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In seinem Element: Lucas Bögl liebt es, sich durch ein Rennen zu kämpfen. Gelungen ist ihm das am Sonntag mit dem Lauf auf die Alpe Cermis. 

„Der Luci hat das mit Bravour gelöst“

Lucas Bögl knackt Olympia-Norm

  • Julia Pawlovsky
    vonJulia Pawlovsky
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Lucas Bögl aus Holzkirchen ist bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang dabei. Der Skilangläufer sicherte sich sein Ticket am Sonntag bei der letzten Etappe der Tour de Ski.

Val di Fiemme – Lucas Bögl hat’s geschafft: Der 27-jährige Skilangläufer darf zu den Olympischen Winterspielen im Februar in Pyeongchang (Südkorea). „Endlich, lang hat’s gedauert“, sagt Bögl am Sonntagnachmittag erleichtert. Für den Holzkirchner ist es die erste Olympia-Teilnahme in seiner Karriere.

Bögl sicherte sich das Ticket für Südkorea am Sonntag im Verfolgungsrennen auf die berühmte Alpe Cermis. Zwar kam er bei der letzten Etappe der Tour de Ski in Val di Fiemme (Italien) nur auf Platz 25. Da der Holzkirchner jedoch die neuntbeste Laufzeit des Tages vorwies, lieferte er damit die zweite Teilvorgabe für die Winterspiele. Die erste gelang ihm am Donnerstag. Bögl ist neben Thomas Bing erst der zweite Langläufer im Deutschen Skiverband (DSV), der für Pyeongchang qualifiziert ist. „Wegen mir dürfen es schon noch ein paar mehr Deutsche werden“, sagt Bögl. „Wir wollen bei Olympia ja mit einer Staffel starten.“

In die letzte Tour-Etappe startete der Holzkirchner mit einem guten Gefühl. Die anspruchsvolle Strecke auf die steile Alpe Cermis liegt dem 27-Jährigen. „Da kann ich kämpfen und mich durchbeißen, das mag ich.“ Mit Rang 25 – die gleiche Platzierung belegt er auch in der Tour-Gesamtwertung – ist er zufrieden. „Insgesamt war die Tour aber eher durchwachsen“, sagt Bögl. Lob für den Auftritt am Sonntag gab es aber vom Sportlichen Leiter beim DSV, Andreas Schlütter. „Der Luci hat das mit Bravour gelöst, und er gehört auch zu Olympia.“

Wie es bis dahin weitergeht, weiß Bögl noch nicht. „Es ist ja das erste Mal für mich“, sagt er und grinst. „Ich weiß, dass wir noch ein Trainingslager für Olympia machen, und die Einkleidung steht noch an. Aber da lass’ ich mich überraschen.“ Party-Pläne für den Abend hatte er auch nicht. „Ich denke, ich werde ein Bier trinken.“ Mehr aber nicht. „Es ist ja nicht so, dass die Saison jetzt vorbei ist.“ Vielmehr fängt sie für Bögl erst richtig an. „In 33 Tagen ist Olympia, habe ich heute gehört.“

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