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Gemeinsam auf Hawaii: (v.l.) Lisa Marie, Florian und Holger Wilmsmann. 

Die Wilmsmanns – eine sportliche Familie

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Die Wilmsmanns sind eine sportliche Familie. Lisa Marie gewann heuer den Alpentriathlon Schliersee, Florian ist Weltcup-Skicrosser und Papa Holger Ironman-Finisher.

Holzkirchen – Die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii ist der wohl legendärste Ausdauerwettkampf der Welt. Der Transalpine-Run wohl einer der härtesten Laufwettbewerbe Europas. Und die Olympischen Spiele der Traum eines jeden Einzelsportlers. Diese drei Ziele hat eine Familie aus Holzkirchen in den vergangenen zwei Jahren alle erreicht.

Alle drei Wilsmanns haben ihre Ziele erreicht

Papa Holger Wilmsmann (55) war in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal auf Hawaii, um bei der Weltmeisterschaft der Triathlon-Langdistanz an den Start zu gehen. Tochter Lisa Marie Wilmsmann (25) gewann 2019 nicht nur den Alpentriathlon am Schliersee, sondern wurde gemeinsam mit ihrer Partnerin Ricarda Ida Gümmer Dritte beim Transalpine-Run im September. Dabei ging es über acht Etappen, 266 Kilometer und 15 565 Höhenmeter von Oberstdorf bis Sulden/Ortler (Italien). Nicht zuletzt hat sich der jüngste im Bunde, Sohn und Skicrosser Florian Wilmsmann (23), für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea qualifiziert.

Lisa Marie und Florian feuern Holger Wilmsmann auf Hawaii an

Zu dritt waren die Wilmsmanns im Oktober auf Hawaii, und dabei hatten alle eine besondere Mission. Holger startete bei der WM, Lisa Marie war als Reiseleiterin vor Ort und Florian trainierte zwei Wochen – eine Woche Ausdauer und eine Woche im Fitnessstudio.

Als Quereinsteiger kam Holger Wilmsmann erst mit 40 Jahren zum Triathlon, als er seinen ersten Marathon lief. „In der Jugend habe ich hauptsächlich Tennis gespielt. Als ich 1994 nach Holzkirchen gekommen bin, bin ich dann viel Mountainbike gefahren und war Bergsteigen“, erzählt der gebürtige Stuttgarter. Gemeinsam mit den beiden Kindern gingen er und seine Frau Dagmar häufig Skifahren, Wandern und Radfahren. „Das hat natürlich den Grundstein für unsere Karrieren gelegt“, erinnert sich Skicrosser Florian Wilmsmann.

Holger Wilmsmann gewinnt in seiner Altersklasse

Nachdem Holger Wilmsmann schon vor zwei Jahren erfolgreich an der Weltmeisterschaft teilgenommen hatte, nahm sich der 55-Jährige auch heuer wieder die Kona-Qualifikation vor. Mit diesem Ziel machten seine Frau und er sich im Juli auf den Weg nach Bolton (Großbritannien). Dort schaffte der 55-Jährige eine Zeit von 11:23:09 Stunden und gewann seine Altersklasse. Damit war die Qualifikation geschafft, und die Planungen für Hawaii konnten beginnen. „Die Teilnahme auf Hawaii ist für alle Amateure ein Ritterschlag“, schwärmt Florian Wilmsmann von der Leistung seines Vaters. „Da freue ich mich natürlich auch für ihn, wenn die ganze Arbeit, die er da reinsteckt, belohnt wird.“

Auf der Insel genoss Holger Wilmsmann hauptsächlich die Woche vor dem eigentlichen Wettkampf. „Das Schönste sind die eineinhalb Wochen vor dem Rennen. Jeden Morgen schwimmen die Athleten, und jeden Tag kommen mehr Leute dazu“, erzählt der Holzkirchner. „Das macht die Atmosphäre ganz besonders.“

Glückwünsche von Sportler zu Sportler

Besonders zu kämpfen hatten die Athleten in diesem Jahr mit den extrem starken Windböen beim Radfahren durch die Lavawüsten Hawaiis. „Das war deutlich anspruchsvoller als noch vor zwei Jahren“, sagt Wilmsmann. Gut fünfeinhalb Stunden brauchte er für die 180 Kilometer auf der Radstrecke, ehe er den Marathon in 3:47 Stunden absolvierte.

Lesen Sie auch: Das war der Olympia-Empfang für Florian Wilmsmann

An der Strecke feuerten Lisa Marie und Florian ihren Papa an. Ob dieser das Abenteuer Hawaii ein drittes Mal anpacken will, lässt Wilmsmann offen. „Wieso nicht, wenn es mit der Qualifikation noch einmal klappt? Aber sicher nicht nächste Saison.“ Am Ende überschritt er die Ziellinie am berühmten Ali’i Drive in Kailua-Kona nach 10:49:27 Stunden. Dort wurde er von Florian in die Arme genommen und bekam Glückwünsche von Sportler zu Sportler. Von Sohn zu Vater.

emi

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