Kein Glück brachte Vanessa Hinz die hohe Startnummer in Oberhof. Foto: Schutt/DPA
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Kein Glück brachte Vanessa Hinz die hohe Startnummer in Oberhof.

Schlierseerin erwartet keine Wunder

Hinz 33. im Sprint von Oberhof

  • vonMichael Eham
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Auf gute Beine hatte Biathletin vor dem Sprint in Oberhof gehofft, doch auch eine hohe Startnummer brachten noch nicht den gewünschten Erfolg.

Schliersee/Oberhof – Nach knapp 26 Minuten Kampf durch die Winterlandschaft des Thüringer Walds beißt Vanessa Hinz noch einmal die Zähne zusammen und gleitet die letzten Meter bis zur Ziellinie des Sprints von Oberhof. Als drittletzte Starterin des Feldes ging Hinz mit Nummer 102 auf die Loipe und somit war ihre 33. Zeit im Ziel auch ihr Ergebnis des Rennens.

„Ich hatte die Wahl zwischen der ersten und der vierten Startgruppe“, erklärt Hinz ihre ungewohnt hohe Startnummer. In der vierten Gruppe wurde sie dann weit nach hinten gelost. Schlechtere Bedingungen verschaffte ihr das allerdings nicht. Denn der tiefe Schnee von Oberhof und die veränderte Strecke verlangten den Athletinnen alles ab. „Das ist eine brutal anspruchsvolle Strecke“, sagt Hinz. Gerade am der berüchtigte Bergstieg sei besonders zäh gewesen.

Dieser wurde mit Blick auf die Biathlon-Weltmeisterschaften im Jahr 2023, die in Oberhof stattfinden werden, ein wenig verändert. „Da musste aber jede drüber, das war nicht unbedingt entscheidend“, sagt Hinz, die mit ihrer Leistung nicht so richtig zufrieden ist. „Aber ich brauche momentan keine Wunder erwarten.“ Der Rückstand zur Siegerin Tiril Eckhoff (Norwegen) betrug knapp zwei Minuten – für einen Sprint ein „brutaler“ Rückstand, wie Hinz sagt.

Mit einem guten, fehlerfreien Schießen weiß sie aber auch, dass sie durchaus eine von ihr angepeilte Top-15-Platzierung erreichen kann. Das blieb ihr im Sprint mit einem Fehler im Stehendanschlag noch verwehrt.

Die nächste Chance hat sie schon am Samstag in der Verfolgung (12.45 Uhr). Über die Single-Mixed-Staffel und die Mixed-Staffel habe das Team intern noch überhaupt nicht gesprochen. Das werde am Samstag nach den Rennen entschieden.

Auch der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer blieb hinter seinen Erwartungen zurück. Der 30-Jährige, der vor der Weihnachtspause den Massenstart von Hochfilzen gewann, musste beim Stehendschießen gleich dreimal in die Strafrunde und verpasste damit ein gutes Ergebnis. Beim Dreifacherfolg des norwegischen Teams – Johannes Thingnes Boe vor Tarjei Boe und Sturla Holm Laegreid – wurde Peiffer 47. Er geht am Samstagnachmittag (14.45 Uhr) mit einem Rückstand von 2:12 Minuten in die Verfolgung.

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