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Ein doppelter Sieg: Geisenberger gewinnt in St. Moritz

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Von: Sebastian Schuch

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Unerwartete Freude: Mit dem Sieg beim abschließenden Weltcup in St. Moritz hatte Natalie Geisenberger nicht gerechnet. SCREENSHOT: SPORTSCHAU.DE
Unerwartete Freude: Mit dem Sieg beim abschließenden Weltcup in St. Moritz hatte Natalie Geisenberger nicht gerechnet. © Screenshot: Sportschau.de

Pünktlich vor den Olympischen Winterspielen präsentiert sich Natalie Geisenberger in Top-Form. Die Miesbacherin gewinnt den abschließenden Weltcup in St. Moritz und zudem die Europameisterschaft.

Miesbach – Eine Weltcupsaison ohne Sieg von Natalie Geisenberger? Das hat es seit dem Debüterfolg der Rennrolderin aus Miesbach im Dezember 2008 in Winterberg nur einmal gegeben: während der Baby-Pause im Winter 2019/20. Mit dieser Ausnahme hat die 33-Jährige seit dem Winter 2008/09 in jeder Saison mindestens ein Weltcuprennen gewonnen. Auch in diesem Winter: Im letzten Weltcuprennen der Saison in St. Moritz stand Geisenberger ganz oben auf dem Stockerl und gewann auch die gleichzeitig ausgefahrene Europameisterschaft. „Der Sieg war heute gar nicht von mir eingeplant“, sagte Geisenberger im ARD-Interview. Nach dem Training habe sie gedacht, dass es „einigermaßen für vorne reicht“, aber dass es für ganz vorne reicht, habe sie überrascht.

Wie gut die Miesbacherin gefahren ist, zeigte sich bereits im ersten Lauf. In einer fehlerfreien Fahrt fuhr Geisenberger vor allem in der zweiten Streckenhälfte bärenstark und hatte mit 54,131 Sekunden bereits 0,169 Sekunden Vorsprung auf die Lettin Elina Ieva Vitola. Ein deutlicher Vorteil für den zweiten Durchgang. In diesen startete Geisenberger entsprechend als Letzte und mit 0,245 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Madeleine Egle, die Dritte des ersten Laufs, in den Eiskanal. Zwar verlor Geisenberger etwas Zeit auf Egle, doch sie brachte mit der zweitschnellsten Laufzeit und summierten 1:48,190 Minuten den souveränen Sieg mit 0,155 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Ihr erster Sieg des Winters und der 52. Einzelsieg insgesamt.

Geisenberger Dritte im Gesamtweltcup

Dieser sei für sie„extrem überraschend“ gewesen, „noch dazu, weil das heute Europameisterschaft ist. Mit dem Titel habe ich überhaupt nicht gerechnet“, gestand Geisenberger. „Irgendwie ist das heute ein sehr, sehr cooles Gefühl.“ Für die Miesbacherin ist die insgesamt siebte Goldmedaille bei einer Europameisterschaft. Mit dem Sieg festigte Geisenberger ihren dritten Platz im Gesamtweltcup. Den Titel sicherte sich zum zweiten Mal nach 2019/20 ihre Teamkollegin Julia Taubitz vor Egle.

Pünktlich zu den Olympischen Winterspielen ist Geisenberger wieder eine absolute Medaillenkandidatin. Angesprochen auf das Event China bekräftigte sie erneut, dass sie nie an den Olympischen Spielen gezweifelt habe, sondern den Verhältnissen vor Ort. „Ob ich mir das noch einmal antun will“, sagte sie mit Blick auf die Erfahrungen des Weltcupauftakts. „Olympische Siele sind das Allerallergrößte. Da gibt es nichts, was für einen Sportler bedeutender wäre.“ Sie hoffe, dass sich ihr Engagement in den vergangenen Wochen – vor allem Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee – geholfen habe.

Lokalsport-Podcast: Alle Wadlbeißer-Folgen in der Übersicht.

Bevor sie sich am Samstag auf den Weg nach China macht, will Geisenberger die Zeit mit ihrer Familie genießen. Es sei ein ganz wichtiges Gefühl, zu wissen, dass alles funktioniere, auch wenn sie nicht da ist, betonte die Miesbacherin.

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