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Läuft: Merkur-Mitarbeiter Michael Eham (21) beim Training.

In 100 Tagen zum Alpentriathlon

Eham: „Was habe ich mir da nur angetan?“

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Die erste Woche hat Merkur-Mitarbeiter Michael Eham hinter sich. Auch die ersten Rückschläge bringen den 21-Jährigen nicht von seinem Weg ab: Er will „in 100 Tagen zum Alpentriathlon“.

Hausham / Eichstätt – Tau tröpfelt an den Gräsern hinab, die Sonne blinzelt durch den tief stehenden Nebel und die Altmühl schlängelt sich an der Universität Eichstätt-Ingolstadt vorbei durch das Tal. Es ist Samstagmorgen, und ich zweifle nicht nur an meinem Vorhaben, ich bereue es sogar ein erstes Mal.

Ich wollte vor der Uni nur noch schnell laufen gehen. Sieben Kilometer, die Strecke bin ich diese Woche schon zwei Mal gelaufen. Aber heute beschließen meine Beine, mich nicht mehr so leichtfüßig zu tragen. Schleppend kämpfe ich mich Schritt für Schritt vorwärts. Ich könnte genauso gut eine Kiste Bier auf meinem Rücken mit mir rumtragen. Es sind noch nicht mal die zehn Kilometer, die ich beim Alpentriathlon laufen muss, nachdem ich schon 1500 Meter durch den Schliersee geschwommen und 40 Kilometer über Bemberg, Niklasreuth, an den Spitzingsee gestrampelt bin. Was habe ich mir da nur angetan?

Die Resonanz auf meinen Selbstversuch „In 100 Tagen zum Alpentriathlon“ war unterdessen riesig. Von Freunden kamen blöde Sprüche, von anderen Seiten höre ich: „Tolle Aktion, Respekt!“ Einige haben mir schon ihre lautstarken Anfeuerungsrufe am 22. Juli zugesichert. Und wieder andere wollen mit mir laufen gehen. Mittlerweile würden wir schon eine Gruppe aus sechs Leuten zusammenbringen.

Drei Tage später laufe ich die Strecke noch einmal, und die Welt sieht wieder anders aus. „Ich schaffe das“, denke ich mir. Ich weiß jetzt, dass es ein Zeitlimit von 4:20 Stunden gibt, in dem ich am Spitzingsee die Ziellinie überquert haben muss. Beim Laufen hat man Zeit, nachzudenken. Ich fange an, zu überschlagen: 45 Minuten fürs Schwimmen – das kann ich noch nicht wirklich einschätzen. Zweieinhalb Stunden fürs Fahrradfahren und eine Stunde fürs Laufen. Macht insgesamt 4:15 Stunden. Läuft.

Momentan versuche ich, fünfmal pro Woche entweder zu radeln oder zu laufen. Diesen Rhythmus möchte ich beibehalten. Und vielleicht noch eine Idee für alle daheim: Immer kurz vor oder nach dem Zähneputzen mache ich Liegestützen. So habe ich zwei Zeiten am Tag, an denen ich was tun muss, ohne dass ich es aufschieben kann.

In den nächsten Tagen bekomme ich einen Trainingsplan von echten Profis. Dann habe ich meine Anforderungen schwarz auf weiß und nicht nur als ständigen Begleiter im Kopf.

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