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Bester Deutscher Skicrosser: Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning.

Titel zum Abschluss

Wilmsmann Deutscher Meister im Skicross

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Es ist die Krönung einer ganz starken Saison: Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning ist Deutscher Meister im Skicross.

Der 23-Jährige setzte sich am Sonntag in Grasgehren (Allgäu) im Finale gegen Daniel Bohnacker (SC Gerhausen), Tobias Müller (SC Fischen) und Tim Hronek (SV Unterwössen) durch. Das Ergebnis zeigt, dass die deutschen Skicrosser das letzte Rennen des Winters bei frühlingshaften Temperaturen dann noch mal Ernst genommen haben. „Es packt einen dann doch der sportliche Ehrgeiz“, sagt Wilmsmann und lacht. „Im Finale waren auch die besten Vier von uns.“

Und Wilmsmann gehört definitiv dazu, das hat der Holzkirchner heuer eindrucksvoll bewiesen. In seiner dritten Weltcup-Saison ist der 22-Jährige sogar der beste Fahrer des Deutschen Skiverbands: In der Weltcup-Gesamtwertung liegt er auf Platz fünf. Der Gesamtsieg ging an Bastien Midol vor Jean-Frédéric Chapuis (beide Frankreich), Alex Fiva (Schweiz) und Brady Leman (Kanada). Wilmsmann ist zudem der einzige Deutsche, der mit Rang zwei am Feldberg (Hochschwarzwald) einen Podestplatz geholt hat.

Dass es in diesem Winter so gut laufen würde, hat Wilmsmann selbst nicht erwartet. „Ich habe mich schon gut gefühlt“, sagt er. „Aber ich habe im Sommer zwei Monate verpasst.“ Wie berichtet, musste er sich ein kleines Überbein an der linken Ferse entfernen lassen und konnte nicht trainieren. Im September stürzte dann auf die Schulter und musste erneut sechs Wochen pausieren. „Hinten raus was das ein Vorteil“, sagt er heute. Wilmsmanns Stärke ist der Start, das Überholen liegt ihm weniger. „Durch die Schulter konnte ich im November noch nicht so gut starten, und musste das Überholen üben.“ Das kam ihn später in so manchem Rennen zugute. „Dieses Jahr haben sich meine Überholqualitäten verbessert.“

Sein Ziel waren die Top 15 im Gesamt-Weltcup. Schon im ersten Rennen Mitte Dezember in Arosa (Schweiz) fuhr er auf Rang sieben. „Idre war dann ein Ausrutscher“, sagt er. In Schweden Mitte Januar war der Holzkirchner nach der Qualifikation noch Dritter, wurde im Rennen aber nur 25.. Wilmsmann ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen. „Ich weiß, was die Probleme waren.“

Höhepunkt war natürlich der erste Podestplatz. „Der Feldberg war ein cooles Event, da hat alles gepasst“, sagt der 22-Jährige. Nicht nur sportlich war der Heimweltcup ein voller Erfolg, auch Wilmsmanns Familie dabei. „Das war das erste Mal, dass alle zugeschaut.“ Neben dem zweiten Platz nimmt der Holzkirchner eine wichtige Erkenntnis mit in den Sommer: „Egal welches Rennen, ich kann um die Top 15 mitfahren.“ Ziel für kommenden Winter es nun, diese Konstanz beizubehalten. Irgendwann sollen es die Top Acht werden. „Das muss Schritt für Schritt gehen“, sagt er. „Das ist nicht so leicht.“

Bis es so weit ist, hat Wilmsmann nun aber etwas Pause. Richtig frei hat er nur diese Woche. „Ich muss nächste Woche zur Bundeswehr nach Hannover.“ Mit der Sportfördergruppe steht in Niedersachsen ein vierwöchiger Lehrgang zum Unteroffizier und Feldwebel auf dem Programm. „Für die Uni muss ich auch bissl was machen.“ Mitte Mai beginnt dann bereits die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020. Und wenn dieser Winter eines gezeigt hat, dann dass mit Florian Wilmsmann zu rechnen ist.

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