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Talent mit großem Ziel: Ben Kelling vom GC Valley deutscher AK18-Meister

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Zufriedenes Erfolgsgespann: Deutscher AK18-Meister Ben Kelling und sein Trainer Danny Wilde.
Zufriedenes Erfolgsgespann: Deutscher AK18-Meister Ben Kelling und sein Trainer Danny Wilde. © WED

Mit dem Sieg bei der Deutschen Meister der Altersklasse 18 macht Ben Kelling vom GC Valley erstmals auf sich aufmerksam. Sein großer Ziel ist der Ryder Cup.

Valley – Meisterschaften und Turniersiege sammeln, das gehört fast schon zum Tagwerk bei den Golfern des GC Valley. Der deutsche Meistertitel von Ben Kelling zählt aber wohl zu den Highlights in dieser Saison. Bei den Jungen der Alterklasse 18 sicherte sich der 17-jährige Gymnasiast auf der Anlage des Lübeck-Travemünder GC überraschend den Siegerpokal.

Mit Runden von 69, 66 und 67 Schlägen, also unglaubliche 17 unter Par, wies Kelling auch den Titelverteidiger Tom Haberer vom GC Hannover auf die Plätze. „Nach dem Bogey auf der drittletzten Bahn habe ich selber eigentlich nicht mehr so richtig dran geglaubt“, erinnert sich Kelling. „Doch der gelochte Birdie-Putt auf der 17 war schon richtig gut. Auf dem 18. Tee dachte ich dann so bei mir: Jetzt oder nie, auf diese Chance hast du lange hingearbeitet.“ Und als dann auch noch der letzte Putt zum Birdie fiel, war die Überraschung perfekt. „Ich war sehr froh und erleichtert“, erklärt der junge Mann fast etwas unterkühlt seinen bislang größten Erfolg. Für Valleys Headcoach Danny Wilde ist das allerdings eine gar nicht so große Überraschung. „Ben ist sicher ein außergewöhnliches Talent. Aber Talent waren schon viele. Was ihn so besonders macht, ist seine zielgerichtete Mentalität, die ihm über vieles hinweg hilft und die er sich hoffentlich noch lange erhält.“

Seine ersten Golfschwünge machte Ben Kelling im GC Schloss Maxlrain, war dann aber schnell zum GC Mangfalltal gewechselt. Vor rund zwei Jahren ging es schließlich nach Valley, um mit Danny Wilde zusammenarbeiten zu können. „Mit ihm möchte ich nun weiter an meinem Spiel feilen“, wünscht sich Kelling. Seine Eisenschläge findet er schon ganz gut, „aber im kurzen Spiel und beim Putten ist noch viel Potenzial nach oben.“

Kelling träumt von Ryder Cup

Für den Erfolg geht Kelling ohnehin weite Wege. Zum Beispiel jeden Tag vom Elternhaus in Bad Feilnbach zur Schule nach Bad Aibling. Dort macht er in diesem Schuljahr sein Abitur. Und nachmittags mit dem Zug nach Holzkirchen. Von dort aus geht Kelling die 3,5 Kilometer zu Fuß zum Golfplatz. Wer solch weite Wege geht, hat auch hohe Ziele und große Träume. „Mein größter Traum wäre es einmal im Ryder Cup zu spielen.“ Um beim zweijährigen Vergleich zwischen Nordamerika und Europa abschlagen zu dürfen, muss Kelling erst einmal Profi werden und zur Elite in Europa zählen.

Sein größtes Vorbild hat dieses Ziel bereits geschafft. „Zu Victor Hovland schau’ ich schon etwas auf“, verrät Kelling. Der Norweger ist der Shootingstar der Szene und ähnelt gerade mit seiner geerdeten Ruhe und Mentalität sehr dem Nachwuchsmann. „Aber alles nacheinander – ein Zwischenziel folgt dem nächsten“, erklärt der 17-Jährige sehr glaubhaft seine Pläne. „Auch wenn es, wie gesagt, erst einmal nur ein Traum ist.“ Jörg Wedekind

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