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Noch nicht in der neuen Liga angekommen: Der TEV Miesbach ist mit vier Niederlagen in die Saison gestartet.  

Eishockey: Oberliga Süd

Eines der schwersten Auswärtsspiele: TEV zu Gast in Peiting

Vier Spiele, vier Niederlagen - und es wird nicht leichter. Beim EC Peiting bekommt es der TEV Miesbach am Freitagabend mit einem Top-Team der Oberliga zu tun. Schon zum zweiten Mal.

Miesbach – Der Modus mit den Regionalgruppen in der Eishockey-Oberliga Süd bringt es mit sich, dass die Gegner in den ersten fünf Wochen der Saison die gleichen sind. So wartet auf den TEV Miesbach am Freitag bereits das Rückspiel gegen den EC Peiting. Zum Saisonstart vor 14 Tagen mussten sich die Miesbacher zuhause mit 2:6 geschlagen geben. „Für mich ist das eines der besten Teams der Liga mit einem klasse Trainer, dessen Handschrift man klar erkennen kann“, sagt TEV-Coach Markus Wieland über seinen Kollegen Sebastian Buchwieser. „Das wird für uns eines der schwersten Auswärtsspiele.“

Ein Wiedersehen gibt es dort mit Ty Morris, der zu früheren Oberliga-Zeiten für den TEV aufs Eis ging. Der inzwischen 33-jährige Stürmer gehört nach wie vor zu den besten Angreifern der Liga. Buchwieser kann zudem auf einen der besten Verteidiger der Oberliga zurückgreifen: Brad Miller ist nicht nur die Stütze in der Defensive, sondern gerade auch in Überzahl von der Blauen Linie stets für einen Treffer gut. Weitere namhafte Cracks wie der Tscheche Milan Kustourek und Spieler wie Anton Saal komplettieren den Kader.

Beim TEV ist Verteidiger Martin Lidl wieder mit von der Partie. Verzichten müssen die Miesbacher noch auf Benjamin Frank, der nach seiner Matchstrafe aus dem Hinspiel gesperrt ist (wir berichteten). Auch die beiden Langzeitverletzten Florian Gaschke und Markus Seiderer fehlen. Gerade im Angriff ist die Personaldecke damit weiter dünn. Auf Unterstützung vom Kooperationspartner Tölzer Löwen können die Miesbacher an diesem Wochenende nicht bauen, denn dieser hat selbst einige Verletzte zu beklagen. „Wir haben damit wieder genau drei Sturmreihen, während der Gegner meistens vier Blöcke hat“, klagt Wieland.

Wo die Probleme des TEV in der neuen Spielklasse liegen, ist offensichtlich. Die Miesbacher machen zu viele leichte Fehler, zudem ist das Unterzahlspiel ausbaufähig: In Landshut kassierten sie bei sechs Strafzeiten sechs Gegentreffer. Daran wurde während der Woche im Training gearbeitet. „An den Torhütern liegt es bei uns nicht“, meint der Coach. „Wir sind einfach noch nicht clever und spielen nicht geradlinig genug. Auch die anderen Mannschaften machen Fehler, aber wir konnten diese Chancen bisher noch nicht nutzen.“ Wer in Peiting zwischen den Pfosten steht, lässt er wieder offen. Die meisten Tore erzielte bislang der erste Sturm mit Nico Fissekis, James Hall und Christopher Stemke – allerdings kassierte diese Formation auch die meisten Gegentreffer.

„Die Stimmung im Team ist weiterhin sehr gut, und alle sind begeistert, in der Oberliga zu spielen“, betont Wieland angesichts der vier Niederlagen aus vier Spielen. „Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Das ist ein Lernprozess. Ich hoffe, dass wir uns bald mit Punkten belohnen können.“ Auch wenn es beim EC Peiting schwer wird, und die Miesbacher Außenseiter sind, haben sie bewiesen, dass sie in der Oberliga Süd mitspielen können. Beim Hinspiel waren sie trotz des deutlichen Ergebnisses keineswegs klar unterlegen.

Thomas Spiesl

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