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Die Kreisklasse im Blick: Trainer Sebastian Fischer (M.) und die Fußballer des TSV Schliersee sind Tabellenführer der A-Klasse 3 und wollen aufsteigen.

Fußball-A-Klasse 3

Auf in die Rückrunde

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Am Wochenende geht der Spielbetrieb in der Fußball-A-Klasse 3 weiter – vorausgesetzt, das Wetter macht mit. Drei Partien mussten bereits abgesagt werden. Hier gibt es einen Überblick, was sich bei den zehn Mannschaften aus dem Landkreis in der Winterpause getan hat.

Landkreis – Zehn Mannschaften aus dem Landkreis spielen in der Saison 2018/19 in der Fußball-A-Klasse 3. Die Hinrunde ist absolviert, elf Spieltage liegen noch vor den Teams. Für zwei davon geht es um den Aufstieg, drei kämpfen gegen den Abstieg. Ein paar Mannschaften haben sich personell verstärkt, und eine kommt mit einem Interimstrainer aus der Winterpause.

TSV Schliersee (1. Platz/ 40 Punkte/16 Spiele)

Der TSV Schliersee hat den schneereichen Winter an der Tabellenspitze verbracht und möchte dort so lange wie möglich bleiben. Neben Rückkehrer Andreas Voulgaris (von Ligakonkurrent SV Arget) hat das Team um Trainer Sebastian Fischer auch Daniel Czordas (von Kreisligist TSV Otterfing) als Unterstützung bekommen. „Der kann unsere Offensive mit Sicherheit verstärken und vor allem unsere Abschlussschwäche kompensieren“, meint Schliersees Sportlicher Leiter Patrick Quinz. Die Vorbereitung verlief im Großen und Ganzen gut. Neben vier Tagen Trainingslager in Großaspach (Baden-Württemberg) machten auch die Testspiele gegen den TSV Weyarn (Kreisklasse) und den SC RW Bad Tölz (A-Klasse 4) Mut. „Wir wussten, gegen die starken Gegner zu überzeugen, und konnten Verschiedenes ausprobieren“, sagt Quinz. Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse muss das Heimspiel am Samstag gegen den TSV Hartpenning ausfallen, ehe es dann kommende Woche gegen den SV Waakirchen geht. „In dem Spiel gibt es kein ‚mal schauen‘, sondern da will jeder gewinnen“, prognostiziert Quinz. „Was am Ende der Saison rauskommt, wird man sehen.“

Prognose

Der TSV Schliersee steht nicht nur ganz oben in der Tabelle, sondern hat sich personell auch noch einmal verstärkt. Wenn sich die Neuzugänge tatsächlich als Verbesserung erweisen, geht es in die Kreisklasse.

FC Rottach-Egern (3./35/15)

Eine starke Hinrunde hat der FC Rottach-Egern hingelegt und auf dem dritten Platz überwintert. Die Aufstiegsplätze sind in Reichweite, und das Team von Trainer Holger Fritz ist gut vorbereitet. „Die Trainingsbedingungen waren aufgrund der Schneemassen schwer, aber die Mannschaft hat auch auf Hartplatz gut trainiert“, sagt der Coach. „Ich hoffe, das Spiel gegen Arget findet statt.“ Gegen den Verfolger, der nur drei Punkte hinter Rottach liegt, steht gleich zu Beginn eine richtungsweisende Partie an. Neu im Team sind Toni Pietzko (vereinslos, zuletzt TuS Holzkirchen II) und Jan-Henrik Horn (SV Tübingen II). Zudem betreut Detlef Grafunder nun die Zweite Mannschaft, unterstützt Fritz im Training und macht zusätzliches Torwarttraining. Im Trainingslager am Gardasee und in den Testspielen sammelte Fritz positive Eindrücke und hat nun eine hoch motivierte Mannschaft. „Wir wollen alle Spiele gewinnen.“

Prognose

Die Rottacher werden bis zum Saisonende oben dabei bleiben, aber letztlich – vorausgesetzt Sauerlach bricht nicht ein – mit dem Aufstieg nichts zu tun haben.

SV Warngau (5./30/16)

Als Aufsteiger spielt der SV Warngau bisher eine bärenstarke Saison und möchte nun daran anknüpfen. „Der Rückstand nach ganz oben ist schon relativ groß“, sagt Sprecher und Torhüter Michael Sonnleitner über den Zehn-Punkte-Abstand zu den Aufstiegsplätzen. „Aber falls da oben jemand schwächelt, wollen wir da sein.“ Die erste Chance ergibt sich direkt im ersten Spiel nach der Winterpause. Aufgrund der Platzverhältnisse startet der SV jedoch erst in zwei Wochen beim TSV Sauerlach. Daher befindet sich die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer derzeit im Trainingslager in Kroatien und bereitet sich auf die Rückrunde vor. „Bis jetzt haben wir uns ziemlich auf die Kondition konzentriert“, erklärt Sonnleitner. Im Trainingslager liegt der Schwerpunkt jetzt auf Technik und Taktik, um sich dann in Sauerlach in bester Verfassung zu präsentieren.

