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Nicht einmal trainieren, können die Amateurfußballer aktuell.

Saison muss bis 30. Juni beendet sein

BFV bereitet Szenario für Abbruch vor

  • vonThomas Spiesl
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Bis zum 30. Juni muss die Saison im bayerischen Amateurfußball abgeschlossen sein, sonst droht nach zwei Jahren der Abbruch. Der BFV hat Szenarien vorbereitet.

Landkreis – Noch steht in den Sternen, wann die Amateurfußballer auf den Platz zurückkehren können. Die Stimmen, die inzwischen eher einen Abbruch der seit Juli 2019 laufenden Saison fordern, mehren sich. Nun hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) einen klaren Fahrplan festgelegt. Der Verband hat in einer Online-Tagung des Verbandsausschusses beschlossen, dass die Pandemie-Saison bis 30. Juni 2021 beendet sein muss – ansonsten erfolgt ein Abbruch.

Sollten die verbleibenden Spiele aufgrund behördlicher Einschränkungen nicht durchgeführt werden können, kommt wohl der neu eingeführte Paragraf 93 der Spielordnung zum Einsatz. Dieser besagt, dass die bis zum Abbruch gesammelten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt werden. Der entstehende Punktequotient ist ausschlaggebend für die Platzierung der jeweiligen Teams. Möglich ist diese Quotienten-Wertung, wenn 75 Prozent der Mannschaften einer Liga mindestens die Hälfte ihrer Spiele absolviert haben, was in allen Ligen der Region bereits der Fall ist. Ist der Quotient zweier Klubs identisch, zählt der direkte Vergleich, bei zwei gespielten Duellen im Europacup-Modus, und dann die Tordifferenz. Relegations- und Entscheidungsspiele gibt bei einem Saison-Abbruch nicht, alle Teams auf den Relegationsplätzen bleiben in der Liga.

Als Ziel für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat sich der BFV das Wochenende 24./25. April gesetzt. Ob der neu eingeführte Ligapokal zu Ende gespielt werden kann, wird kurzfristig entschieden und hängt auch davon ab, ob die Mannschaften damit einverstanden sind, die K.o.-Spiele neben dem Liga-Spielbetrieb unter der Woche auszutragen – oder sie sich aus dem Ligapokal zurückziehen.

Sobald die Pandemie und die Regierungsentscheidungen ein normales Mannschaftstraining zulassen, garantiert der BFV d eine Vorbereitungszeit von mindestens drei Wochen. Dies sei aus sportmedizinischer Sicht akzeptabel, wenn sich die Spieler zum Auftakt der Vorbereitung bereits in einem guten Fitnesszustand befinden. Unter normalem Training versteht der Verband Einheiten mit voller Mannschaftsstärke und Kontakt, sowie die Freigabe für Testspiele. Die neue Saison 2021/22 soll, wie vor der Corona-Pandemie, Anfang bis Mitte August erfolgen.

Wie realistisch diese Eckdaten und sind, wird sich bereits anhand der heute zu treffenden Vorgaben der Ministerpräsidenten-Konferenz zeigen. 

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