Manfred Rau aus Valley
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Die Medaille hat sich Manfred Rau verdient.

Valleyer Manfred Rau fährt von Berlin nach München

700 Kilometer in 53 Stunden

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Manfred Rau aus Valley hat wieder fleißig Kilometer auf dem Fahrrad gesammelt. Der 54-Jährige ist von Berlin nach München gefahren.

Valley – Wenn sich Manfred Rau aus Valley aufs Fahrrad setzt, gehen die Kilometer gerne mal in den dreistelligen Bereich. Während viele Sportler lange Zeit auf ihr Hobby verzichten mussten, hatte der 54-Jährige Glück und sammelte heuer schon rund 6500 Trainingskilometer. Zufällig erfuhr der Hobbysportler von einem Radrennen von Berlin nach München und zurück – und meldete sich an.

Allerdings wählte Rau, der einer von nur 99 Teilnehmern war, die halbe Strecke von Berlin nach München mit rund 700 Kilometern und 5500 Höhenmetern. Morgens um 8 Uhr fiel der Startschuss am Berliner Olympiastadion. „Bei angenehmen Temperaturen trafen sich gut 60 Teilnehmer aus Holland, Schweiz, Tschechien und Gesamt-Deutschland“, berichtet Rau. Der älteste Teilnehmer sei ein 70-jähriger Niederländer gewesen. 64 Stunden hatten die Veranstalter als Zeitmaximum veranschlagt.

Die erste Etappe, rund 200 Kilometer, führte die Gruppe zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, weiter ging es neben der weißen Elster nach Waldershof und über das Schloss Stefling schließlich zu seinem Ziel nach München. „Die Strecke war weit mehr als anspruchsvoll und verlief über unterschiedlichsten Arten von Kopfsteinpflaster und Berganstiege, die geschuldet der Gesamtstrecke nur noch geschoben wurden.“ Hinzu kam die Sonne, die mit bis zu 37 Grad Celsius vom Himmel brannte.

Drei Tage Hitze, aber immerhin kein Regen

Durch diese Umstände war das Feld bereits nach 60 Kilometern derart auseinandergezogen, dass die Sportler effektiv für sich alleine fuhren. Zudem fanden einige Teilnehmer den Verkehr auf den Straßen als zu gefährlich und gaben vorzeitig auf – Rau fuhr weiter: „Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch tun!“

München erreichte Rau nach 53 Stunden und fuhr insgesamt 702 Kilometer. „Leider mit drei Tagen Hitze – aber zumindest kein Regen.“ Zieht man je drei bis vier Stunden Schlaf pro Nacht sowie die Essenspausen ab, saß der Valleyer etwa 35 Stunden auf dem Rad. Die Corona-Maßnahmen des Veranstalters lobt er. Da er gut zwei Drittel der Strecke alleine fuhr, „war das Rennen trotz allem sicherer als ein Einkaufsbummel in der Stadt“.

Ein nächstes Ziel hat sich der Valleyer bereits gesetzt: 2021 soll, sofern möglich, ein Radrennen von London nach Edinburgh und zurück stattfinden. 1500 Kilometer, einmal über die Insel.

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