Prognose

Der SV Warngau ist die Wundertüte der Liga. Mit einer Niederlage gegen den FC Real Kreuth II und einem Sieg gegen den FC Rottach-Egern hat der SV das schon unter Beweis gestellt. Aus dem Aufstiegsrennen verabschieden sich die Warngauer allerdings bald.

SV Waakirchen-Marienstein (6./21/15)

Der Absteiger aus der Kreisklasse kam anfangs in der neuen Liga nicht zurecht, hat sich aber im Laufe der Hinrunde gefangen. „Das war mit neuem Trainer und vielen jungen Spielern am Anfang nicht ganz leicht“, erklärt der Sportliche Leiter Klaus Kinshofer. „Wir wollen auf jeden Fall eine stabile Rückrunde spielen und dann am Ende unter die besten fünf Mannschaften kommen.“ Ende Februar startete das Team von Trainer Vincent Lechner in die Vorbereitung. „Die verlief echt gut, und auch die Trainingsbeteiligung hat gepasst“, sagt Kinshofer. „Das Trainingslager in Kroatien war sensationell.“ Die erste Partie gegen den SV Warngau wurde verschoben, sodass der SV Waakirchen-Marienstein erst nächstes Wochenende aus der Winterpause kommt. „Wir haben sowohl nach vorne, als auch nach hinten schon einen zu großen Abstand“, erklärt der Sportliche Leiter. Da heißt es, die Motivation hochzuhalten bis Saisonende.

Prognose

Waakirchen findet langsam in die Spur und hat Potenzial nach oben. Am Ende gibt es eine Platzierung zwischen Rang vier und sechs.

SF Fischbachau (7./21/15)

Mit zwölf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge haben die Sportfreunde Fischbachau überwintert und damit ihr Ziel – den Klassenerhalt – schon fast erreicht. „Wir wollen jetzt nach hinten alles so schnell wie möglich sicher machen, damit nichts mehr anbrennen kann“, sagt Trainer Michael Kellerer. „Wir werden auch spielerisch stetig besser.“ Kadermäßig hat sich über die Winterpause nichts getan. Die Vorbereitung war etwas zäh, weil in Fischbachau der Schnee besonders lang liegen geblieben ist. „Wir haben ein Trainingslager in Südtirol gemacht“, erzählt Kellerer. „Die Motivation und Beteiligung waren gut.“ In den Vorbereitungsspielen gegen den SV Bayrischzell (Kreisklasse) und den TV Feldkirchen (Kreisklasse) zeigten die Fischbachauer zwar eine eher durchwachsene Leistung, gegen Kreuths Reserve sollte am Samstag dann eigentlich ein Sieg her. Doch die Partie wurde abgesagt.

Prognose

Die SF Fischbachau leben von der Motivation der jungen Truppe. Wenn das Team gut aus der Winterpause kommt, sind noch einige Punkte drin.

SC Wall (8./19/15)

„Wir müssen unsere Ansprüche auf ein gesundes Maß an Realismus zurücksetzen“, fordert Walls Vorsitzender Sepp Bernöcker. Denn der SC hat eine holprige Hinrunde hinter sich und mit deren Ausläufern noch immer zu kämpfen. In der ersten Partie der Saison verletzte sich Abwehrspieler Maximilian Klemm schwer am Knie, im letzten Spiel vor der Winterpause riss sich Torgarant Sepp Estner das Kreuzband. „Ein Leistungsträger bleibt eben ein Leistungsträger“, sagt Bernöcker. „Solche Spieler können wir nicht einfach ersetzen.“ So wird es nach mehreren Jahren Aufstiegskampf in diesem Jahr eher eine Mittelfeldreise. Am Ende soll eine Platzierung zwischen Platz sechs und acht stehen. „Nach der Winterpause fängst du wieder bei Null an.“ Der SC hat zwar nun für Trainingszwecke einen Kunstrasenplatz, aber aufgrund der heftigen Schneemassen ging auch dort bis vor zwei Wochen nicht viel. Im ersten Spiel gegen Schlusslicht TSV Hofolding hat das Team von Trainer Bernd Bleinroth gleich die Chance auf den ersten Dreier.

Prognose

Für die Waller heißt es, ein gutes Fundament für die kommende Saison zu legen und die Verletzten so gut als möglich zu kompensieren. Am Ende ist der achte Platz, den sie aktuell belegen, realistisch.

