Nicht zufrieden: Vanessa Hinz, hier bei den Weltmeisterschaften, leistete sich in Nove Mesto ungewohnt viele Schießfehler.
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Nicht zufrieden: Vanessa Hinz, hier bei den Weltmeisterschaften, leistete sich in Nove Mesto ungewohnt viele Schießfehler.

Damenstaffel vergibt kleine Kristallkugel

Hinz hält WM-Form nicht

  • vonMichael Eham
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Debakel für die deutschen Biathletinnen: Die Staffel um Vanessa Hinz vom SC Schliersee leistete sich beim Weltcup in Nove Mesto zu viele Schießfehler und verlor so die kleine Kristallkugel.

Schliersee/Nove Mesto – Am Ende ist es eine knappe Entscheidung gewesen, die für das deutsche Team das schlechtere Ende bereitgehalten hat. Weil die deutsche Biathlonstaffel zum Auftakt des Weltcups im tschechischen Nove Mesto auf ganzer Linie enttäuschte und nur Elfte wurde, verpasste sie haarscharf die kleine Kristallkugel in der Staffelwertung.

Mit einem historisch schlechten Resultat – nur im Dezember 2019 war die deutsche Frauenmannschaft schlechter – zog das DSV-Team gegenüber der Konkurrenz aus Schweden den Kürzeren. Am Ende waren die beiden Nationen punktgleich, doch weil die Schwedinnen nicht nur in Nove Mesto, sondern auch in Kontiolahti gewonnen haben und die Deutschen nur beim Heimweltcup in Oberhof, gewannen die Skandinavierinnen die Wertung im Sprint.

Gemeinsam mit Maren Hammerschmidt, Janina Hettich und Franziska Preuß zeigte die Schlierseerin Vanessa Hinz keine gute Leistung. „Die Enttäuschung ist schon groß“, sagte die Biathletin vom SC Schliersee nach dem Rennen im ZDF. Schon vor dem letzten Staffelrennen der Saison war Hinz bewusst, dass „alles passen muss“, um die beste Staffelmannschaft der Saison zu werden.

Hinz benötigt vier Nachlader

Hinz ging diesmal auf der ungewohnten zweiten Position in die Loipe. Weil Denise Herrmann, noch eine Krankheit auskurierte, ging Hammerschmidt als Startläuferin auf die Strecke. Hinz hatte bei der Übergabe einen Rückstand von knapp 42 Sekunden und zeigte überraschend Nerven am Schießstand. Je zwei Nachlader benötigte die 28-Jährige im Liegen und im Stehen.

Mit den zwei Fehlern im Liegendanschlag ging sie schon verunsichert in das Stehendschießen. „Ich habe versucht, das stehend abzustellen“, sagte sie. Das gelang ihr nur bedingt, sodass nur Platz elf heraussprang. Und nur weil die Schwedin Elvira Oeberg den Schlusssprint gegen die Belarussin Elena Kruchinkina gewann, zogen die Schwedinnen in der Gesamtwertung am deutschen Team vorbei.

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