Stefan Zellermayer vom TSV Hartpenning im Interview.
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Stefan Zellermayer vom TSV Hartpenning im Interview.

Interview mit dem Schützen des TSV Hartpenning

Stocksport-Weltmeister Zellermayer: „Mein Titel war keine Eintagsfliege“

  • vonThomas Spiesl
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In den ersten Monaten des Jahres war der Jubel beim TSV Hartpenning groß: Bei der Weltmeisterschaft der Stockschützen sicherte sich Stefan Zellermayer Anfang März gleich drei Mal den Titel. Doch dann kam die Corona-Pause.

Im Interview spricht Zellermayer über die aktuelle Situation und seine Ziele für den Winter.

Herr Zellermayer, wie waren die ersten Monate als Weltmeister?

Nach meiner Rückkehr aus Regen haben mir meine Vereinskollegen einen tollen Empfang bereitet. Dabei habe ich sie, meine Freunde und Familie am TSV-Sportheim getroffen. Doch dann kam Corona, und es haben keine Wettkämpfe mehr stattgefunden. Ich hatte mich eigentlich schon auf die nächsten Wettbewerbe gefreut, es ist schon etwas Besonderes, als Weltmeister anzureisen und dann noch Glückwünsche entgegen zu nehmen, aber es ist ja alles ausgefallen.

Wie hat sich die Pandemie für Sie persönlich und auf den Stocksport ausgewirkt?

Erst einmal war im kompletten Verein Pause. Nach den ersten Lockerungen konnten wir dann wieder zu viert Zwei-gegen-Zwei schießen. Die Trainingssituation in Schaftlach war top, aber anfangs ist das Vereinstraining in Hartpenning komplett ausgefallen und dann mussten wir uns immer absprechen, damit wir nur zu viert sind. Da ist die Motivation etwas zurückgegangen. Das ist wie beim Fußball, wo man auch wieder ein bisschen trainieren kann, aber auch das wird eher nicht so gut angenommen, obwohl die Trainer und Funktionäre ihr Bestmöglichstes geben, um das Training gut zu gestalten. Das ist momentan einfach schwierig für alle. Ich werde jetzt noch abwarten, vielleicht bis August, bis alles wieder einigermaßen normal läuft. Dann bin ich aber sicher wieder heiß darauf zu schießen. Aber die freie Zeit war kein Problem für mich, weil ich in der Uni sowieso Stress habe bis Mitte Juli.

Welche Ziele haben Sie sich für die Wintersaison gesetzt, sofern geschossen werden darf?

Viel mehr als den Weltmeister-Titel kann ich nicht erreichen. Ich hoffe im Winter, dass wir mit der Herren-Mannschaft in der Bundesliga Erfolge feiern können. Wir waren jetzt immer zwischen Platz sieben und zehn, aber wir haben das Potenzial, auch in der Spitze mitzuschießen. Bei den internationalen Wettkämpfen möchte ich außerdem beweisen, dass mein Weltmeistertitel mit 21 keine Eintagsfliege war.

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