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Endlich wieder Wettkampfluft: Vanessa Hinz startet bei Biathlon-EM

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Vanessa Hinz macht sich keinen Druck.
Vanessa Hinz macht sich keinen Druck. © DSV

Nach ihrer Krankheit kehrt Vanessa Hinz zurück in den internationalen Biathlon-Zirkus: Sie startet bei der Europameisterschaft in Lenzerheide.

Schliersee – So richtig fit ist Vanessa Hinz immer noch nicht. Doch in dieser Woche kehrt die Biathletin wieder auf die internationale Wettkampfbühne zurück. Bei den Biathlon-Europameisterschaften in der schweizerischen Lenzerheide. Am Mittwoch um 10.15 Uhr geht Hinz im Einzel an den Start, ehe am Freitag der Sprint, am Samstag die Verfolgung und am Sonntag die Mixed-Staffeln auf dem Programm stehen.

Die Schlierseerin musste zuletzt aufgrund eines grippalen Infekts auf die Weltcup-Starts in ihrer bayerischen Wahlheimat Ruhpolding und in Antholz (Italien) verzichten. „Endlich wieder“ Wettkampfluft schnuppern, freut sich Hinz im Gespräch. Denn ihr letztes Rennen ist über einen Monat her. Die Biathletin vom SC Schliersee startete zu Beginn der Saison in der zweithöchsten Wettkampfserie im Biathlonsport, im IBU-Cup. Schon in der Saisonvorbereitung war Hinz immer wieder durch Krankheit oder Verletzungen zurückgeworfen worden. Im IBU-Cup zeigte sie nach leichten Anlaufschwierigkeiten gute Leistungen, lief auch aufs Podium und empfahl sich dadurch für die Rückkehr in den Weltcup. Und dann kam der erneute krankheitsbedingte Rückschlag, der immer noch nicht ganz überwunden ist. „Es zieht sich brutal. Ich hatte kein Fieber, aber der Husten ist immer noch da“, erzählt Hinz.

Und so geht die 30-Jährige relativ entspannt in die Europameisterschaft, die noch einmal ein bisschen stärker besetzt sein wird als die IBU-Cups. „Erfahrungsgemäß ist die EM international sehr gut besetzt. Ich würde mich freuen, wenn die eine oder andere Medaille rausspringen würde. Dafür muss alles passen, und selbstverständlich ist das nicht, weil auch andere Nationen diese EM sehr ernst nehmen“, sagt Peter Sendel, leitender Disziplin-Trainer der Frauen, über die Chancen der deutschen Mannschaft. Für Hinz geht es vordergründig darum, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. „Ich habe ewig keine schnellen Einheiten und keine Wettkämpfe gemacht. Das war keine ideale Vorbereitung, aber ich hoffe, dass das Gefühl wieder stimmt.“

Schon vor dem Weltcup in Antholz hatte Hinz wieder probiert, zurückzukehren. Doch zu der Zeit waren nicht einmal zwei Trainingseinheiten pro Tag möglich. Und so denkt Hinz vor den Kontinentalmeisterschaften auch noch nicht an EM-Titel. Ganz abschreiben muss die 30-Jährige bereits eine Teilnahme bei der Heimweltmeisterschaft in Oberhof (8. bis 19. Februar). Aufgrund des Saisonverlaufs wurde Hinz nicht für die Titelkämpfe nominiert. emi

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