Zufrieden mit ihren Ergebnissen sind Monika Fritz und Andreas Floßmann. Privat
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Zufrieden mit ihren Ergebnissen sind Monika Fritz und Andreas Floßmann.

Monika Fritz Zweite im Kufsteinerland und Sieg in Altersklasse – Andreas Floßmann mit guter Platzierung

Endlich ein Radmarathon mit Sonne

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Beim Kufsteinerland Radmarathon überzeugten Monika Fritz und Andreas Floßmann vom Geiger Medius Bike Base Team mit unterschiedlichen Taktiken.

Irschenberg – Nachdem das Wetterglück den Sportlerinnen und Sportlern des Geiger Medius Bike Base Teams heuer nur bedingt hold war, erwischten Monika Fritz und Andreas Floßmann beim Kufsteinerland Radmarathon bessere Verhältnisse. Bei dem Rennen über 126 Kilometer, auf denen zudem 2000 Höhenmeter zu bewältigen waren, herrschte laut dem Bericht der beiden Traumwetter. Und auch die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen.

Nach dem entspannten Start am Fuße der Kufsteiner Festung bis zur offiziellen Freigabe an der Abbiegung Richtung Thiersee ging es mit Rennbeginn „sogleich rasant zur Sache“. Wobei Fritz und Floßmann unterschiedliche Taktiken wählten. Floßmann fühlte sich am ersten Anstieg nach Thiersee und weiter nach Hinterthiersee erstaunlich gut. Also kämpfte er sich an eine Verfolgergruppe heran und hielt auf dem Weg zurück nach Kufstein, über Langkampf und weiter Richtung Kramsach bis zum zweiten längeren Anstieg nach Brandenberg, gut mit.

Hier musste der Geiger-Medius-Starter allerdings dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Er nahm etwas Geschwindigkeit heraus und ließ sich von der zweiten Verfolgergruppe einholen. Nach der folgenden Abfahrt begann für ihn „der Kampf ums Überleben“: mit Biegen und Brechen an der Gruppe dranbleiben oder alleine im Wind verhungern. „Mit viel Zähne zusammenbeißen schaffte ich es, die circa 15-köpfige Gruppe zu halten, aber an einen Zielsprint war nicht mehr zu denken“, berichtet Floßmann. Trotz der Probleme schaffte er mit 3:41:13,5 Stunden eine starke Zeit, die für Platz 59 unter den 390 Startern und Rang 17 in der Klasse Herren 3 reichte. Entsprechend zufrieden war er mit seinem Ergebnis.

Fritz zweitbeste Frau

Fritz wiederum wählte eine konservative Herangehensweise, weil sie Angst hatte, dass sich ein zu schnelles Anfangstempo später wie bei Floßmann rächen könnte. Deshalb musste sie bereits am ersten Anstieg zwei Kontrahentinnen ziehen lassen. Auf dem Weg zurück nach Kufstein merkte sie schnell, dass sich ihre Beine „heute doch vielversprechend anfühlten“. Also erhöhte sie das Tempo.

Dadurch holte sie schon kurze Zeit später eine der beiden Ausreißerinnen ein und konnte diese mit einer flotten Männergruppe distanzieren. Im Anstieg nach Brandenberg erhöhte Fritz das Tempo abermals, was allerdings zur Folge hatte, dass ihr bei der Abfahrt über Aschau zurück nach Kramsach eine Gruppe zum Mitfahren fehlte. Diese fand sie ab Kramsach durch zurückfallende Teilnehmer, mit deren Zug Fritz bis ins Ziel in Kufstein das Tempo halten konnte. Mit 3:52:13,3 Stunden war sie schließlich die zweitschnellste unter 43 Frauen und Siegerin in der Klasse Damen 2.

Schneller als Fritz war bei den Frauen lediglich die Britin Amalie Cooper mit 3:41:11,1 Stunden. Bei den Männern setzte der Österreicher Stefan Kirchmair, der auch Floßmanns Klasse gewann mit 3:20:22,1 Stunden die Bestzeit, nur zwei Zehntelsekunden vor Daniel Debertin (Herren 2).  

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