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Torjubel: Andreas Eder (r.) feiert mit Louke Oakley seinen Treffer für den SC Riessersee.

Eishockey: DEL 2

Eder geht als Hauptrunden-Meister in die Playoffs

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Andreas Eder und der SC Riessersee starten heute mit Heimspiel in das Playoff-Viertelfinale. Mit dem EC Crimmitschau wartet ein unangenehmer Gegner, doch die Werdenfelser können auf ihre Heimstärke bauen.

Garmisch-Partenkirchen – Es ist die erfolgreichste Saison für den SC Riessersee seit 23 Jahren. Seit 1995 war der Eishockey-Traditionsverein aus Garmisch-Partenkirchen nicht mehr Hauptrunden-Meister. In dieser Saison steht die Mannschaft von Trainer Toni Söderholm punktgleich mit den Bietigheim Steelers, aber mit dem besseren Torverhältnis an der Spitze der DEL 2. Anteil daran hat auch der Miesbacher Andreas Eder: In 37 Spielen kam der 21-jährige Stürmer auf elf Tore und 13  Assists für den SCR. Am Dienstagabend startet das Team in das Playoff-Viertelfinale. Gegner ist der EC Crimmitschau. „Es war sehr überraschend“, sagt Eder. „Das ist Wahnsinn.“

Der Miesbacher steht beim EHC München unter Vertrag. Der Deutsche Meister leiht seine jungen Spieler jedoch regelmäßig an Riessersee aus. Eder machte in dieser Saison den Großteil seiner Spiele in der DEL 2, zwölfmal lief er in der DEL auf, sechsmal in der Champions Hockey League.

In Garmisch-Partenkirchen läuft es für den Miesbacher richtig gut – allerdings erst seit dem 28. Dezember: In der Partie bei den Kassel Huskies gelang ihm sein erstes Saisontor für den SCR. Davor hatte Eder oft Pech im Abschluss oder versuchte sich in Einzelaktionen, ein Treffer wollte nicht gelingen. „Das war vom Kopf her schwierig für mich“, sagt Eder. „Ich habe nicht verstanden, warum ich in Garmisch und nicht in München bin.“ Nach einer Aussprache mit den Verantwortlichen und der Gewissheit, dass er die restliche Saison in Riessersee spielen würde, lief es.

Lob gab es aber auch in der schwierigen Zeit vom Trainer, der ihn als „Kämpfer“ bezeichnet. An besagtem 28. Dezember musste Riessersee ohne Top-Stürmer Andreas Driendl (32), der am Samstag als Spieler des Jahres in der Zweiten Liga ausgezeichnet wurde, antreten. Söderholm stellte stattdessen Eder in die erste Reihe, und schon im ersten Drittel rechtfertigte dieser seine Aufstellung mit dem Tor. Seit dem Kassel-Spiel ist der Knoten geplatzt, und Eder spielt auf hohem Niveau. Vor allem beim Bully glänzt der Miesbacher und ist im Powerplay eine feste Größe.

In den Playoffs warten am Dienstag (20 Uhr) nun die Eispiraten Crimmitschau, die sich in den Pre-Playoffs mit 2:0 gegen den EV Ravensburg durchgesetzt haben. Gegen die Sachsen taten sich die Werdenfelser in der Hauptrunde nicht leicht. Im letzten Aufeinandertreffen drehten sie einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg. Gefährlich sind beim Gegner vor allem die Stürmer. „Die ersten zwei Reihen müssen wir in den Griff kriegen“, sagt Eder.

Doch der SCR kann auf seine Heimstärke bauen: Riessersee gewann 22 von 26 Duellen zuhause. In der Best-of-seven-Serie haben die Garmisch-Partenkirchner als Hauptrunden-Meister diesen Vorteil nun auf ihrer Seite. Und mit Andreas Eder einen Stürmer, der in jeder Partie wieder alles geben wird. 

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