Schießstand FSG Miesbach, Werner Dippold junior, Werner Dippold senior
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Bis in die Nacht kämpften Werner Dippold junior, Erster Schützenmeister der FSG, und seinen Vater Werner Dippold senior mit dem Wasser im Schießstand.

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Wasserschaden im Schießstand der FSG Miesbach

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Stille am Schießstand: Während des Dauerregens der vergangenen Tage ist das Wasser in den Schießstand der FSG Miesbach gelaufen - und hat einen Schaden verursacht.

Miesbach – Als einer der ersten Schützenvereine der Region nahm die Feuerschützengesellschaft Miesbach den Betrieb nach der Corona-Pause wieder auf. Doch nach dem Dauerregen zu Wochenbeginn bleibt es an den Schießständen vorerst still. Der Grund: ein Wasserschaden.

Von der angrenzenden Wiese lief das Wasser in der Nacht auf Mittwoch schon auf das Gelände – und letztlich auch ins Gebäude. „So hoch stand es noch nie“, sagt Werner Dippold senior, der den „See“ gegen 8 Uhr in der Früh bemerkte und seinen Sohn und Ersten Schützenmeister Werner Dippold junior informierte. Als erste Maßnahme brachten sie alle Wertsachen in Sicherheit.

Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch im Gebäude

Gemeinsam mit Mitgliedern der FSG und Nachbar Josef Stoib, der mit seinem Traktor eine große Hilfe gewesen sei, schütteten die Dippolds einen Erdwall auf, um das weitere Vordringen der Wassermassen zu verhindern. Gegen 12 Uhr hatten sie alles dicht. Auch die Feuerwehr kam kurz vorbei, musste dann aber zu anderen Brennpunkten, etwa dem Kleintal und Harztal in Miesbach sowie an die Leitzach, abrücken, wie Kommandant Matthias Resch erklärt. Später brachten die Kameraden noch einige Sandsäcke vorbei.

Doch da war das Unglück bereits geschehen. Bis zu 20 Zentimeter hoch stand das Wasser im Schießstand. Gegen 20 Uhr war der Außenbereich wieder frei zugänglich, Dippold senior und junior arbeiteten bis in die Nacht, um auch die Innenräume trocken zu legen.

Entstandener Schaden noch nicht absehbar

Wie hoch der entstandene Schaden ist, kann Dippold jun. noch nicht abschätzen. Wenn der Boden nicht ausgetauscht werden müsse, könne man mit einem blauen Auge davonkommen. „Das Schlimmste, was passieren kann, wäre, wenn die Motoren der Zuganlagen beschädigt sind“, sagt er. Dann könnte die FSG die Stände nicht mehr nutzen. Die Dippolds hoffen nun auf Unterstützung von der Stadt und bedanken sich von Herzen bei allen Helfern.

Wann auf der Anlage wieder geschossen werden kann, hängt nun davon ab, wann die Schäden betitelt und die Böden vollständig getrocknet sind.

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