Bekannte Schauspielerin am Starnberger See verstorben

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Trafen sich beim Festabend: (v.l.) Markus Wasmeier, seine Frau Gitti, Sportredakteurin Julia Pawlovsky und Klaus Remuta, Vater von Kunstturner Felix Remuta. Im Hintergrund: (ab.2.v.r.) Schirmherr und Landrat Wolfgang Rzehak sowie Redaktionsleiter Stephen Hank im Gespräch mit Miesbachs Zweitem Bürgermeister Paul Fertl.

Landrat spricht sich für Eishalle aus

Sportler des Jahres 2018 im Landkreis Miesbach: So war der Festabend im Landgasthof Neukirchen

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Holzkirchen hat den Landkreis Miesbach im Griff: Bei der Ehrung der Sportler des Jahres 2018 wurden nicht nur der ESC sondern auch drei Einzelsportler aus der Marktgemeinde geehrt.

Neukirchen – Landrat und Schirmherr Wolfgang Rzehak hat es gleich erkannt: „Das ist hier heute sehr Holzkirchen-lastig“, sagte er zu Beginn seiner Grußworte zur 34. Ehrung der Sportler des Jahres im Kreis Miesbach. Und das war es auch im Landgasthof Neukirchen. Schon deswegen, weil unter den gut 100 Gästen allein 20 Mann vom ESC Holzkirchen gekommen waren, um den Pokal für die Mannschaft des Jahres 2018 abzuholen.

Mit sieben Punkten Vorsprung wurden die Holzkirchen-Eishackler in der Saison 2017/18 Meister in der Bezirksliga 3, schieden dann in den Playoffs allerdings bereits im Viertelfinale aus. Dem Zuspruch der Fans tat dies keinen Abbruch: Mit 1939 Stimmen setzte sich der ESC durch. „Das war eine super Saison“, sagte Trainer Christian Frütel nun bei der Ehrung seiner Mannschaft.

Nicht ganz so gut lief es dagegen in der vergangenen Saison. „Wir haben defensiv nicht gut gearbeitet“, meint Frütel. Als dann Florian Schwarz in Fürstenfeldbruck schwer verletzt wurde (wir berichteten), habe die Mannschaft nicht mehr gut und auch nicht mehr auf Körper gespielt. Hierzu hatte der ESC-Coach am Mittwochabend Neuigkeiten mitgebracht: Schwarz wird ihn in der kommenden Saison auf der Trainerbank verstärken. „Damit bleibt er bei uns und der Mannschaft erhalten“, freute sich Frütel.

Beim ESC das Eishockeyspielen hat auch Niklas Heinzinger gelernt. Der 19-Jährige ist Eishockey-Profi bei den Tölzer Löwen und wurde Dritter bei den Nachwuchs-Sportlern. Den zweiten Platz sicherte sich hier die 16-jährige Snowboardcrosserin Celia Trinkl aus Waakirchen, die im Jahr 2018 Deutsche Jugendmeisterin wurde. Als Nachwuchs-Siegerin wurde Biathletin Johanna Puff geehrt. Mit 3020 Stimmen war sie außerdem die absolute Stimmenkönigin der gesamten Abstimmung.

Nicht zur Sportlerehrung erscheinen konnten die drei Gewinnerinnen bei den Frauen. Sowohl die Drittplatzierte, Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg, die Zweitplatzierte, Rennrodlerin Natalie Geisenberger, als auch die Siegerin, Biathletin Vanessa Hinz, ließen sich entschuldigen. Hinz, die den Titel bereits zum dritten Mal gewonnen hat, bedankte sich mit einer Videobotschaft aus dem Urlaub für die Auszeichnung.

In der Kategorie Männer waren dann erneut die Holzkirchner stark vertreten. Angefangen beim Drittplatzierten Felix Remuta, der als kleiner Bub ebenfalls beim ESC Holzkirchen auf dem Eis stand, wie Mama Andrea erzählte. Weil Felix Remuta gerade bei der Europameisterschaft in Polen turnt, vertrat sie ihren Sohn auf der Bühne.

Seinen Pokal für den zweiten Platz nahm dagegen Snowboardcrosser Konstantin Schad selbst entgegen und verriet, dass er im August zum zweiten Mal Papa wird. Ob oder wann Schad, der bereits zwei Bandscheibenvorfälle hinter sich hat, seine Karriere beendet, steht in den Sternen. „Mir ist es immer um die Gaudi gegangen“, sagte er. „Und die hab ich momentan noch.“

Bereits zum dritten Mal darf sich Langläufer Lucas Bögl Sportler des Jahres nennen. „Und i hab gmoant, es langt eich moi von mir“, sagte er und würde – wenn es denn Lesern dann nicht wirklich reicht – im nächsten Jahr wieder kommen.

