+
Seriensieger: Die Basketballer des TV Miesbach mit Erfolgstrainer Damir Hadziabdic (hinten r.).

„Das war ein wichtiger Sieg“

Basketballer des TV Miesbach auf Meister-Kurs

Wochenende der Gegensätze für den TV Miesbach: Während die Herren voll auf Meisterschaftskurs liegen, kassieren die Basketballerinnen eine Niederlage.

Miesbach – Wochenende der Gegensätze für den TV Miesbach: Während die Herren den neunten Sieg im neunten Spiel feiern und voll auf Meisterschaftskurs liegen, kassieren die Basketballerinnen eine Niederlage, die Fragen aufwirft.

SV Seeon – TV Miesbach 65:74

TV: Frystacki (21 Punkte), Brunner (20), Fresser (12), Kaynak (11), Hadziabdic (5), Martinez (3), Nagy (2), Acher, Ay, Doll, Lobinger, Lux.

Big Point für Miesbachs Basketballer im Aufstiegsrennen der Kreisliga Südost: Der 65:74-Auswärtssieg beim SV Seeon ist nicht nur der neunte Erfolg für die noch ungeschlagenen TV-Korbjäger, sondern auch doppelt wichtig: Seeon ist zusammen mit Wacker Burghausen der einzig verbliebene Verfolger der Kreisstädter.

Die beiden Mannschaften lieferten sich in Seeon eine intensive Begegnung. In den ausgeglichenen ersten zehn Minuten sorgten beim TV vor allem Florian Fresser und Emre Kaynak für Punkte. In der Defensive fehlte bei den Miesbachern jedoch die Bissigkeit, sodass sie am Viertelende nur knapp mit 19:15 führten. Verbesserungsbedarf gab es auch beim Einstieg in die Spielsysteme: Zu lang dauerte es, bis alle auf ihren Positionen waren.

TV Miesbach behält die Nerven

Als es aber weiterging, sorgte ein energischer Mike Brunner dafür, dass der Vorsprung wuchs. Auch der Weg zum Korb wurde jetzt gut dicht gemacht, nur acht Punkte ließ der TV im zweiten Abschnitt zu. Bei 23:38 ging es in die Pause. Ein Viertel mit vielen Freiwürfen für die Gastgeber schloss sich an, resultierend aus nicht immer nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen, mit denen sich der TV teilweise mehr beschäftigte, als mit seinen Gegenspielern. Hier blieben die Mannen von Damir Hadziabdic aber cool und bauten den Vorsprung sogar leicht auf 58:41 aus.

Doch vier erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe in Serie von Seeon und rausgeschundene Freiwürfe ließen das Polster kleiner werden. In dieser hitzigen Atmosphäre zeigten die TV-Spieler aber an der Freiwurflinie keine Nerven und behielten am Ende mit 74:65 die Oberhand. „Das war ein schweres Spiel und ein wichtiger Sieg“, sagt Hadziabdic. „Aus dieser Begegnung können wir viel mitnehmen.“ Damit liegt die Mannschaft weiterhin voll auf Meisterschaftskurs.

TSV Utting – TV Miesbach 65:50

TV: Hortmann (16 Punkte), Türkmen (11), Graf (6), Weinzierl, Welschof (je 5), Huber (4), Holzeder (2), Dean.

Mit nahezu identischem Kader wie gegen Traunstein/Saaldorf reisten die TV-Basketballerinnen in der Bezirksliga Süd zum TSV Utting. Der hohe Sieg aus dem Hinspiel sollte Selbstvertrauen geben, jedoch nicht dafür sorgen, die Mannschaft vom Ammersee auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch genau das passierte: Miesbach startet verschlafen in das erste Viertel und spielte mit halber Kraft. Die Konzentration im Abschluss ließ zu wünschen übrig, was Trainer Mike Brunner zur Weißglut brachte. Utting hingegen überzeugte mit schönem Kombinationsspiel und Konsequenz unter dem Korb. Die im Hinspiel noch fehlende Lara Behne punktete mehrfach für Utting, das einen 10:0-Lauf hinlegte. Nach zehn Minuten stand es 21:9 für den TSV.

Verdiente Niederlage, die Fragen aufwirft

Nach der Viertelpause stiftete Miesbach mit der Umstellung auf Ganzfeld-Presse Unruhe, der Ball war jedoch viel zu schnell wieder weg. Punkt um Punkt kämpft sich der TV heran, in die Halbzeit geht mit 27:27. Doch in der zweiten Halbzeit gelang weniger als wenig. Zwar stimmte der Einsatz, zu viele Ballverluste, technische Fehler und ein nicht akzeptabler Chancenwucher bei den leichtesten Abschlüssen verhinderten, dass sich Miesbach absetzen konnte. Ins Schlussviertel ging es beim Stand von 46:41 für Utting. Es war noch alles drin, doch die bereits erwähnte Abschlussschwäche und ein nicht genügendes Zusammenspiel sorgten dafür, dass es nicht für mehr reichte. Am Ende blieb eine verdiente 65:50-Niederlage, die den Coach schmerzt, viele Fragen aufwirft und im Hinblick auf die anstehenden Spiele Sorgen verursacht.

mm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare