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Rudel-Jubel: (v.l.) Jonas Müller, Lucas Dumont und Alexander Oblinger gratulieren Andy Eder zu seinem Tor gegen die Slowakei.

„Mein Schuss ist besser als mein Pass“

Eishockey: Andy Eders doppelte Premiere

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Andy Eder rechtfertigt das Vertrauen des Bundestrainers: Beim Deutschland Cup macht der Miesbacher nicht nur sein erstes Länderspiel-Tor. Er legt noch ein zweites nach.

Krefeld/Nürnberg – Andreas Eder hat in den vergangenen Tagen drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Beim Deutschland Cup spielte der Eishockey-Profi aus Miesbach zum ersten Mal seit 2017 wieder für die deutsche Nationalmannschaft. In der abschließenden Partie gegen die Slowakei erzielte der 23-Jährige seine ersten beiden Länderspieltore. Und dann nutzte Eder das Turnier auch noch, um von Krefeld nach Düsseldorf weiterzufahren und seinen Bruder Tobias zu besuchen, der bei der Düsseldorfer EG spielt.

Andy Eder besucht seinen Bruder in Düsseldorf

„Es ist mal etwas anderes, den Westen zu sehen“, sagt Andreas Eder, der mit seinem Bruder unter anderem in der Düsseldorfer Altstadt war – nur zum Essen, wohlgemerkt. Zwei Tage hatte Eder von den Nürnberg Ice Tigers trainingsfrei bekommen, am Montag flog er wieder zurück in den Süden, ab Mittwoch bereitet sich Eder auf das kommende Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verpasste den Sieg beim Deutschland Cup zwar knapp (wir berichteten), trotzdem waren Eder & Co. zufrieden mit der Leistung. „Wir waren nach der Niederlage gegen die Slowakei nur kurz geknickt“, sagt der Miesbacher. Für ihn selbst lief das Spiel sehr gut. In der siebten Minute gelang Eder sein erstes Länderspieltor zum 1:0, in der 29. Minute legte er das 2:0 nach. „Die zwei Spiele vorher waren auch ganz okay, aber die beiden Tore haben das Ganze schön abgerundet.“.

Andy Eder macht zwei Tore gegen die Slowakei

Beim 1:0 zog Eder von der Bande in Richtung Tor, fackelte nicht lange und hielt einfach drauf. Möglicherweise spielte bei diesem Treffer auch ein Gespräch mit Bundestrainer Toni Söderholm eine Rolle. „Toni hat mir gesagt, dass ich viel schießen muss“, sagt Eder und fügt schmunzelnd hinzu: „Mein Schuss ist besser als mein Pass.“ Söderholm und Eder kennen sich schon länger, für kurze Zeit haben sie noch zusammen beim EHC München gespielt, anschließend war Eder beim SC Riessersee Spieler unter dem Trainer Söderholm.

Andy Eder auch in Überzahl eingesetzt

Seinen Schuss setzte der Miesbacher auch beim zweiten Länderspieltor wieder ein. Der Treffer war sehenswert, Eder bekam die Scheibe an der eigenen Blauen Linie, ging energisch nach vorne, zog gegen zwei Gegenspieler in die Mitte und traf platziert ins Tor. Bei diesem 2:0 zeigte Eder das Selbstvertrauen, das er sich wohl auch in den vergangenen Wochen in Nürnberg geholt hat. Der 23-Jährige bekommt so viel Eiszeit wie nie zuvor in seiner DEL-Karriere. Dazu wird er – wie am Wochenende beim Deutschland Cup – auch in Überzahl eingesetzt. „Die Spielpraxis in Nürnberg kommt mir zu Gute. Ich sitze nicht ewig draußen bis zum nächsten Wechsel“, sagt Eder.

In den nächsten Tagen wird wohl eine Entscheidung fallen, ob er bei den Ice Tigers bleibt oder zurück nach München geht. Die Leihe galt ursprünglich bis Ende November. „In Nürnberg bekomme ich viel Eiszeit, in München bin ich mehr dahoam“, sagt Eder. „Egal, was kommt, ich freue mich drauf.“

cf

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