In den Dolomiten bereitete sich der Ultraläufer Hannes Hinterseer auf die neue Saison vor. An diesem Samstag beginnt diese für ihn mit dem Stubaitrail.
+
Hannes Hinterseer ist derzeit nicht zu stoppen. (Archivbild)

Hannes Hinterseer gewinnt Schlegeis 3000 Skyrace

20 Minuten Vorsprung: Hannes Hinterseer siegt erneut

  • VonMichael Eham
    schließen

Der Schlierseer Ultraläufer Hannes Hinterseer ist derzeit nicht zu stoppen. Nach dem Silvretta Marathon gewann er auch das Schlegeis 3000 Skyrace.

Schliersee – Betrachtet man die bisherige Saison von Hannes Hinterseer von außen, sieht es so aus, als würde der 27-Jährige ganz locker von Sieg zu Sieg laufen. Denn nach dem Silvretta Marathon gewann der Schlierseer auch das Schlegeis 3000 Skyrace souverän. Fragt man allerdings beim Ultraläufer selbst nach, erfährt man, dass das alles gar nicht so einfach ist. „Schön wäre es“, sagt der Sportsoldat, der in den vergangenen Wochen wieder in der Ausbildung bei der Bundeswehr war. Daher musste er schon um 4 Uhr morgens zum Training, weil um 6.30 Uhr sein Ausbildungstag begann.

Zwischendrin nimmt Hinterseer an den Wochenenden an den Wettkämpfen teil. Das Schlegeis 3000 Skyrace hatte er sich eigentlich ähnlich herausfordernd vorgestellt wie den Silvretta Marathon. „Von der Strecke her war das noch mal deutlich anspruchsvoller, aber auch richtig schön“, schwärmt Hinterseer. Zu Beginn zwickten die Waden noch etwas, doch nach den ersten Kilometern konnte er sich nach vorne absetzen. „Ich habe dann eine Lücke gehabt und versucht, diese auszubauen“, erzählt Hinterseer. Auf schwierigem Terrain hieß es für die Athleten, konstant hoch konzentriert zu bleiben. Am ersten Checkpoint habe er nachgefragt, wie weit er vorne sei. „Einer sagte zu mir zehn Minuten, ein anderer weniger als eine Minute. So habe ich permanent Gas gegeben.“ Am Ende brauchte der Schlierseer für die 33 Kilometer und 2400 Höhenmeter 4:08 Stunden und war damit über 20 Minuten schneller als der Zweitplatzierte Michael Zweigart (TV Kempten).

Kurz vor Ende des Rennens stürzte Hinterseer, sodass er ein paar Hundert Meter nur humpelnd vorankam – der Vorsprung hätte also noch größer sein können. „Witzigerweise bin ich an derselben Stelle vor zwei Jahren schon gestürzt und habe mir eine Rippe gebrochen“, erzählt er. Weniger schmerzhaft blieb der Sturz in diesem Jahr, sodass er sicher im Ziel ankam. Nun sei es aber das erste Mal so, dass ihm im Alltag in den Folgetagen die Kraft beispielsweise zum Ausräumen der Spülmaschine fehle, erklärt Hinterseer. Da kommen ein paar Wochen Pause ganz recht, ehe Hinterseer in Norwegen weitere Rennen angehen will.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare