. Dem heutigen Sprint folgen am Donnerstag und Freitag jeweils ein Qualifikationslauf über die komplette Strecke und dann am Samstag und Sonntag die beiden Weltcup-Final-Heats.

Und da will der beste deutsche Skicrosser versuchen, „voll anzugreifen“, damit zumindest die mageren Ergebnisse der Vorjahre nur noch Geschichte sind. Orientieren kann er sich am bislang letzten Rennen in Val Thorens, wo er einmal aufs Podium fuhr.

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