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Endlich loslegen durften am Wochenende auch die kleinsten Tennis-Spieler der Region. Doch einige Mannschaften haben ihre Meldungen zurückgezogen. 

Tennis-Auftakt im Landkreis

Tennis: Zwölf Klubs spielen mit 82 Mannschaften

  • vonHeidi Siefert
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Zwölf Klubs mit 82 Mannschaften aus dem Landkreis treten heuer auf den Tennisplätzen an. Ohne Corona wären es vermutlich einige mehr gewesen

Holzkirchen – „Spiel. Nicht abklatschen!“ Mit weit vor sich gestrecktem Tennisschläger hüpft Tim (7) nach dem Match in Richtung Netz, um sich mit gebotener Distanz von seiner Gegnerin zu verabschieden. Statt Händeschütteln werden zum Abschluss die Rackets aneinander geklopft. Bis zum Sportgruß drückt Corona den Stempel auch der Übergangssaison 2020 auf, die vergangene Woche mit den Punktspielen begann. Auch im Landkreis, wo nach dem ein oder anderen Werktags-Match der Senioren am Wochenende das Gros der Teams antrat.

So wie Tim vom TC Holzkirchen im Kleinfeld U9. Es ist ungewohnt ruhig auf der Anlage im Krankenhaus-Park. Nur auf den Plätzen eins und zwei herrscht emsiges Treiben der jüngsten Tenniscracks. Platz drei und vier bleiben leer, obwohl auch dort Spiele angesetzt gewesen wären. Doch coronabedingt gab es etliche Rückzieher. So besteht die Kleinfeld-Gruppe 539 nur noch aus zwei Mannschaften. Statt aufgeregt herbeigesehntem Saisonbeginn haben die Mädchen und Buben spielfrei.

6800 Mannschaften sind in Bayern am Start – weniger als die Hälfte der ursprünglich gemeldeten 12 410 Teams. Vor allem in Niederbayern (60 Prozent), Schwaben (59 Prozent) und der Oberpfalz (49 Prozent) waren die Vereine zurückhaltend und nutzten die Möglichkeit, sich straffrei abzumelden. Im Landkreis zog nur der TV Dürnbach komplett zurück. Die anderen Vereine treten –mitunter leicht dezimiert – an, überwiegend mit Kindern und Teams im fortgeschrittenen Alter. Insgesamt mischen 82 Mannschaften aus zwölf Klubs mit.

Kaffee im Thermosbecher statt im Klubheim

17 davon vom TC Holzkirchen, bei dem alle zehn gemeldeten Kinder-Teams spielen. „Cool, dass sich alle engagieren und reinhängen“, freut sich Jugendwart Roland Schuler, der das erste Spielwochenende rundum positiv bilanziert: „Alle haben sich sehr gut an die von den Mannschaftsführern kommunizierten Vorgaben gehalten, die zusammen mit den Eltern umgesetzt wurden. Nur, weil die Eltern mitziehen, geht es.“ Durch die Bank sei der Tenor gut, und „ausnahmslos alle sind froh, dass die Kinder was zu tun haben“.

Dafür nimmt jeder die Regeln in Kauf. Das beginnt mit der Registrierung aller, die sich auf der Anlage aufhalten. Einzig die auf dem Spielbericht ohnehin schriftlich registrierten Spieler müssen sich nicht eintragen. Während sich an feucht-kalten Tagen normalerweise im Klubheim Eltern bei heißem Kaffee aufwärmen, stehen sie jetzt einzeln verstreut im Park und trinken aus Thermosbechern das von daheim Mitgebrachte. Eine Mama verteilt mit Mundschutz und Handschuhen zwischen Einzel und Doppel Bananen und Muffins.

Leberkassemmeln to go

„Von unseren Gäste-Kindern haben sich diesmal die Gegner auf eigenen Wunsch was mitgebracht. Bei den Herren gab‘s Leberkassemmeln to go“, berichtet Weyarns Sportwart Axel Petri. „Es war super. Alle waren froh, dass sie auf den Platz konnten“, resümiert er das Wochenende, das wegen des Regens mit einer Verschiebung der U9 begann.

Nicht unter den sechs von zehn Mannschaften dabei sind heuer die Landesliga-Frauen als Aushängeschild des Vereins. Sie zogen frühzeitig zurück. So wie die Herren 65, die befürchtet hatten, dass keine Doppel gespielt würden. Bei allen, die gespielt haben, sei auf jeden Fall die positive Stimmung rüber gekommen. Und aus gebührendem Abstand hinter dem Zaun hätte das auch der ein oder andere Passant beobachtet.

Weitere Lockerungen seit Montag

Auch auf dem Platz, wo sich beim Samstagsspiel der Bambini 12 in Otterfing die Doppel-Teams mit Corona-Ellbogencheck motivierten, während sich auf der Anlage diejenigen gut aus dem Weg gehen konnten, die gerade nicht im Einsatz waren. Dass sie danach nicht, wie üblich, am großen Tisch beieinander saßen und eifrig über Gott und die Kinderwelt diskutieren konnten, nahmen sie gelassen. „Corona“, erklärt der Tennisnachwuchs, und packt die Taschen.

Seit Montag dürfen Tennisspieler Umkleidekabinen und Duschen unter Auflagen wieder nutzen. Für die Anreise bei Auswärtsspielen sind wieder Fahrgemeinschaften möglich, sofern alle außer dem Chauffeur Mund-Nase-Schutz tragen. Ebenfalls erlaubt sind nun Vereinssitzungen mit bis zu 50 Personen in Innenräumen, bis zu 100 im Freien. Auch hier gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Vereine, die ihre Klubhäuser in Eigenbewirtschaftung betreiben, dürfen zwischen sechs und 22 Uhr Getränke und Speisen ausgeben, die im Freien verzehrt werden können. Das gilt auch für das übliche Mannschaftsessen im Anschluss an Medenspiele. Buffets sind nicht vorgesehen.

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