Sportler des Jahres 2018 im Landkreis Miesbach: Der Festabend in Bildern

Die Geehrten

Frauen: 1. Vanessa Hinz, Biathlon, 2404 Stimmen; 2. Natalie Geisenberger, Rodeln, 1945; 3. Viktoria Rebensburg, Ski alpin, 1521.
Männer: 1. Lucas Bögl, Skilanglauf, 1938; 2. Konstantin Schad, Snowboardcross, 1806; 3. Felix Remuta, Kunstturnen, 1636.
Nachwuchs: 1. Johanna Puff, Biathlon, 3020; 2. Celia Trinkl, Snowboardcross, 1833; 3. Niklas Heinzinger, Eishockey, 1353.
Mannschaft: ESC Holzkirchen, Eishockey, 1939.

Landrat spricht sich für Eishalle aus

Ein zentrales Thema wurde bei der Ehrung der Sportler des Jahres auf der Bühne im Landgasthof Neukirchen gleich zwei Mal angesprochen: eine Eishalle für Holzkirchen. Dass Landrat Wolfgang Rzehak ein bekennender Eishockey-Fan ist – wenn auch vom TEV Miesbach – war keine Neuigkeit. Dass er sich deshalb umso mehr freute, dass der ESC Holzkirchen die Auszeichnung Mannschaft des Jahres erhielt, ist klar. 

Nun setzte er ein Statement in Sachen Eisstadion für Holzkirchen: „Es wäre wichtig für unseren Landkreis, eine zweite Eishalle zu bekommen“, sagte Rzehak bei seinem Grußwort. „Und zwar für einen Verein, der eine gute Nachwuchsarbeit macht, egal in welcher Liga.“ Dass es schwierig ist, Spieler für die Erste Mannschaft zu begeistern, weil die im Freien trainieren und spielen müssen – und zwar bei jedem Wetter, verdeutlichte Trainer Christian Frütel bei der Ehrung. „Wir brauchen unbedingt ein Eisstadion“, sagte er. 180 Mädchen und Buben sind derzeit im Nachwuchs aktiv. Drei Eigengewächse sollen in der kommenden Saison in den Erwachsenenbereich aufrücken. „Es ist nicht so einfach, Spieler zu bekommen“, sagte der Coach. „Die Problematik ist das fehlende Eisstadion.“

Zitate des Abends

„Es ist schade, dass ich nicht dabei war, weil ich bin bei vielen Weltcups dabei. Das war ein Traum, das Telefon hat nicht mehr still gestanden.“ Reiner Hinz, Papa von Vanessa Hinz schilderte, wie er den ersten Sieg im Weltcup der Biathletin erlebte.

„Wir haben Felix als Kind Eishockey spielen lassen. Während die anderen Kinder zum Tor gefahren sind, hat Felix aber immer lieber Kreise gedreht.“ Andrea Remuta, Mama von Kunstturner Felix Remuta.

„Ich hab’ ja, wer es noch nicht weiß, ein Preißndirndl geheiratet.“ Snowboardcrosser Konstantin Schad.

„Einmal loslaufen, dann ins Ziel und dann war’s das für den Tag.“ Lucas Bögl, ein Langläufer, der offensichtlich keine Sprint-Staffeln mag, bei denen er sich mehrmals in einem Rennen auf die Loipe begeben muss. 

„Die Sportlerehrung ist ein Symbol für unseren Landkreis, der ein Sportler-Landkreis ist.“ Wolfgang Rzehak, Landrat und Schirmherr der Ehrung zum Sportler des Jahres.

„Ich bin nur der, der schimpft, die Mannschaft ist die, die draußen arbeitet.“ Christian Frütel, Trainer des ESC Holzkirchen.

„Bei Familientreffen ist das Thema immer Eishockey.“ Niklas Heinzinger, Eishockey-Profi, hat den Sport in die Wiege gelegt bekommen: Er ist der Neffe von den Ex-Nationalspielern Michael und Jürgen Rumrich. Vater Hermann war früher außerdem Trainer im ESC-Nachwuchs.

„Mama wollte nicht, dass ich Snowboard fahre, dann bin ich eben zu Papa gegangen.“ Celia Trinkl hat nicht aufgegeben, um aufs Snowboard zu kommen. Heute gehört sie zum Deutschlandkader. 

„Ich denk’ noch nicht bis zum Weltcup, sondern will erst mal, dass mir Biathlon auch weiterhin Spaß macht.“ Johanna Puff, muss sich neben dem Biathlon-Spitzensport auch noch auf die elfte Klasse des Gymnasiums konzentrieren.

„Vicky ist heute bei einem Termin ihres Sponsoring-Partners, der angeblich Flügel verleihen soll.“ Christoph Fetzer, Merkur-Mitarbeiter, entschuldigt Skirennläuferin Viktoria Rebensburg.

„Sie kann wahnsinnig eisern trainieren.“ Mathias Schrön erklärt als Vorsitzender des Fördervereins des SV Miesbach, warum Rennrodlerin Natalie Geisenberger so erfolgreich in ihrem Sport ist.

„Ich hoffe, dass alle aufgedeckt werden, die nicht sauber spielen.“ Lucas Bögl, der in seiner Sportart Langlauf aktuell mit vielen Doping-Sündern zu kämpfen hat.

tas

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