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Zehn Kilometer in Lillehammer: Ein langer Sprint für Lucas Bögl

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Guter Dinge: Lucas Bögl.
Guter Dinge: Lucas Bögl. © Daniel Karmann/dpa

Für Lucas Bögl sind die zehn Kilometer in der freien Technik in Lillehammer eher ein längerer Sprint - bei dem er die WM-Norm komplett erfüllen möchte.

Holzkirchen – Lucas Bögl hat eine entspannte Woche hinter sich. So erzählt er vom Auslaufen nach dem ersten Weltcup-Wochenende der neuen Saison am Montag über einen gefrorenen See im finnischen Ruka, der Weiterreise nach Lillehammer, wo an diesem Wochenende der nächste Weltcup ansteht.

Mit ein Grund dafür könnten die guten Leistungen zum Start in die Saison gewesen sein. Denn der Holzkirchner Langläufer, der für den SC Gaißach startet, hat sich mit dem 13. Platz in der Verfolgung schon die halbe Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaft im kommenden Februar in Planica (Slowenien) gesichert. Somit fehlt ihm nur noch eine weitere Top-15-Platzierung, um die Norm komplett zu erfüllen. „Das wäre das Ziel“, sagt Bögl vor dem Zehn-Kilometer-Rennen in der freien Technik am Freitag (12 Uhr).

Für Bögl, der stark auf den langen Distanzen ist, sind die neuen, angeglichenen Rennlängen im Weltcup eher Fluch als Segen. Zehn Kilometer seien ein langer Sprint, sagte er in der aktuellen Folge des Wadlbeißer-Podcasts. Das Langlaufkomitee des internationalen Skiverbands (FIS) hat in dieser Sommerpause entschieden, dass die Männer und Frauen die gleichen Distanzen zu absolvieren haben. Die Forderungen zur Gleichbehandlung der Geschlechter wurden in den vergangenen Jahren immer lauter. So beträgt ab dieser Saison das kürzeste Distanzrennen zehn Kilometer, der Skiathlon 20 Kilometer und die Langdistanz für beide Geschlechter 50 Kilometer.

Bögl erwartet enges Rennen

Und eine weitere äußere Bedingung kommt dem 32-Jährigen nicht unbedingt entgegen. Denn anders als gewohnt, startet die Langlauf-Elite in diesem Jahr nicht auf den originalen Langlaufloipen, sondern auf der etwas leichteren Strecke der Biathletinnen und Biathleten. „Da ist ein Berg drin, und den Rest musst du arbeiten“, erklärt Bögl. „Das ist extrem anstrengend und ziemlich hart.“ Daher erwartet der Holzkirchner auch ein enges Rennen, bei dem es auf Zehntelsekunden ankomme. Zwar sind die russischen Athleten von der FIS gesperrt, hinzu kommen aber aufgrund der nationalen Quote noch einmal vier Norweger mehr. Somit treten zwölf statt acht Starter mit Heimvorteil an.

Den Sprint am Samstag wird Bögl wie gewohnt aussetzen, ehe am Sonntag das Rennen über 20 Kilometer in der klassischen Technik ansteht. Auch hier sind die Streckendistanzen die der Frauen angeglichen. emi

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