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Gekämpft und alles gegeben hat Amelie Kober (Foto), um bei den Olympischen Winterspielen dabei zu sein. Doch weder für sie noch für Cheyenne Loch hat es am Ende gereicht.

Endstation Slowenien

Kober und Loch verpassen ihren Olympia-Traum 

Das Skigebiet Rogla in Slowenien ist nicht gerade das Lieblingsreiseziel von Cheyenne Loch und Amelie Kober. Nichtsdestotrotz fuhren die beiden Snowboarderinnen hoffnungsvoll zum dortigen Weltcup.

Das Unwahrscheinliche sollte geschafft werden – nämlich die Olympia-Norm. „Ich habe es mir schöngeredet, aber Rogla war mal wieder eine Fahrt für nichts“, sagt Loch. Sowohl für sie als auch für Kober war Slowenien die Endstation auf dem Weg nach Pyeongchang. In zwei Parallel-Riesenslaloms verpassten beide jeweils den Einzug ins Finale – und damit auch die Olympia-Qualifikation.

Dass es mit der Verletzungsgeschichte und den fehlenden Trainingseinheiten schwierig werden würde, war beiden von Anfang an bewusst. Und doch ist die Enttäuschung groß. „Es ist einfach ein gestecktes Ziel, das nicht erreicht wurde“, sagt Kober.

Sie verpasste beim ersten Rennen noch vermeintlich knapp, nämlich um 33 Hundertstel, die Finalläufe. Insgesamt wurde die 30-Jährige an dem Tag 24.. Am Sonntag beendete die Fischbachauerin ihren Lauf beim Sieg der Teamkollegin Ramona Hofmeister als 29. im Klassement. „Ich habe deutlich gemerkt, dass mir die Trainingseinheiten fehlen und alles nicht so automatisiert abläuft“, erzählt Kober. „Und Rogla ist einfach nicht mein Rennen.“

Der flache Hang kommt ihr genauso wenig entgegen wie Loch. Beim ersten Lauf wurde der 23-Jährigen dieser zum Verhängnis. Loch fuhr gegen die Startklappe und konnte auf der flachen Piste kaum mehr die nötige Geschwindigkeit aufbauen. Als 39. reichte ihre Zeit nicht, um noch den zweiten Quali-Lauf fahren zu dürfen. So war es auch am Sonntag, als Loch auf den 34. Platz kam. Warum es an dem Tag nicht für den zweiten Lauf gereicht hat, ist Loch selbst ein Rätsel. „Es hat gut ausgesehen, aber ich war einfach langsam.“ Aufgegeben hatte sie vorher jedenfalls nicht. „Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, es noch zu packen“, sagt sie. „Am Sonntag wollte ich alles geben. Ich hatte nichts zu verlieren.“

Aber es reichte nicht. Aus der Traum von Olympia. Beide haben alles gegeben, „viel reingesteckt und hart gearbeitet“, sagt Kober. Doch am Ende sollte es einfach nicht sein. „Nach dem Rennen wird einem einfach bewusst, was ich dafür gemacht habe“, meint Loch. „Bei Olympia ist es besonders bitter, weil es eben nur alle vier Jahre ist“, fügt Kober hinzu. Und ob sie das nächste Mal noch einen Anlauf starten will, ist unsicher. „Ich muss sehen, wie es sich entwickelt“, sagt die Fischbachauerin. „Aber mir machen die Rennen nach wie vor unglaublich viel Spaß – auch wenn es jetzt nicht so gut gelaufen ist.“

Die größte Enttäuschung ist bereits verflogen – die Boarderinnen versuchen, mit der Leistung nach ihrer Verletzungshistorie zufrieden zu sein. Wie geht man nun damit um, das Saisonziel nicht geschafft zu haben? „Das weiß ich selber noch nicht“, sagt Kober. Sie betont aber vor allem die Unterstützung innerhalb der Mannschaft. Während der Rennen herrscht im starken deutschen Team zwar der Konkurrenzkampf. Doch danach leidet jeder mit den anderen mit. „Der Zusammenhalt ist super“, erzählt Kober. „Das hilft auch, alles besser zu verarbeiten.“

Für beide heißt es nun, nach vorne zu schauen. Auch wenn der Traum von Olympia geplatzt ist, so ist die Weltcup-Saison noch lange nicht vorbei. Ein versöhnlicher Abschluss wäre den beiden Kämpferinnen aus dem Landkreis zu gönnen. Der nächste Weltcup findet bereits am Freitag, 25. Januar, im bulgarischen Bansko statt. Eine Reise, die sich hoffentlich wieder lohnt.

Sofia Eham

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