Florian Wilmsmann wird mit Idre einfach nicht warm.
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Florian Wilmsmann wird mit Idre einfach nicht warm.

Florian Wilmsmann scheidet in Idre Fjäll früh aus

Wilmsmann scheidet im WM-Achtelfinale aus

  • vonEwald Scheitterer
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Florian Wilmsmann und Idre Fjäll, das wird wirklich nichts mehr. Bei der Weltmeisterschaft 2021 schied er nach eigentlich überzeugender Quali bereits im Achtelfinale aus.

Holzkirchen/Idre Fjäll – Das Kapitel Idre Fjäll, also die Crossstrecke mitten in der schwedischen Einsamkeit, wird der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) sicher sehr schnell zuschlagen wollen. Vier Mal hat der Oberlandler heuer versucht, diesen speziellen Kurs zu überwinden, lediglich einmal, beim Cross-Sprint-Weltcup im Januar, gelang es ihm halbwegs, als er das sogenannte „kleine Finale“ erreichte, aber auch dort nur als Letzter ins Ziel kam.

Seine bislang letzte Pleite dort erlebte er dann am Samstag, als er bereits in der ersten Runde der ausschied und letztlich auf Platz 17 gewertet wurde: „Schon ziemlich enttäuschend. Da trainierst du eigentlich die ganze Saison auf die WM hin und dann scheide ich bereits in der ersten Runde aus.“

Dabei wäre dieses Resultat sogar noch um einiges besser gewesen, als Wilmsmanns zahlreiche Versuche in Idre in den letzten zwei bis drei Jahren. Doch am Samstag war halt Weltmeisterschaft angesagt. Und wie in vielen anderen Sportarten, ist es auch im Skicross, alles was bei einer WM zählt, ist ein Platz auf dem Siegerpodest. Davon aber war das Oberlandler Skicross-Ass meilenweit entfernt.

Bachsleitner zeigt Wilmsmann, wie es geht

Einmal mehr zeigte sich, dass prinzipiell auf der rund 800 Meter langen Zielgeraden, wegen ihrer zahlreichen Wellen und Sprüngen auch „Dragonback“ genannt, die einzelnen Heats entschieden werden. Doch selbst dieses Prinzip funktionierte diesmal bei Wilmsmann nicht. Um nämlich in den Vorteil des Windschatten-Fahrens zu kommen, muss man in Idre nach den anfänglichen drei Kurven den Anschluss zum Feld haben. Doch war da für den 24-Jährigen die Lücke zum Österreicher Sandro Siebenhofer und dem Kanadier Howden Reece bereits so groß, dass er sich nicht mehr heransaugen konnte. So fuhr er in seinem Achtelfinale ohne erkennbare Fehler mit dem gleichen Tempo wie die beiden Führenden als Dritter über den Zielstrich – und war damit aus dem Rennen ausgeschieden.

Wie man den Dragonback gut bezwingt, zeigte kurz darauf Wilmsmanns Mannschaftskollege Niklas Bachsleitner, der Eingangs der Zielgeraden sogar nur an vierter und letzter Stelle lag. Dann aber nutzte er geschickt den Zusatzspeed des Windschattens und kam als Erster ins Ziel. Nämliches gelang dem Garmischer auch in seinem Viertelfinale. Doch im Halbfinale wurde er Opfer seiner eigenen Taktik. Er fuhr da voraus, lag bis zur zweiten Zwischenzeit auf Platz eins – und wurde dann kurz vor dem Ziel von den drei Konkurrenten noch abgefangen. Als Zweiter im kleinen Finale schaffte Bachsleitner mit Rang sechs dann die beste Platzierung des deutschen Skicross-Teams bei der WM 2021 in Schweden.

Viel Zeit sich über sein Missgeschick in Idre Fjälls den Kopf zu zerbrechen bleibt Wilmsmann nicht. Denn von Schweden aus geht’s direkt auf die österreichische Reiteralm bei Schladming, wo bereits die nächsten Weltcup-Rennen anstehen. „Da hilft nur, die WM möglichst schnell abzuhaken und jetzt in Österreich wieder voll angreifen.“ Am Mittwoch ist dort der Qualifikations-Lauf angesetzt, am Freitag folgen die Finalheats.

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