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Wörnsmühl-Coach Sepp Riedl ist stolz auf seine Spieler.

Corona-Krise

Fitness in der Kreisklasse: Hohes Maß an Eigenverantwortung

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Während der Corona-Krise dürfen die Fußball-Vereine im Oberland nicht trainieren. Die Trainer setzen zum Teil auf die Eigenverantwortung der Spieler.

Landkreis – Wie in ganz Deutschland ruht auch in der Kreisklasse 2 aufgrund der Corona-Krise der Ball. Ob die Rückrunde noch stattfinden kann, steht in den Sternen, darf aber durchaus angezweifelt werden. Die Heimatzeitung hat bei den Klubs aus der Region nachgefragt, wie sie mit der schwierigen Situation umgehen und wie sich die Spieler in ihren eigenen vier Wänden fit halten.

Am professionellsten wird die Fitness wohl beimFC Rottach-Egerngehandhabt. Der neue Coach Klaus Beckmann (wir berichteten), beruflich als Personal-Trainer tätig, hat seine Kicker mit einem Trainingsplan ausgestattet. Demnach sollen die Spieler vor allem an der Grundlagen-Fitness arbeiten. Auf dem Plan stehen etwa Steigerungsläufe mit wechselnder Intensität. „Bei uns hat jeder einen Plan bekommen, was er machen soll. Wir sollen vor allem an der Ausdauer arbeiten, etwas anderes ist zur Zeit schwierig“, erklärt der Zweite Vorsitzende Leopold von Sigritz, der selbst für die Kicker vom Birkenmoos aufläuft.

Bei der DJK Darching gibt es für die unerwartete Spielpause keinen Plan und keine Vorgaben für die Spieler. „Der eine oder andere wird sicher für sich zum Laufen gehen. Wichtig ist, dass alle die eingeschränkte Ausgangssperre akzeptieren und befolgen, denn die Gesundheit geht vor“, erklärt Abteilungsleiter Andreas Hallmannsecker.

Auch bei der SG Haushamliegt es im eigenen Ermessen der Aktiven, wie sie ihre Fitness aus der Vorbereitung und dem Trainingslager in der Sportschule Oberhaching erhalten. „Einen direkten Trainingsplan gibt es bei uns nicht. Alle Spieler sind für ihr Training selbst verantwortlich“, meint Vize-Vorsitzender Florian Fink.

Genauso sieht man es auch beim TSV Weyarn, einen Plan von Trainer Hans-Werner Grünwald gibt es hier nicht. „Die Spieler gehen vereinzelt zum Joggen. Die Mehrheit ist aber eher an der Playstation anzutreffen“, sagt Abteilungsleiter Christian Wacker. „Es werden wohl einige Spieler mit ein paar Kilo mehr in die Rückrunde oder die neue Saison starten.“

Beim SC Wörnsmühlmachen die Fußballer aktuell Meter als Krisenhelfer und unterstützen, genau wie die Rottacher, hilfsbedürftige Bürger. Ansonsten gibt es keine Vorgaben von Coach Sepp Riedl. „Selbst wenn ich einen persönlichen Trainingsplan ausgeben würde, wäre das schwer zu überprüfen. Ich appelliere an die Eigenverantwortung der Spieler, sich einigermaßen fit zu halten“, erklärt Riedl. „Das Allerwichtigste ist es aber jetzt, im Umfeld des Sports Verantwortung zu übernehmen. Was den Umgang mit der Seuche angeht, muss ich die Jungs ausdrücklich loben. Sie haben in Eigeninitiative mit Unterstützung des Vorstands und der Gemeinde einen Hilfsservice für Gemeindebürger ins Leben gerufen.“ Das sei wichtiger als Fußball und mache den Trainer stolz. 

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