Die Schwimmer des SV GW nahmen heuer erstmals am Deutschen Mannschaftsschwimmen teil und stiegen zur Freude von Vorsitzender Martha Huber in die Landesliga auf. Privat
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Die Schwimmer des SV GW nahmen heuer erstmals am Deutschen Mannschaftsschwimmen teil und stiegen zur Freude von Vorsitzender Martha Huber in die Landesliga auf.

Holzkirchner Schwimmer hoffen auf ein Freibad

„Eine 50-Meter-Bahn wäre wichtig“

  • vonThomas Spiesl
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Der Holzkirchner Sportentwicklungsplan regt ein Freibad in der Gemeinde an. Die Schwimmer würde es freuen - wenn darin auch eine 50-Meter-Bahn integriert wäre.

Holzkirchen – Das Sportentwicklungskonzept der Marktgemeinde Holzkirchen wurde – wie berichtet – kürzlich vorgestellt. Darin enthalten ist auch ein Freibad für die warme Jahreshälfte, die das bestehende Hallenbad ergänzen und damit auch entlasten könnte. Wünschenswert wären laut dem abschließenden Konzept ein Schwimmbecken mit 25- und 50-Meter-Bahnen, ein Sprungbecken mit Fünf-Meter-Turm und ein separater Kinderbereich.

„Wir sind gemeinsam mit der Wasserwacht, die die gleichen Interessen hat, in diesem Gremium vertreten“, erklärt Martha Huber, Vorsitzende des Schwimmvereins Grün-Weiß Holzkirchen. „Am Anfang ging es nur um Fußball und Eishockey. Dann haben auch wir uns zu Wort gemeldet – und wir haben Gehör gefunden.“

Huber: Kein Spaßbad

Gemeinsam mit der Wasserwacht hatte man ein Positionspapier ausgearbeitet, in dem der Bedarf ausführlich erläutert wird. Für den Schwimmverein wäre es wichtig, dass ein Freibad über 50- und 25-Meter-Bahnen sowie ein Lehrbecken verfügt. „Wir haben alles vorgebracht, was wir brauchen“, sagt Huber. „Entscheidend wäre für uns, dass kein Spaßbad gebaut wird, sondern man die Möglichkeit hat zu schwimmen. Alle beklagen sich, dass die Kinder nicht mehr schwimmen können. Aber um den Kindern das Schwimmen beizubringen, brauchen wir auch die Möglichkeiten dazu.“

Ein Naturfreibad, das zwischenzeitlich vorgeschlagen wurde, mache in ihren Augen wenig Sinn. „Wir haben so viele Seen in der näheren Umgebung – da brauchen wir kein Naturfreibad. Ich habe auch nichts gegen ein Becken mit Rutsche. Wichtig ist, dass man aber auch die Möglichkeit zum Schwimmen bietet. Das vermisst man in den großen Spaßbädern oft.“

Gut vorstellen kann sie sich beispielsweise eine Kombination aus Eisstadion und Schwimmbad an einem gemeinsamen Standort. Dadurch ergeben sich Synergie-Effekte, die Abwärme des Eisstadions könnte beispielsweise genutzt werden, um das Wasser des Schwimmbads zu beheizen.

Schwimmverein will Interessenten nicht abweisen müssen

Ob und wann es mit einem Freibad klappt, ist aber noch unklar. „Es wäre wünschenswert, dass das Freibad eine höhere Priorisierung hätte. Andererseits ist aber auch klar, dass andere Maßnahmen günstiger, schneller und einfacher umzusetzen sind“, erklärt Zweite Vorsitzende Regina Schwerd, die für den Schwimmverein an den Terminen zur Sportstättenentwicklung teilgenommen hat. „Zum Bau könnten wir zum Beispiel Erfahrungen beitragen, was sich in anderen Bädern bewährt hat und was nicht.“

Für den Schwimmverein geht es vor allem darum, niemanden abweisen zu müssen und den Bedarf aus der Bevölkerung decken zu können. „In den vergangenen Jahren mussten wir immer wieder interessierte Schwimmer abweisen und Aufnahmestopps verhängen, um sicheres und hochwertiges Training anbieten zu können“, berichtet Schwerd weiter. Sofern zusätzliche Wasserfläche zur Verfügung steht, würden die Holzkirchner gerne das Angebot für Kinder und Jugendliche erweitern, mehr Trainingsmöglichkeiten für Wettkampfschwimmer und Triathleten schaffen und im Breitensport mehr Trainingseinheiten ermöglichen. Zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung ist mit dem Sportentwicklungskonzept gemacht.

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