Etwas mehr dürfte es für die Volleyballer sein bei Hallenzeiten und Beach-Möglichkeiten.
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Etwas mehr dürfte es für die Volleyballer sein bei Hallenzeiten und Beach-Möglichkeiten.

Nutzer bewerten die Hallen-Situation in Holzkirchen

Holzkirchner Hallennutzer mit Abstrichen zufrieden

Der Sportentwicklungsplan für Holzkirchner bewertet die Hallensituation in der Marktgemeinde als gut. Doch wie sehen es die Nutzer?

Holzkirchen – Mit dem Holzkirchner Sportentwicklungsplan soll der Sport in der Marktgemeinde auf die nächste Stufe gehoben werden (wir berichteten). Laut Untersuchung besteht vor allem im Sommer ein Überangebot an ballspieltauglichen Hallen. Perspektivisch soll eine Halle dazukommen – und dafür die Turnhalle Föching weichen. Die Heimatzeitung hat sich exemplarisch bei den Hallen-Nutzern umgehört.

Basketball

Die Basketballer der Marktgemeinde können durchaus mit ihrer Situation leben. „Eigentlich standen schon immer ausreichend Hallen zur Verfügung, wenn wir sie benötigt haben“, zeigt sich Fabian Goldammer, Zweiter Abteilungsleiter der Holzis, mehr als zufrieden. Bevor Corona nicht nur die Sportwelt durcheinander wirbelte, lebten die TuS-Basketballer quasi im Schlaraffenland, wenn es um Hallenzeiten ging. Bis zu drei Herrenteams konnten an drei Abenden pro Woche in die Batusa-Dreifachhalle. Auch in den Hoch-Zeiten der Holzis, als man von U10 bis U20 sämtliche Jahrgänge stellte, konnten alle Teams mindestens zweimal die Woche in einem Drittel trainieren. „Als alles noch normal lief, hatten wir eher das Problem, für alle Teams ausreichend Trainer zu akquirieren“, sagt Goldammer lachend. Auch für Punktspiele fand sich meist eine Lösung, wenn die Batusa-Halle mal besetzt war. „Auch wenn das dann eher weniger ein Heimvorteil für uns war, sind wir trotzdem in die Probst-Sigl-Halle oder ins Gymnasium umgezogen“, erklärt Goldammer, der selbst noch in den Herrenteams aktiv ist. „Alle Abteilungen im TuS haben da mitgeholfen, dass wir im Gymnasium oder in der Einfachhalle unterkamen“, sagt Goldammer mit Blick auf die lange Sperrung der Batusa-Halle (wir berichteten). Trotz aller Zufriedenheit haben Goldammer und die Holzis den Blick fürs Ganze nicht vergessen. Durch die vielen Trainingsausfälle und den Abbruch der Punktspielrunde sparten sich die Basketballer natürlich viele, eigentlich anfallende Ausgaben. „Wir werden darum den Spartenbeitrag für dieses Jahr nicht einziehen“, verspricht der Zweite Abteilungsleiter.

Im Schlaraffenland befinden sich die TuS-Basketballer in der Marktgemeinde.

Handball

Die Handballer der HSG Föching Schliersee sind nur Teilzeit-Gast in den Holzkirchner Hallen. Daher kann Trainerin Carmen Theer „jetzt auch nichts Negatives sagen“. Unter normalen Umständen trainieren die Herren der jungen Spielgemeinschaft einmal alle zwei Wochen in der Marktgemeinde – Theer: „Wenn wir drin waren, haben wir die ganze Halle gehabt“ – der Nachwuchs vereinzelt auch in der Föchinger Halle. Durch die gesperrte Batusa-Halle trainierten die Herren heuer hauptsächlich in Miesbach. Sobald sich die Corona-Situation wieder normalisiert hat, kann sich Theer vorstellen, dass die Handballer vielleicht häufiger in Holzkirchen zugegen sind, auch wenn es für sie persönlich „fast zu weit zu fahren“ ist.

Sporadische Gäste: Die HSG Föching Schliersee nutzt die Hallen verhältnismäßig selten.

Tischtennis

Die Tischtennisspieler sind mit dem aktuellen Status quo zufrieden. Dies waren sie bereits Mitte März, als die vorjährige Spielzeit coronabedingt vorzeitig abgebrochen wurde. Allerdings konnten Zelluloid-Artisten, als die Hallen im Sommer wieder für den Vereinssport freigegeben wurden, nicht in der angestammten Realschul-Turnhalle an der Probst-Sigl-Straße trainieren. Das Lüftungskonzept verbot hier jeglichen Sport. So wichen die Grün-Weißen als Gäste in die Schulturnhalle nach Föching aus. Als die Batusa-Halle Mitte Oktober zur Verfügung stand, erfolgte ein Umzug mit Sack und Pack. Also mit Tischen und Absperrungen. Mitte November mit dem abermaligen Nutzungsverbot für die bayerischen Sportstätten, folgte vom Verband die Entscheidung, dass das für Mitte Dezember geplante Ende der Halbserie vorgezogen wird. Die Hin- und Rückrunde wird ab Januar durch eine Einfachrunde ersetzt. Somit haben die Aktiven der vier Herren- und der beiden Jugendmannschaften aktuell keine Möglichkeit, den Schläger zu schwingen. „Wir sind mit den Belegungszeiten, dem Platzangebot und der Größe der Geräteräume zufrieden“, meint TuS-Spartenleiter Michael Janski. „Aus Tischtennis-Sicht kann alles so bleiben, wie es ist.“

Glücklich sind die Tischtennisspieler des TuS Holzkirchen mit den Möglichkeiten.

Volleyball

Drei Punkte möchten die Volleyballern des TuS Holzkirchen gerne mehr zur Diskussion gebracht sehen. Da wären zum einen die Hallenkapazitäten, die ein mehrmals die Woche stattfindendes Training aller Erwachsenen- und Jugendmannschaften ermöglichen sollten. „Da ist die Nachfrage mittlerweile so hoch, dass wir mit anderen Sparten und Vereinen in ständigem Wettbewerb sind, um zweimal die Woche trainieren zu können“, sagt Abteilungsleiter Roland Fischer. Daher wünscht er sich eine weitere Halle im Gemeindegebiet. Außerdem würden die Volleyballer gerne während ihrer langen Sommerpause deutlich mehr Beachvolleyball spielen. „Die aktuelle Ordnung verbietet uns zum einen, dass wir am Wochenende auf die Plätze dürfen“, erklärt Fischer. „Zum anderen dürfen wir die Umkleiden und Duschen der angrenzenden Gymnasiumturnhalle nicht mitbenutzen.“ So könne keine Beach-Kultur entstehen und der TuS auch keine Turniere veranstalten. Der dritte Punkt betrifft die Auflagen während der Corona-Pandemie, für die die Verantwortlichen teilweise Verständnis haben. „Dadurch war für uns kein wirklicher Trainings- und Spielbetrieb möglich. Das ist gerade im Breitensport katastrophal, weil uns die Leute wegbrechen.“ So wünscht man sich in Holzkirchen eine schnelle technische Lösung für die Realschul-Turnhalle. „Das würde die Hallensituation spürbar verbessern“, betont Fischer.

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