Nur Zentimeter fehlten Lucas Bögl in der Verfolgung von Toblach zu Platz neun. Im Val di Fiemme verpasste der Holzkirchner im Einzel die besten Zehn allerdings deutlich. Foto: PEter Kornatz
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Nur Zentimeter fehlten Lucas Bögl in der Verfolgung von Toblach zu Platz neun. Im Val di Fiemme verpasste der Holzkirchner im Einzel die besten Zehn allerdings deutlich.

Einzel im Val di Fiemme

Bögl verpokert sich: Mit falschen Ski nur Platz 30

  • vonMichael Eham
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Die Top Ten geknackt hatte Lucas Bögl bei der Tour de Ski zuletzt auch dank des guten Materials. Beim Einzel im Val di Fiemme verpokerte er sich aber nun bei den Ski.

Holzkirchen/Val di Fiemme – Auf die beiden starken Ergebnisse während der Woche folgte für Lucas Bögl ein ernüchternder Massenstart im Val di Fiemme. Zum Auftakt des letzten Tour-Wochenendes verpokerte sich der Holzkirchner bei seiner Wahl der Ski und musste sich mit Platz 30 zufriedengeben.

Im Telefoninterview nach dem Rennen klingt Bögl erschöpft. Das resultiere aber mehr aus der Ernüchterung als aus der Erschöpfung nach bisher sechs Rennen in acht Tagen Tour de Ski, erzählt er. „Der Massenstart hier ist meine persönliche Achillessehne“, hadert Bögl. „Das liegt ein Fluch auf mir, sodass ich es einfach nicht gebacken kriege, hier ein gutes Rennen abzuliefern.“

Am Freitag lag das auch an der Wahl seiner Ski. Beim Massenstart im klassischen Stil habe er einen etwas zu glatten Belag gewählt, wodurch er besonders bei Anstiegen zu kämpfen hatte. „Das geht auf meine Kappe“, gesteht sich der 30-Jährige ein. „Ich habe mich vor dem Rennen eigentlich ganz gut gefühlt und mich verpokert.“

Am Ende stand ein Rückstand von 1:11 Minuten auf den erneuten Sieger Alexander Bolshunov (Russland), der die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von mehr als zweieinhalb Minuten anführt. Im Laufe des Rennens kämpfte Bögl dann um jede Sekunde, die in der Gesamtwertung wichtig sein kann. Denn trotz des durchwachsenen Rennens blieb der für den SC Gaißach startende Holzkirchner im Klassement 13. Er selbst gehe davon aus, im Sprint am Samstag noch ein paar Plätze zu verlieren, „die will ich dann im Finale am Sonntag wieder gutmachen“.  

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