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Geschafft: Nach 23:35:19 Stunden war Arno Sandrock im Ziel

Berliner Mauerweglauf

Arno Sandrock: Aller guten Dinge sind drei

Zum dritten Mal war Arno Sandrock beim Berliner Mauerweglauf am Start. Zum ersten Mal kam er ins Ziel - und das mit einer fantastischen Zeit.

Miesbach/Berlin – Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in Folge ging Arno Sandrock nun beim 161,8 Kilometer langen Berliner Mauerweglauf an den Start. Nachdem der Miesbacher die vergangenen beiden Male nicht ins Ziel kam, sollte es diesmal klappen. Sandrock wollte aber nicht nur ankommen, sondern das Zeitlimit, das bei 31 Stunden liegt, um sieben Stunden unterbieten.

Der Start verlief gut, den ersten Marathon absolvierte er in 4:15 Stunden. Erste Schwierigkeiten hatte Sandrock dann bei 80 Kilometern. „Der Magen machte etwas Probleme, also musste ich ruhiger machen“, sagt er. „Dann war ich vielleicht etwas zu schnell“, meint er. Nach 12:35 Stunden hatte er bereits die 100-Kilometer-Marke erreicht.

Doch bei Kilometer 116 war es vorbei. „Ich bekam Kreislaufprobleme, mir wurde schwindlig, und ich ging zu Boden“, erzählt Sandrock. „Mein Betreuer konnte mich gerade noch halten und legte mich auf den nassen Asphalt.“ So erging es ihm auch beim ersten Mal, als der Wettkampf im Krankenhaus endete. Doch nach einer Stunde war er wieder so weit, dass er gehen konnte. „Dass ich es noch unter 24 Stunden schaffen würde, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr geglaubt“, sagt Sandrock. „Aber diesmal wollte ich auf jeden Fall das Ziel erreichen.“

Doch dann kam alles anders: „Nach ein paar Kilometern kam ich sogar wieder ins Laufen.“ Die letzten 40 Kilometer bis ins Ziel waren lang. „Aber der Wille war stärker als der Körper“, sagt der Miesbacher. Nach 23:35:19 Stunden war es geschafft und Sandrock „überglücklich und total am Ende“. In seiner Altersklasse belegte er Platz 29, insgesamt Rang 140. „Aber das ist egal“, sagt er. „Ich habe mein Ziel erreicht.“ Manchmal braucht es eben drei Versuche.

mm

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