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Alle Hände voll zu tun

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Von: Julia Pawlovsky

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© GEPA Pictures

Ostin - Die gute Nachricht: Der Skicross-Weltcup findet statt. Die schlechte Nachricht: Aus der üppigen Live-Übertragung in der ARD wird nichts.

Zeit hatte Georg „Bubi“ Reisberger schon lange nicht mehr. Die Organisation des Skicross-Weltcups beschäftigt den Vorsitzenden des Skiclub Ostin seit Monaten. In den vergangenen Tagen hat sich die Situation jedoch nochmal zugespitzt. Die Austragung der Rennen am Oedberg stand auf der Kippe, wie berichtet wurde die Veranstaltung nun auf das Wochenende 21./22. Februar verlegt.

„Am Sonntag war die erste Schneekontrolle“, erklärt Reisberger, der auch Vorsitzender des Organisationskomitees (OK) ist. „Da hat man festgestellt, dass es nicht reicht.“ Man ist in diesem Fall der internationale Skiverband FIS  in Person von Race Director Martin Fialla. „Wir sind nur der Veranstalter, die FIS entscheidet“, erklärt Sprecher Ernst Lehmhofer die Befugnisse.

Auch wenn am Sonntag schon klar war, dass die Schneemenge für die zahlreiche Kurven und Sprünge – die es beim Skicross braucht – nicht reicht, absagen wollte niemand. „Es ist der FIS wichtig, dass in Deutschland ein Weltcup stattfindet“, betont Lehmhofer. So wurde die Entscheidung auf Dienstag vertagt. Dazwischen lagen unzählige Besprechungen im OK, mit Sponsoren und vor allem der ARD. Der Sender plante, an beiden Tagen je zwei Stunden live vom Oedberg zu übertragen, da an diesem Wochenende keine andere große Wintersport-Veranstaltung stattfindet.

Doch auch zwei Tage später kam Race Director Fialla zu dem gleichen Ergebnis: Es reicht nicht. „Dann ging es darum: Kann man auf einen Verschiebetermin gehen oder nicht“, erklärt Walter Vogel, der als Geschäftsführer Marketing beim Deutschen Skiverband in die Entscheidung einbezogen war. Mittwochnachmittag war dann klar: Es geht, und zwar am Wochenende nach Fasching. „Das ist ein klares Bekenntnis zu Ostin“, betont Vogel. „Wir wollten klar machen, dass es keine Absage ist." Mit dem neuen Termin gibt es jedoch weniger Fernsehzeit. „Zeitgleich findet die Nordische WM statt“, erklärt Vogel. Wie viel die ARD nun tatsächlich sendet , sollte gestern Abend in der OK-Sitzung geklärt werden (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). „Wir wissen nicht, ob der neue Termin für uns jetzt besser oder schlechter ist“, sagt Reisberger. Einerseits sind in den Faschingferien traditionell viele Urlauber in der Region. Andererseits sind dementsprechend viele Menschen auf der Piste am Oedberg, was für den Liftbetreiber Ausfälle bedeutet. „Es ist nicht so, dass das jetzt einfach drei Wochen später ist“, betont Reisberger. „Das ist schon diffiziler.“ Aber der OK-Vorsitzende ist optimistisch. „Wir haben genug Helfer“, sagt er. „Wir kriegen das hin."

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