Mit einer guten Laufleistung kann Vanessa Hinz in der Verfolgung am Samstag noch Plätze gutmachen. Im Sprint leistete sich die Schlierseerin einen Schießfehler.
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Einen ordentlichen Saisonabschluss schaffte Vanessa Hinz in Östersund.

Vanessa Hinz belegt in Östersund Plätze 19 und 16

Hinz schlägt sich gut in Windlotterie

  • vonMichael Eham
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In Östersund ist Biathletin Vanessa Hinz ein ordentlicher Saisonabschluss gelungen. In Verfolgung und Massenstart lief sie auf die Plätze 19 und 16.

Schliersee/Östersund – Es ist noch einmal spektakulär geworden zum Ende der Weltcupsaison 2020/21. Sowohl in der Verfolgung am Samstag als auch im Massenstartrennen am Sonntag entwickelten sich die Biathlonwettbewerbe in Östersund – vor allem die der Damen – zu echten Windlotterien. Vanessa Hinz wurde in der Verfolgung 19. und holte im Massenstart Platz 16. Im Gesamtweltcup belegt sie nach einer durchwachsenen Saison Rang 24.

Die Schlierseerin, die in der abgelaufenen Saison ihr Selbstvertrauen durch gute Schießeinheiten mit einer Trefferquote von 88 Prozent erlangt hatte, verpasste zehn ihrer 40 Schüsse vom Wochenende. Das einspricht einer Trefferquote von 75 Prozent. Sowohl mit ihren vier Fehlern in der Verfolgung und den sechs Fehlern im Massenstart, der aufgrund der Windprognose nach hinten verschoben worden war, schoss Hinz in beiden Rennen überdurchschnittlich gut. Im Verfolgungsrennen gab es von den 58 Starterinnen mit der Norwegerin Emilie Kalkenberg (zwei) und der deutschen IBU-Cup-Gewinnerin Vanessa Voigt (drei) nur drei Athletinnen, die weniger als vier Fehler schossen. Im Massenstart mussten die Athletinnen im Durchschnitt siebenmal in die Strafrunde.

Nachdem Hinz am Freitag im Sprint 27. geworden war, machte sie in der Verfolgung acht Plätze gut. Ausschlaggebend dafür: ihr fehlerfreies zweites Stehendschießen. Denn anders als die Konkurrenz musste die 28-Jährige nicht in die Strafrunde und arbeitete sich noch einmal nach vorne. Kam sie als 34. zum letzten Mal an den Schießstand, verließ sie diesen als 17., auf der Schlussrunde musste sie Elvira Oeberg (Schweden) und Milena Todorowa (Bulgarien) vorbeiziehen lassen.

Das Massenstartrennen am Sonntag war dann hart an der Grenze der Durchführbarkeit – für die Zuschauer dafür ein spektakulärer Wettbewerb mit vielen unerwarteten Wendungen. So sicherte sich Franziska Preuss mit Platz drei noch selbigen im Gesamtweltcup. Nachdem Hinz in der vergangenen Saison 16. im Abschlussklassement geworden war, musste sie in dieser schwierigen Saison einige Dämpfer hinnehmen und konnte trotz einer eigentlich zufriedenstellenden Vorbereitung nicht mit Topleistungen anknüpfen. Einzig bei der WM auf der Pokljuka schaffte es die Biathletin vom SC Schliersee zweimal in die Top Ten. Schon vor dem Saisonfinale sprach sie von ihrer bisher anstrengendsten Saison.

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