Bereit für die Vierschanzentournee: Moritz Baer von den Sportfreunden Gmund startet am heutigen Dienstag beim Auftaktspringen in Oberstdorf. Foto: Peter Kornatz
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Bereit für die Vierschanzentournee: Moritz Baer von den Sportfreunden Gmund startet am heutigen Dienstag beim Auftaktspringen in Oberstdorf.

SKISPRINGEN - Moritz Baer von den SF Gmund ist für Vierschanzentournee nominiert

Der zweite Durchgang ist das Ziel

  • vonHans Demmel
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Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat Bundestrainer Stefan Horngacher den Kader des Deutschen Skiverbands für das Auftaktspringen der 69. Vierschanzentournee in Oberstdorf bekannt gegeben. Grund zur Freude hat auch Moritz Baer.

Gmund/Lenggries – Der für die Sportfreunde Gmund startende Lenggrieser wurde ins zwölfköpfige Nationalteam berufen.

Es ist bereits die vierte Teilnahme für den 23-Jährigen, der damit zu den sechs Springern der „nationalen Gruppe“ gehört und vorerst für den Wettbewerb am heutigen Dienstag (16.30 Uhr) sowie das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nominiert ist. Für Innsbruck und Bischofshofen kann Horngacher dann nur noch sechs DSV-Adler melden.

„Beim Ausklang am Dreikönigstag noch dabei zu sein, das wäre natürlich traumhaft“, meint Baer, der allerdings um die starke Konkurrenz in den eigenen Reihen weiß. Vergangenes Jahr war er in Innsbruck dabei, musste dann aber krankheitsbedingt auf einen Start in Bischofshofen verzichten.

Sowohl in Oberstdorf als auch auf der Olympia-Schanze in Garmisch war ihm vorher jeweils die Qualifikation für den zweiten Durchgang gelungen. „Das ist natürlich auch diesmal mein Ziel“, nennt Baer seine Erwartungen, meint jedoch völlig realistisch: „Es wird schwer. Das Teilnehmerfeld ist enorm stark.“ Außerdem fehle es ihm an Wettkampfpraxis. „Ich bin vor Weihnachten in Kuusamo dreimal im Continentalcup gesprungen. Die Platzierungen (15., 18. und 14. – Anm. d. Red.) waren nicht schlecht, aber auch nicht überragend“, sieht er seinen Leistungsstand keineswegs am Limit.

Zufriedener ist Moritz Baer mit den anschließend absolvierten Sprüngen bei einem Lehrgang in Oberstdorf: „Das hat echt Spaß gemacht und stimmt mich positiv.“ Natürlich freut er sich auf den Kräftevergleich mit den Topstars der Weltelite bei der Vierschanzentournee. Seinen Teamkollegen Markus Eisenbichler und Karl Geiger, dessen Teilnahme noch fraglich ist, räumt er große Chancen auf den Gesamtsieg ein: „Leicht wird es aber ganz bestimmt nicht, Halvor Egner Granerud zu schlagen.“ Der 24-jährige Norweger gewann zuletzt fünf Weltcup-Springen in Serie.

Auch wenn alle Wettkämpfe ohne Zuschauer ausgetragen werden, ist Baers Freude über die Nominierung riesig: „Die Vierschanzentournee gehört einfach zum sportlichen Highlight jedes Skispringers.“

(dh)

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