David Zehentner Freeskier vom SC Bayrischzell
+
David Zehentner ist Freeskier beim SC Bayrischzell

Freeskier David Zehentner scheidet in Aspen in Qualifikation aus

Schwierige Fehlersuche für David Zehentner

  • vonMichael Eham
    schließen

Der Bayrischzeller Freeskier David Zehentner ist beim Weltcup in Aspen bereits in der Quali gescheitert. Warum genau, weiß er allerdings nicht.

Bayrischzell/Aspen – Um beim Freeski ein gutes Resultat zu erreichen, ist es vor allem wichtig, die Jury zu überzeugen. Denn die entscheidet bei den Wettkämpfen im Slope-style und Big Air, bei denen der Bayrischzeller David Zehentner mittlerweile regelmäßig im Weltcup antritt, wie gut oder schlecht ein Lauf am Ende war. Und dass die Wahrnehmung eines Athleten und der Jury auch gut und gerne mal divergieren können, musste Zehentner beim vergangenen Weltcup im nordamerikanischen Aspen erfahren.

Denn er brachte einen Lauf ohne allzu große Patzer zu Ende – dachte er zumindest. „Ich bin mit meinem Run eigentlich richtig zufrieden“, erzählt der 17-Jährige. Doch die Jury bewertete seinen Lauf mit nur 65,50 von 100 möglichen Punkten. Damit qualifizierte er sich nicht für das große Finale am Wochenende und wurde am Ende 36. von insgesamt 56 Startern. Für Zehentner eine persönliche Enttäuschung.

Doch er begab sich prompt nach dem Lauf auf Fehlersuche und gibt sich durchaus selbstkritisch und lernwillig. „In der Videoanalyse sieht man nicht wirklich, woran es gelegen haben könnte“, sagt er zwar. Eine Vermutung hat er trotzdem. Denn möglicherweise hat er bei der Landung am letzten Kicker mit einer Hand in den Schnee gegriffen. „Das kann ich weder aus dem Video beurteilen noch kann ich mich daran erinnern“, meint Zehentner, „aber das ist die einzige Erklärung, die ich habe“.

Vor dem Weltcup hat der Freeskier vom SC Bayrischzell im Vergleich zur aus seiner Sicht etwas enttäuschenden Weltmeisterschaft, die eine Woche zuvor ebenfalls in Aspen stattgefunden hatte (wir berichteten), seine Rails etwas umgestellt und damit auf die Unsauberkeiten bei der WM reagiert. „Ich bin im Weltcup einen eher einfacheren Railrun gefahren“, erklärt er.

Nach einer kurzen Zeit zuhause in Bayrischzell hat Zehentner nun noch einen Weltcup vor sich. Am Montag stand ein weiterer Corona-Test an, ehe es weiter in die Schweiz ins Hochtal Engadin ging. Dort startet am morgigen Donnerstag der letzte Weltcup der Saison in Silvaplana am 3451 Meter hohen Piz Corvatsch. Auch dort gilt für den Teenager weiterhin Punkte zu sammeln für den großen Traum. Zehentner möchte unbedingt bei den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr in Peking teilnehmen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare