Rückruf: Hersteller warnt vor Alltags-Gewürz - Verzehr kann schädlich sein

Rückruf: Hersteller warnt vor Alltags-Gewürz - Verzehr kann schädlich sein
+
Kämpfen heißt es heute im Sprint für Skilangläufer Lucas Bögl. Der Holzkirchner startet in Ruka in die neue Weltcup-Saison. 

Weltcup-Auftakt in Lappland

Lucas Bögl startet experimentell entspannt in die Saison

  • schließen

Es geht wieder los: Skilangläufer Lucas Bögl startet am Freitag in die neue Weltcup-Saison. Dabei will der Holzkirchner ein bisschen was anders machen als sonst immer.

Ruka – Hoch im Nordosten Finnlands an der Grenze zu Russland, genauer gesagt in Lappland, liegt Ruka. Seit 2002 begehen hier in der Subantarktis die Skilangläufer ihren Weltcup-Auftakt. Am Freitag ist es wieder so weit. In der deutschen Mannschaft von Bundestrainer Peter Schlickenrieder steht dann auch Lucas Bögl (SC Gaißach) aus Holzkirchen.

Lucas Bögl seit zwei Wochen in Finnland

Zwei Wochen lang bereitete sich das Team des Deutschen Ski-Verbands in Muonio auf den Saisonstart vor, am Mittwoch ging es nach Ruka. „Wir waren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Bus“, erzählt Bögl und lacht. An der Entfernung lag das freilich nicht, die Strecke beträgt nur gut 400 Kilometer. In der Nähe des Polarkreises scheint die Sonne um diese Jahreszeit aber nur von 9.30 bis 14.30 Uhr. Auf Bögls Gemüt schlug sich das genauso wenig wie die Temperaturen von bis zu Minus 15 Grad. Mehr macht dem 29-Jährigen da schon die Wetterlage zu schaffen. „Wir haben seit zwei Wochen eine Lappland-Nebelsuppe. Das ist eher bedrückend.“ So waren die von ihm geliebten Polarlichter diesmal nicht zu sehen. „Auch die Rentiere haben sich bislang vor mir versteckt.“

Lucas Bögl: „Wir gehen das experimentell an“

Dafür läuft es sportlich. In Muonio steigerte Bundestrainer Schlickenrieder auf dem 60 Kilometer langen Loipennetz noch einmal gehörig die Intensität und legte den Fokus auf ein erhöhtes Kraft-Ausdauer-Niveau. „Man macht ja kein Trainingslager, um im Hotel rumzuliegen“, scherzt Bögl. „Wir haben auch für die Wettkämpfe nichts rausgenommen. Aber ich fühle mich nicht müde.“ Generell probiert der Schlierseer Schlickenrieder in dieser Saison, in der keine Olympischen Spiele und keine Weltmeisterschaften anstehen, einiges aus. „Wir waren jetzt immer Anfang Dezember topfit, und nach der Tour de Ski ist uns im Januar bissl die Puste ausgegangen“, sagt Bögl. Das soll sich in dieser Saison ändern. „Neben der Tour sind für uns die Weltcups in Lahti und Oslo heuer der fiktive Höhepunkt“, erklärt der Holzkirchner. Zur gleichen Zeit findet nämlich ein Jahr später die Heim-WM in Oberstdorf statt. „Wir gehen das experimentell an und schauen, ob wir auf dem Punkt eine Topleistung abrufen können.“

Lucas Bögl will in Ruka in die Punkte laufen

Bis es so weit ist, stehen nun aber die ersten drei Weltcup-Rennen der Saison an. Bögl erwartet sich in Ruka allerdings nicht allzu viel. „Am Anfang sind immer alle heiß, gerade die Skandinavier haben richtig gepusht. Das wird extrem schwer.“ Vergangenes Jahr fuhr Bögl in Lappland aber in die Punkteränge. „Das ist auch diesmal mein Ziel.“ Ehrgeiziger geht der 29-Jährige dann die Tour de Ski an, die traditionell über dem Jahreswechsel stattfindet – heuer allerdings erstmals ohne Oberstdorf als Etappenort. „Das sind schon die Top 20/15 möglich.“

Lesen Sie auch:Lucas Bögls Ehrung als Landkreis-Sportler 2018

Im Weltcup muss Bögl heute Vormittag (10 Uhr Qualifikation, 12.30 Uhr Finale) mit dem Sprint in der klassischen Technik ran. Nicht gerade die Paradedisziplin des Langstreckenspezialisten. „Ich versuche, den Zeitrückstand so gering als möglich zu halten. Manchmal machen auch zwei Sekunden den Unterschied aus, ob du bei der Gruppe dabei bist oder nicht.“ Diese Zeit ist dann nämlich entscheidend für die Verfolgung am Sonntag (11.25 Uhr). Davor steht morgen, Samstag, das Rennen über 15 Kilometer an. „Ich geh’s entspannt an und freue mich drauf. Ich muss mich heuer für nichts qualifizieren und kann ein bisschen experimentieren.“

jpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Florian Wilmsmann greift wieder an
Der Skicross-Weltcup geht in die zweite Saisonhälfte. Florian Wilmsmann startet in Nakiska – bei minus 29 Grad.
Florian Wilmsmann greift wieder an

Kommentare