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Rundum glücklich: Elisabeth Schicho genießt ihr neues Leben in Norwegen. Das Langlaufen darf dabei nicht fehlen.

Leben nach dem Leistungssport

Ex-Langläuferin Elisabeth Schicho ist in Norwegen glücklich

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Elisabeth Schicho hat immer alles gegeben, für die Weltspitze hat es nicht gereicht. Jetzt ist die Ex-Langläuferin in Norwegen umso glücklicher.

Oslo – „Mit 28 Jahren habe ich nun auch endlich mein erstes Semester geschafft“, antwortet Elisabeth Schicho laut lachend auf die Frage, wie es denn so läuft in Norwegen. Bei ihr hört sich das so an, als wäre sie spät dran. Aber viel früher wäre das gar nicht möglich gewesen. Bis vor knapp einem Jahr nämlich bestimmte der Langlauf das Leben der Schlierseerin. Weltcup-Rennen an den Wochenenden und knallhartes Training dazwischen.

Elisabeth Schicho beendete im Frühjahr 2019 ihre Karriere

Obwohl die 28-Jährige von Verletzungen größtenteils verschont geblieben ist, wollte der Sprung in die Weltspitze nicht gelingen. Eiserne Disziplin und Verzicht passten nicht mit dem Ertrag zusammen. So beendete die Schlierseerin im Frühjahr ihre Karriere, eine neue Herausforderung musste her. „Ich wollte auf jeden Fall ein Studium anfangen, um auch den Kopf wieder mal richtig zu fordern“, sagt die Athletin des SC Schliersee. „Und das an einem Ort, wo es einen garantierten Superwinter gibt, denn ganz ohne Langlauf geht es nicht.“

Im Frühjahr zog Schicho deshalb nach Oslo. In der norwegischen Hauptstadt studiert sie nun BWL und lebt in einer WG zusammen mit zwei Norwegern. Dass die 28-Jährige sich dort gut eingelebt hat und pudelwohl fühlt, merkt man in jeder Sekunde, in der sie vom bislang Erlebten erzählt. „Am Anfang war die neue Sprache ziemlich aufregend. Ich war da doch schüchtern und unsicher, ob ich wirklich das sage, was ich auch meine“, beschreibt Schicho ihre ersten Versuche auf Norwegisch. Mittlerweile ist diese Hürde aber deutlich kleiner geworden. Auch dank eines Tricks: „Neue Wörter und Sätze probiere ich immer erst im Supermarkt aus. An den Reaktionen merkt man dann schnell, ob’s passt.“

Elisabeth Schicho trainiert jetzt Jugendliche

Feedback bekommt sie außerdem von ihren Athleten. In Kjelsas, einem Vorort Oslos und gleichzeitig Heimat eines der größten Skiclubs Norwegens, gibt sie ihre Profi-Erfahrung als Trainerin der 18- bis 20-Jährigen an die nächste Generation weiter. „Das macht mir extrem viel Spaß. Vom Schrittsprung-Training bis zum ,Mütze aufsetzen nach dem Intervalltraining nicht vergessen‘ ist alles dabei.“

Als Stockposten beim Weltcup in Lillehammer im Einsatz

Aber auch die Profis und vor allem ihre ehemaligen Teamkollegen beim Deutschen Skiverband verfolgt Schicho weiterhin ganz genau. „In Norwegen ist der Skilanglauf ja absoluter Volkssport. Im Fernsehen wird jedes Rennen übertragen, von daher verpasse ich so gut wie nichts.“ Beim Weltcup-Rennen im gut zwei Stunden nördlich von Oslo gelegenen Lillehammer Anfang Dezember war sie auf Einladung live dabei. „Peter Schlickenrieder, der Bundestrainer, hat mich angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte vorbeizukommen. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen“, erzählt Schicho, die dann sogar als Stockposten an der Strecke aushalf.

Elisabeth Schicho bleibt mindestens drei Jahre in Norwegen

Auch am Holmenkollen Anfang März wird Schicho wieder mit dabei sein. Ob sie ihren Rücktritt im vermeintlich besten Langlauf-Alter gerade in einem solchen oder irgendeinem anderen Moment je bereut hat? „Nein. Nie. Zu keinem Zeitpunkt. Ich habe über Jahre alles gegeben, alles gemacht, was man machen muss, mich dem Druck und dem Stress gestellt. Aber am Ende waren die Fortschritte zu klein. Trotz viel Verzicht.“ Dass das keine Floskel ist, merkt man Schicho in jeder Sekunde des Gesprächs an. Sie wirkt glücklich, ausgeglichen, fast erleichtert und kann sich auf das konzentrieren, was ihr Spaß macht. „Als nächstes will ich ein Praktikum in einer Firma machen. Ich weiß ja gar nicht, wie so ein ,normaler‘ Berufsalltag eigentlich aussieht.“ Und am Birkebeiner-Rennen (Langlauf-Rennen über 54 Kilometer von Rena nach Lillehammer) will sie auch teilnehmen.

Mindestens drei Jahre hat Schicho dafür noch Zeit. Solange wird sie in Oslo in jedem Fall noch studieren. Mit kleinen Unterbrechungen. Weihnachten und Silvester verbrachte sie zu Hause in Schliersee.

alf

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