Immer besser ins Laufen kommt die Schlierseer Biathletin Vanessa Hinz in diesem Winter. Sie machte am Wochenende in der Verfolgung zwölf Plätze gut und blieb in der Mixed-Staffel fehlerfrei. Foto: Martin Schutt/DPa
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Immer besser ins Laufen kommt die Schlierseer Biathletin Vanessa Hinz in diesem Winter. Sie machte am Wochenende in der Verfolgung zwölf Plätze gut und blieb in der Mixed-Staffel fehlerfrei.

Hinz fehlerfrei in der Mixed-Staffel – Peiffer bester Läufer in der Verfolgung

Hinz: „Das Rennen tat richtig gut“

  • vonMichael Eham
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Viel Positives kann Biathletin Vanessa Hinz aus der ersten Weltcupwoche in Oberhof mitnehmen. Vor allem in der Mixed-Staffel zeigte die Schlierseerin ein tadelloses Rennen.

Schliersee/Oberhof – 30 Schuss ins Schwarze treffen war die Aufgabe für Vanessa Hinz am vergangenen Wochenende. 29 Mal hat sie diese Aufgabe im thüringischen Oberhof perfekt erfüllt. Nur im Verfolgungsrennen am Samstag, bei dem die Schlierseerin als 33. Starterin auf Platz 21 nach vorne gelaufen ist, musste sie einmal in die Strafrunde. Auch der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer ging mit einem ordentlichen Rucksack als 47. in die Verfolgung. Dort absolvierte er ein richtig starkes Rennen und lief auf Platz zehn nach vorne – mit der besten Laufzeit aller Starter.

In der Mixed-Staffel am Sonntag ging Hinz als Startläuferin ins Rennen und machte ihre Sache überaus souverän. Das starke Rennen der deutschen Staffel fand allerdings keinen zufriedenstellenden Abschluss, denn Peiffer musste als Schlussläufer im Stehendanschlag einmal in die Strafrunde und so verpassten Hinz und Peiffer mit ihren Teamkollegen Denise Herrmann (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal) und Benedikt Doll (SZ Breitnau) als Fünfte eine Podiumsplatzierung.

Es war ein Wochenende, das Vanessa Hinz Selbstvertrauen einbringt. „Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Rennen“, erzählt sie. Im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer kam Hinz gut in die Loipe und zeigte die siebzehntbeste Tagesleistung. Bei eigentlich guten Bedingungen schoss die Konkurrenz relativ viele Fehler. Nur drei Athletinnen blieben komplett fehlerfrei. Hinz traf in ihren beiden Liegendeinlagen jeweils alle Scheiben und musste nur im ersten Stehendanschlag einen Fehler hinnehmen.

Hinz mittlerweile treffsicher

Insgesamt kommt Hinz auch am Schießstand immer besser in Fahrt. Mittlerweile hat die 28-Jährige in der laufenden Saison mit 114 Treffern aus 130 Schüssen eine Trefferquote von 87 Prozent. Doch vor allem in der Loipe ist in den vergangenen Rennen ein positiver Trend zu erkennen. „Ich bin froh, dass ich beim Schießen so ruhig geblieben bin“, erzählt Hinz. Zwar bekomme sie läuferisch noch 1:20 Minuten Rückstand auf die Spitze, nähere sich allerdings auch von Rennen zu Rennen an. „Ich versuche, in Ruhe mein Ding zu machen und das Beste herauszuholen“, sagt Hinz.

Eine richtig starke Leistung zeigte die Biathletin vom SC Schliersee auch im Staffelrennen, als sie fehlerfrei blieb und auch läuferisch konkurrenzfähig war. „Das Rennen tat richtig gut“, sagt Hinz erleichtert. Auf die schnelle Claire Egan verlor sie 17,9 Sekunden auf der Loipe, die sie allerdings am Schießstand wieder reinholte und zeitgleich mit der US-Amerikanerin als Dritte hinter der Französin Anais Chevalier-Bouchet übergab. Herrmann und Doll hielten die deutsche Staffel auf Podestkurs, allerdings musste Peiffer in die verhängnisvolle Strafrunde beim Stehendanschlag und fiel auf Rang fünf zurück.

Zweite Weltcupwoche in Oberhof folgt

Tags zuvor legte der 33-jährige Niedersachse noch die Tagesbestzeit hin und wurde ohne Schießfehler Zehnter. „Man merkt einfach, wie eng die Weltspitze in den Staffeln mittlerweile ist und Arnd hat schon so viele gute Rennen gemacht“, zeigt sich Hinz verständnisvoll für ihren Teamkollegen.

Dennoch kann die Schlierseerin aus ihren Rennen viel Positives für die zweite Weltcupwoche in Oberhof ziehen. Hinz greift am Donnerstag im Sprint wieder an, Peiffer bereits am Mittwoch.

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