+
Soll frischen Wind in die Offensive bringen: Emin Kaya gilt als flexibel einsetzbare Allzweckwaffe.

TuS Holzkirchen mit Doppel-Spieltag an Ostern

Ums Überleben kämpfen

  • schließen

Das Fußballjahr 2018 hat für den TuS Holzkirchen denkbar schlecht begonnen: Null Punkte und 0:5 Tore aus zwei Partien stehen für den Aufsteiger zu Buche. Und gerade jetzt an den Osterfeiertagen muss die Elf von Coach Gediminas Sugzda innerhalb von drei Tagen zweimal auswärts antreten.

Mit dem TSV 1874 Kottern wartet am Samstag der erste Brocken, ehe am Ostermontag das Ziel der Holzkirchner TSV 1865 Dachau lautet. Während der Abstand zu den Plätzen 14 bis 17 schon ein wenig schmolz, bleibt die Situation in der TuS-Innenverteidigung weiterhin kritisch – Lars Doppler und Maxi Schulz fallen beide noch für mindestens zwei Pflichtspiele aus.

TuS-Trainer Sugzda will die 0:2 Pleite beim TSV Schwabmünchen nicht überbewerten. „Meine Enttäuschung hält sich noch in Grenzen“, sagt er, schiebt allerdings nach: „In den nächsten Spielen sind unsere Führungsspieler gefragt. Es darf jetzt nicht gejammert und gehadert werden, sondern die komplette Gruppe muss ums Überleben kämpfen.“

Sollte der TuS mit leeren Händen aus dem Auswärtstrip hervorgehen, steckt der Vorjahres-Landesligameister mitten im Abstiegskampf. Derzeit beträgt das Polster auf Platz 14 – dort rangiert aktuell die SpVgg Hankofen-Hailing – sieben Punkte, doch je näher die Verfolger rücken, desto mehr Druck droht sich auf die Holzkirchner Akteure zu übertragen.

Marco Höferth, der derzeit als Innenverteidiger-Vertretung auftritt und gegen Schwabmünchen trotz der zwei Gegentore überzeugte, kennt solche Szenarien aus seinen Zeiten beim BCF Wolfratshausen. „Das A und O ist, dass wir in den restlichen Spielen geschlossen auftreten, Zweikämpfe annehmen und gute Körpersprache zeigen – fußballerisch sind wir gut genug“, erklärt der 30-Jährige. Dies sieht Sugzda genauso: „Marcos Funke muss auf die ganze Mannschaft überspringen. Wir wollen den direkten Klassenerhalt so früh wie möglich klarmachen.“

In Sachen Annahme von Zweikämpfen ist der TSV Kottern jedenfalls ein Paradebeispiel. Der kommende Kontrahent der Holzkirchner scheut keinen Wettstreit um den Ball und zermürbt so reihenweise Gegner – mit einem Sieg könnte Sugzdas Elf jedoch bis auf fünf Zähler aufschließen. „Kottern lebt genau diese Tugenden vor, die wir jetzt brauchen. Die gehen in Zweikämpfe, als gäbe es kein Morgen mehr“, beschreibt der Fußballlehrer den Gegner. „Was Mario Jokic da hinten spielt, ist unvergleichlich. Wir müssen da mit allen Mitteln dagegenhalten.“

Hierbei mithelfen können bei den Holzkirchnern immerhin wieder Stefan Lechner und Emin Kaya. Ersterer kommt nach einer sehr langwierigen Rückenverletzung, die ihm den Großteil der Hinrunde kostete, immer besser in Tritt. Ein Startelf-Einsatz des Stürmers könnte helfen, die derzeit phasenweise zu verspielte Offensive zu beleben. Kaya dagegen stellt eine weitere flexible Alternative auf vielen Positionen dar, die jederzeit frischen Wind bringen kann. „Diese beiden Spieler machen uns besser“, ist sich Sugzda sicher. „Wir werden ein paar Änderungen vornehmen. Dann bin ich mir sicher, dass wir vorne bald wieder treffen.“

Auch gegen den Tabellenachten aus Dachau sollen Treffer her, wenn der TuS am Ostermontag zum dritten Auswärtsspiel in Folge ausrückt. Trotzdem dürfte gegen TSV das Hauptaugenmerk vor allem auch auf der Defensive liegen. Nach derzeitigem Wissensstand kommt unter anderem auf Höferth und Dominic Baumann die Aufgabe zu, Christian Doll und seine offensiven Kollegen zu bändigen. Doll selbst steuerte zu den bisher 52 Toren, die Dachau erzielt hat, 15 Buden bei. Es wird also Zeit, dass der TuS seinen Rhythmus findet, die Balance zwischen Offensive und Defensive austariert und seine Ur-Tugenden ausgräbt. Spielerisch ist Holzkirchen gut genug.

Zum Spiel

Samstag, 31. März, 15 Uhr, TSV Kottern, Kunstrasenplatz.

Voraussichtliche Aufstellung: Zeisel – Preuhs, Höferth, Baumann, Korkor – Kaya, Gulielmo, Hahn, Sontheim – Allgeier, Lechner.

Auf der Bank: Zimmerhakl, Doppler, Mättig, Pummer, Ljumani, Mayer, Fischer.

Schiedsrichter: Maximilian Riedel (FC Horgau).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare