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Ist bereit: Felix Remuta hat sich intensiv auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet.

Deutsche Meisterschaften im Gerätturnen

Remuta hofft bei DM auf Medaillen

  • vonChristoph Fetzer
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Felix Remuta geht am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen an den Start. Im Boden und Sprung hofft der Holzkirchner auf eine Medaille.

Leipzig/Holzkirchen – Turner Felix Remuta denkt momentan in drei Etappen: Leipzig 2018, Stuttgart 2019, Tokio 2020. Die Olympischen Sommerspiele in Japan in zwei Jahren sind das große Ziel des 20-jährigen Holzkirchners. Vor den Wettkämpfen in Tokio stehen aber noch zwei weitere größere Ereignisse an.

Im kommenden Jahr finden die Weltmeisterschaften im Gerätturnen in Stuttgart statt. Eine Heim-WM – natürlich wäre Remuta da gerne dabei. Schließlich hat er noch nie an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Theoretisch könnte er dieses Ziel aber schon in wenigen Wochen erreichen. Ende Oktober kämpfen die besten Turner der Welt in Doha (Katar) um Medaillen. „Das könnte knapp werden“, sagt Remuta allerdings. Er rechnet nicht unbedingt damit, sich für die WM 2018 zu qualifizieren.

Also konzentriert sich der Holzkirchner auf das erste Etappenziel. An diesem Wochenende finden in Leipzig die Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen statt. Der Wettkampf dient als zweite Qualifikationsrunde für die WM in Doha. Bei der ersten Runde war Remuta im Mehrkampf nur auf dem neunten Platz gelandet. Auch deswegen gilt in Leipzig der Hauptfokus nicht der WM-Qualifikation. „Ich will einfach meine Übungen gut durchturnen“, sagt er. „Sie sind ein gutes Stück sicherer und sauberer geworden. Diese Stabilität möchte ich auch bei den Deutschen Meisterschaften zeigen.“

Am Mittwoch fand ein Übungsdurchgang statt, in dem Remuta den Wettkampf von Leipzig simulierte. „Anschließend geht es ans Nachschulen, da werden die letzten Fehler ausgemerzt“, sagt er. Am Freitag ist Anreisetag, die Turner machen sich in Leipzig mit den Geräten vertraut. Der Mehrkampf steht am Samstag an, am Sonntag sind die Gerätefinals an der Reihe. „Bei meinen Spezialgeräten Boden und Sprung hoffe ich auf ein Finale, und ich strebe auch eine Medaille an“, sagt Remuta.

An beiden Geräten hat er sich weiter verbessert. Anfang des Jahres hat Remuta sein Bodenprogramm ein wenig umgebaut und zwei Kombireihen mit Salti und Schrauben in den Mittelpunkt seiner Übung gestellt. „Jetzt liegt der Schwerpunkt aber auf dem Mehrkampf. Bei der WM und dann auch bei Olympia werden Turner gebraucht, die da gut sind.“

Acht Monate lang hat sich der Holzkirchner voll und ganz auf seinen Sport konzentrieren können. Von seinem Arbeitgeber, der Bayerischen Landespolizei, wurde er freigestellt. Bald geht die Ausbildung aber weiter. „Ich freue mich schon drauf“, sagt Remuta. „Am Anfang wird es vielleicht eine kleine Umstellung, neben dem Turnen auch zu arbeiten. Aber ich habe ja schon ein Jahr hinter mir und weiß, was mich erwartet.“

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