TSV Hartpenning (9./15/16)

Der TSV Hartpenning findet sich nach der Winterpause im Niemandsland der Tabelle wieder. „Da ist es immer schwierig, die Motivation hochzuhalten“, sagt Abteilungsleiter Werner Klinke. „Was mich aber positiv stimmt, ist, dass wir in der Vorbereitung gezeigt haben, was wir können, und dass wir in der Hinrunde uns meist selbst geschlagen haben.“ Die Jungs würden wissen, dass sie noch was gut zu machen haben. So auch gleich in einer Woche gegen den TSV Sauerlach, an den die Hartpenninger Nico Hunger in der Winterpause abgeben mussten. Die Vorbereitung verlief zufriedenstellend, und auch in den Spielen zeigte der TSV zum Teil ansprechende Leistungen. „Vor allem gegen die FF Geretsried haben wir sehr diszipliniert gespielt und verdient gewonnen“, sagt Klinke. Mit Stefan Zellermayer (Sprunggelenk), Florian Zinsbacher (Leiste) und den kreuzbandverletzten Max Müller, Benedikt Gerds und Vincent Wahl kommen in den nächsten Wochen einige Spieler zurück in den Kader.

Prognose

Der TSV Hartpenning wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben, muss aber die Konzentration hochhalten, um nicht doch noch unten reinzurutschen.

FC Real Kreuth II (10./14/15)

Eine zerfahrene Hinrunde hat die Reserve des FC Real Kreuth hinter sich und den Klassenerhalt noch lange nicht erreicht. Trainer Stefan Rachel musste während der Winterpause aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Peter Fischl übernimmt interimsweise. „Ich hoffe, dass Stefan wieder völlig gesund und gestärkt zurückkommt“, sagt Fischl. Auch in Kreuth hielt der Winter die Mannschaft lange in der Kabine. Der Kader ist gut und breit aufgestellt, sodass sich zum Auftakt gleich die Chance ergibt, gegen die SF Fischbachau mit einem Dreier die Abstiegszone hinter sich zu lassen. „Wir wollen einfach so viele Punkte wie möglich holen“, gibt Fischl die Marschroute für die verbleibenden elf Spieltage vor.

Prognose

Beim FC Real Kreuth II kommt es darauf an, dass die Erste Mannschaft nicht mit zu vielen Verletzungen zu kämpfen hat. Ist das der Fall, wird die Reserve nicht viel mit dem Abstieg zu tun haben.

SV Miesbach II (11./13/15)

Die Zweite Mannschaft des SV Miesbach braucht noch einige Punkte, um auch in der kommenden Saison in der A-Klasse zu spielen. „Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich klarmachen“, sagt Trainer Stefan Feicht. „Der Rest ist dann Bonus.“ Vier Punkte trennen die Miesbacher von den Abstiegsrängen. Das Trainingslager gemeinsam mit der Ersten Mannschaft in Novigrad (Kroatien) bescherte neben bestem Wetter auch beste Trainingsbedingungen. „Wir haben zwar keine Testspiele gemacht, allerdings konnten sich einige Spieler in der Ersten Mannschaft beweisen und hinterließen einen guten Eindruck“, erzählt Feicht. Die erste Partie nach der Winterpause wird gleich ein echter Brocken: Mit dem TSV Sauerlach geht es zu einem Aufstiegskandidaten. „Das wird ein schwerer Gegner. Aber wir werden versuchen, eine gute Partie abzuliefern.“

Prognose

Die Miesbacher Reserve wird etwas brauchen, um den Klassenerhalt fix zu machen. Aber am Ende stehen sie über dem Strich.

SV Parsberg (12./10/15)

Wie zu erwarten war, kämpft der SV Parsberg als Aufsteiger um den Klassenerhalt – steht aber aktuell über dem Strich. Das soll bis zum Saisonende auch so bleiben. Und in der ersten Partie nach der Winterpause kommt es für die Elf von Trainer Robert Niggl gleich zu einem richtungsweisenden Spiel gegen die SF Aying II, die aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz liegen. „Da möchten wir entweder einen oder drei Punkte holen“, sagt Abteilungsleiter Leo Kameter. Und auch in den kommenden Begegnungen wird der SV alles versuchen, um den Abstiegsplätzen fern zu bleiben. Timo Oelschlägel kam vom SV Miesbach II neu zum Team. „Das Ziel ist natürlich, dass wir in der A-Klasse bleiben und am Ende im Mittelfeld stehen.“ Die Vorbereitung war abwechslungsreich mit Spinning, Bodypump, Laufen, Indoorsoccer und einem Trainingslager in Slowenien.

Prognose

Für den SV Parsberg sind die verbleibenden elf Partien allesamt Endspiele. Es zählt jeder Punkt. Bei einem Sieg gegen Aying zum Auftakt nach der Winterpause wäre ein großer Schritt getan, um die SF II und Hofolding hinter sich zu lassen.

emi

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