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Nie geahnter Erfolg für Annemarie Häusler

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Zwei Medaille holte sich Annemarie Häusler. © kn

Annemarie Häusler aus Föching holt bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft im Tischtennis zwei Medaillen. „Ich muss das erst einmal verarbeiten“, sagt die 65-Jährige dazu.

Dillingen – Mit der Teilnahme an der Deutschen Seniorenmeisterschaft ist für Annemarie Häusler ein Traum in Erfüllung gegangen. Als dreifache Bayerische Meisterin in Einzel, Doppel und Mixed (wir berichteten) erhielt die Föchingerin eine Einladung nach Dillingen. Und in Schwaben wuchs die 65-Jährige über sich hinaus: Sie erkämpfte den Titel im Doppel und einen nie erhofften zweiten Platz im Einzel.

„Ich muss das erst einmal verarbeiten. Vor allem im Einzel-Halbfinale hing alles an einem seidenen Faden“, sagt Häusler. Die erste Messlatte schaffte die Blockspezialisten mit Bravour. Sie gewann alle drei Einzel in der Vierergruppe ohne Satzverlust. In der Hauptrunde der besten Sechzehn ging es im K.o.-System dann Schlag auf Schlag.: Zuerst eliminierte sie die Baden-württembergische Meisterin Barbara Kamleitner (TSG Ailingen) mit 3:1, dann die Sächsische Meisterin Lilija Dieterle mit dem gleichen Resultat.

Im Halbfinale aber schien das Ausscheiden vorgezeichnet. Irma Barillon, die zuvor die amtierende Deutsche Meisterin Christel Diefenbach niedergerungen hatte, war gegen Häusler mit 2:0 in den Sätzen und einem 10:6-Vorsprung im dritten Durchgang ganz dicht vor dem Einzug in das Endspiel. „Es war wie bei einer Gummiwand. Egal, was ich gemacht habe. Der Ball kam zurück“, resümierte die Föchingerin.

Sie sah nur noch eine Möglichkeit, um den siegbringenden Punkt von Barillon zu verhindern: ein Zeitspiel. Die erste Hürde hierzu war es, im dritten Satz die Zehnminuten-Grenze zu überdauern. Die zweite, dass bereits ein einziger Fehler von Häusler beim Stand von 6:10 das Aus bedeutete. Aber die Föchingerin schaffte Beides. 10:10 zeigte das Zählgerät, als die Zeitregel in Kraft trat.

Und fortan war Barillon im Nachteil. Die Verteidigerin vom TTC Lampertheim schaffte es bei eigenem Aufschlag nur selten, nach dem 13. Ballkontakt den Punkt zu erzielen. Dass Häusler im Endspiel gegen Rose Diebold aus Karlsruhe unterlag, nahm sie auf die leichte Schulter. „Da war ich platt, wie nach einem Marathonlauf.“

Im Doppel stand die Föchingerin zusammen mit Diefenbach am Tisch. Und die beiden ergänzten sich prächtig. Häusler blockte mit einer minimalen Fehlerquote und die entthronte Deutsche Einzelmeisterin schloss die Ballwechsel mit wuchtigen Endschlägen ab. Mit einer Gold- und eine Silbermedaille ausgezeichnet, kehrte die Mannschaftsspielerin des SV Warngau zurück. Wohl wissend, dass ihr in Dillingen der größte Erfolg ihrer Karriere gelang.

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