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Für den Weltcup kann sich Stefanie Scherer bei der EM in Minsk empfehlen. 

Biathlon-EM in Minsk

Scherer: „Vielleicht noch einen draufsetzen“

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Bei der Biathlon-EM in Minsk wartet auf Stefanie Scherer nicht nur die Chance einen Titel, sondern auch eine mögliche Nominierung für den Weltcup.

Wall/Minsk – Es war eine lange Reise nach Weißrussland für Stefanie Scherer zur Biathlon-Europameisterschaft in Minsk, die am heutigen Mittwoch beginnt. Bis Sonntag kämpfen die Biathleten im Sportkomplex Minsk-Raubichi, der circa 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt liegt, um Medaillen. Normalerweise wäre die EM im estnischen Otepääe ausgetragen worden, wurde aber aufgrund von Schneemangel nach Minsk verlegt. Aber auch da bot sich Scherer bei ihrer Ankunft ein ernüchternder Anblick. „Es gibt seit Mittwoch drei Runden, auf denen wir laufen können“, sagt die Biathletin des SC Wall. „Das ist meine erste Europameisterschaft, und ich bin sehr gespannt darauf, wie es wird. Ich bin froh, dass ich dabei sein darf.“

Die Nominierung des Deutschen Skiverbands (DSV) hat sich Scherer während der laufenden Saison doch redlich verdient. Ist die 23-Jährige noch vor der Saison nicht einmal für den IBU-Cup nominiert worden, so hat sie sich erst im Alpencup und Deutschlandpokal bewiesen und dann im Dezember im IBU-Cup ein Rennen gewonnen. „Die Erwartungen an mich selbst haben sich im Vergleich zu vor der Saison nach den Rennen doch sehr geändert“, sagt Scherer. „Da bin ich auf einmal mit einer Platzierung fast schon unzufrieden, über die ich letztes Jahr unheimlich froh gewesen wäre. Ich kann mich also nicht beschweren.“

Bei den offenen Europameisterschaften stehen vier Wettkämpfe auf dem Programm, bei denen Scherer starten könnte. Den Anfang heute macht der Super Sprint, gefolgt von den Mixed-Staffeln und der normalen Staffel, ehe am Wochenende Sprint und Verfolgung die Titelkämpfe beschließen. „Das wird kurzfristig entschieden, wer bei welchen Wettkämpfen an den Start geht.“

Über eine Regelung der Internationalen Biathlon Union (IBU) dürfen zum Saisonabschluss immer einige Athleten aus dem IBU-Cup im Weltcup starten. Scherer kann sich bei der EM also empfehlen. „Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es so weit ist“, sagt die Wallerin. „Jetzt möchte ich möglichst die guten Ergebnisse abrufen, die ich schon zeigen konnte und vielleicht noch einen draufsetzen.“ 

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