Am Schießstand eine Bank ist Vanessa Hinz seit vielen Jahren. Auch bei der Deutschen Meisterschaft zeigte die Schlierseerin, dass sie zu den besten deutschen Schützinnen gehört.
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Am Schießstand eine Bank ist Vanessa Hinz seit vielen Jahren. Auch bei der Deutschen Meisterschaft zeigte die Schlierseerin, dass sie zu den besten deutschen Schützinnen gehört.

Hinz holt zweimal Bronze – Scherer verballert gutes Ergebnis – Puff überrascht

Wettkampf vor besonderer Atmosphäre

  • VonMichael Eham
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Vanessa Hinz hat bei den Deutschen Meisterschaften im Biathlon zweimal Bronze geholt. Stefanie Scherer vergab dagegen ein gutes Ergebnis am Schießstand und Johanna Puff überraschte.

Landkreis – Endlich wieder Biathlon. Und endlich wieder Biathlon vor Zuschauern. So ungefähr lautet das Fazit der drei Landkreis-Starterinnen bei den Deutschen Meisterschaften auf Asphalt im Arber Hohenzollern Skistadion in Bayerisch Eisenstein. Denn weil die nationalen Titelkämpfe in diesem Jahr keinen direkten Einfluss auf die Nominierungen der Kader im Winter haben, konnten Vanessa Hinz, Stefanie Scherer und Johanna Puff die Wettkämpfe relativ entspannt angehen und als drei schnelle Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen sehen (wir berichteten).

Die Schlierseerin Hinz wurde dabei ihrer Rolle als Mitfavoritin gerecht und holte im verkürzten Einzel am Freitag und der Verfolgung am Sonntag jeweils den dritten Platz. Im Sprint am Samstag wurde sie Vierte. „Das Schießen passt voll gut, im Laufen sehe ich schon noch einen deutlichen Rückstand“, sagt die 29-Jährige. Insgesamt schoss die Biathletin vom SC Schliersee in allen drei Wettkämpfen von 50 Schüssen nur sechs neben das Ziel. Eine Stärke, auf die sie sich auch in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos verlassen konnte. Hinz genoss bei den Deutschen Meisterschaften vor allem die Anwesenheit des Publikums. „Auch wenn es nur ein paar Zuschauer waren, es war schön, dass nach den Schüssen gejubelt wurde.“ Da stelle sie sich auch am Wettkampfwochenende gerne hin und gebe Autogramme, versichert die Schlierseerin.

Von Seitenstechen wurde Stefanie Scherer in der Verfolgung geplagt.

Sportlich etwas weniger erfolgreich liefen vor allem die beiden Rennen am Wochenende für Stefanie Scherer vom SC Wall. Noch am Freitag wurde sie im Einzel mit nur einem Schießfehler Neunte. „Da war ich froh, dass der Einstieg schon mal gepasst hat“, erzählt Scherer. Doch am Samstag verballerte sie ein gutes Ergebnis am Schießstand und wurde mit je zwei Fehlern im Liegen und im Stehen 23., von wo sie in der Verfolgung noch einmal zwei Plätze abrutschte. „Ich hatte mit der Atmung so Probleme, dass an ein normales Laufen nicht mehr zu denken war“, erzählt Scherer. Von Seitenstechen geplagt sei sie froh gewesen, dass sie am Ende überhaupt ins Ziel gekommen war. Für die 25-jährige Wallerin geht es in den kommenden Wochen ins Trainingslager nach Obertilliach (Tirol), wo sie dann ihre Form aufbauen will, um in den Qualifikationswettkämpfen für den Weltcupkader auf Schnee im November dann ihre bestmögliche Ausgangslage für die kommende Saison herauszulaufen.

Überraschend konstant war der Auftritt von Johanna Puff.

Achtungserfolge holte die erst 19 Jahre alte Johanna Puff vom SC Bayrischzell. Sie zeigte an allen drei Wettkampftagen eine ansprechende Leistung und wurde im Einzel 13. und holte sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung den 15. Platz. „Die Atmosphäre mit den Zuschauern war schon etwas Besonderes“, erzählt Puff, die vor zwar mit der einen oder anderen Kleinigkeit etwas hadert, allerdings insgesamt sehr zufrieden ist. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich konstant so gut mithalten kann“, sagt die Raublingerin, die für Bayrischzell startet. „Ich hoffe mal, dass das so weitergeht.“ In der kommenden Saison will sie im IBU Junior Cup an den Start gehen und weiter Erfahrung sammeln.

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