Angriffsbereit: Andreas Eder – hier im Testspiel gegen die Augsburger Panthers – fühlt sich wohl in Straubing.
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Angriffsbereit: Andreas Eder – hier im Testspiel gegen die Augsburger Panthers – fühlt sich wohl in Straubing.

Eishockey

Bruder-Duell in der DEL: Andreas und Tobias Eder treffen aufeinander

  • vonMichael Eham
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Der Miesbacher Eishockey-Profi Andreas Eder trifft in der DEL zum ersten Mal in dieser Saison auf seinen jüngeren Bruder Tobias. Es geht um die Playoffs.

Miesbach/Straubing – Die Straubing Tigers haben am Donnerstagabend in ihrem letzten Spiel in der Süd Division der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Nürnberg Ice Tigers einen knappen 4:3-Erfolg nach Overtime gefeiert. Damit hat der Miesbacher Eishockeyprofi Andreas Eder zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs eingefahren.

Zum knappen Erfolg gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus Mittelfranken steuerte Eder auch einen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 bei. Nach einem unnötigen Puckverlust in der Nürnberger Defensive legte Marco Bassler für den 24-Jährigen ab. Eder machte kurzen Prozess und drosch die Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz seiner ehemaligen Teamkollegen.

Der Ausgleichstreffer war sein siebter Treffer in der laufenden Saison, die eine besondere ist. Denn aufgrund der Corona-Pandemie wurde nicht nur der Start in die Spielzeit bis in den Dezember verschoben, sondern auch ein besonderes System entwickelt. Die Liga wurde in die Divisionen Nord und Süd aufgeteilt. Straubing, in der Süd-Gruppe vertreten, traf bisher nur auf die Konkurrenz der eigenen Division. In den kommenden Wochen begegnet Andreas Eder den Teams aus der Nord Division, in der auch sein jüngerer Bruder Tobias bei der Düsseldorfer EG spielt. Zusätzlich zu seinen sieben Treffern hat Eder, der erst zu dieser Saison an den Pulverturm gewechselt war, acht Assists zu verbuchen.

Damit ist der Miesbacher auf dem Weg zu seiner punktemäßig erfolgreichsten Saison. Doch darauf legt er keinen Fokus. „Meine eigenen Punkte sind nicht so wichtig“, sagt Eder. „Wichtiger ist, dass wir in die Playoffs kommen. Alles andere kommt dann von alleine.“

Für den Einzug in die Playoffs müssen die Straubing Tigers allerdings noch mindestens einen Platz in der Tabelle gut machen. Denn die ersten vier Mannschaften der Siebenergruppen qualifizieren sich für die Viertelfinals, die im Modus Best-of-Three ausgetragen werden. Damit reichen anders als in den Vorjahren schon zwei statt vier Siege zum Weiterkommen.

Darin sieht Eder eine größere Chance für Außenseiter. „Die Playoffs sind nicht nur das Ziel, sondern Pflicht“, sagt er selbstbewusst. Der Mannschaft fehle es noch an Konstanz. Nach einem schwachen Saisonstart fingen sich die Niederbayern und siegten zuletzt zweimal gegen die Augsburger Panther und setzten sich sogar in der Verlängerung gegen die Adler Mannheim durch. „Wir haben immer noch relativ viel Luft nach oben“, sagt Eder. Zwar hätten er und sein Team phasenweise gut gespielt, aber nicht ihr bestes Eishockey gezeigt. „Eigentlich haben wir eine sehr gute Mannschaft, wir müssen das nur dauerhaft zeigen.“

Auch wenn der Miesbacher, der vor der Saison von Nürnberg nach Straubing wechselte, in seiner neuen Heimat bisher „nur auf der Couch sitzen“ konnte, fühlt er sich in seinem neuen Team wohl. „Die Jungs sind alle super“, erzählt er und betont die enge Bindung innerhalb der Mannschaft.

Am Sonntag in einer Woche empfangen die Straubing Tigers dann die Pinguins aus Bremerhaven, ehe es zum ersten Eder-Duell in der laufenden Saison kommt. Am Mittwoch, 24. März, empfängt Tobias Eder mit der Düsseldorfer EG die Straubing Tigers mit seinem Bruder Andreas.

emi

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