Kein Glück brachte Vanessa Hinz die hohe Startnummer in Oberhof. Foto: Schutt/DPA
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Vanessa Hinz will in der zweiten Woche von Oberhof von Beginn an da sein.

Hinz blendet WM-Norm aus – Peiffer Dritter

Hinz: Zeit für starke Ergebnisse ist immer

  • vonMichael Eham
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Mit der fortlaufenden Woche kam BIathletin Vanessa Hinz in der ersten Oberhof-Woche immer besser zurecht. Im zweiten Teil will sie von Beginn an da sein. Arnd Peiffer legte einen furiosen Auftakt hin.

Landkreis/Oberhof – So richtig will es für die deutschen Biathleten noch nicht laufen. Erst acht Podestplätze hat das Team des Deutschen Skiverbands (DSV) in der laufenden Saison eingefahren. Der Schlierseer Teil des Biathlon-Teams, Vanessa Hinz, hat am vergangenen Wochenende in Oberhof mit überzeugenden Leistungen in der Verfolgung und der Mixed-Staffel aber immerhin einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Nun soll in der zweiten Woche im Thüringer Wald endlich auch an der DSV-internen Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften, die vom 11. bis 21. Februar im slowenischen Pokljuka stattfinden, gearbeitet werden. Dafür muss die 28-Jährige entweder in zwei Einzelrennen eine Top-15-Platzierung oder einmal unter die besten acht Starterinnen laufen. „Mich jetzt unter Druck zu setzen, bringt mir auch nicht viel“, sagt Hinz. Es sei immer Zeit, starke Ergebnisse zu liefern. „Ich versuche, die Qualifikation für die Weltmeisterschaft so gut es geht auszublenden.“ Die erste Chance auf ein gutes Ergebnis hat sie heute im Sprint (14.30 Uhr).

Von der Debatte um fehlenden deutschen Biathlon-Nachwuchs hat Hinz erst durch die Frage eines Reporters mitbekommen. „Biathlon ist so ein komplexer Sport, und die Biathletinnen und Biathleten werden nicht am Fließband produziert“, sagt die Schlierseerin. Bisher seien nach Uschi Disl, Kati Wilhelm, Magdalena Neuner auch mit Laura Dahlmeier immer neue erfolgreiche Athletinnen aus dem Nachwuchs gekommen.

Bei den Männern überzeugte der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer schon im Sprint am Mittwoch. Mit einem fehlerfreien Schießen beschenkte sich der 33-Jährige bei seinem 350. Weltcup-Rennen mit einem starken dritten Platz. Damit bricht er den diesjährigen Oberhof-Fluch. Denn in der vergangenen Weltcup-Woche blieb das deutsche Biathlon-Team erstmals seit 2015 ohne einen Podestplatz auf der thüringischen Strecke. Der Gesamtweltcup-Führende Johannes Thingnes Bö aus Norwegen siegte vor seinem Landsmann Sturla Holm Laegreid.

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